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letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
01.01.2018 - -
Vorgeschichte / Familiäre Vorbelastung

Bereits mit Ende 30 mache ich mich aufgrund der Vorbelastung auf den Weg zu einer ordentlichen Vorsorge. In meiner Familie besteht eine deutliche Vorbelastung für Prostatakrebs:

Mein Vater erkrankte im Alter von 75 Jahren an einem Prostatakarzinom (Gleason 3+4).
Zwei Brüder meines Vaters erkrankten ebenfalls an Prostatakrebs und wurden erfolgreich operiert.
Ein weiterer Bruder meines Vaters befindet sich mit einem Gleason 3+3-Prostatakarzinom in Active Surveillance.
In der Familie meiner Mutter erkrankte eine Schwester an Brustkrebs.

Aufgrund dieser familiären Vorgeschichte lasse ich meinen PSA-Wert bereits seit mehreren Jahren regelmäßig kontrollieren.
       
01.12.2024 2.20 16.11.24
Im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung wurde erstmals ein Anstieg meines PSA-Wertes festgestellt. Zuvor lagen meine Werte über Jahre stabil bei etwa 1,2–1,3 ng/ml. Aufgrund des Anstiegs wurde eine weitere Abklärung empfohlen.

       
01.06.2025 3.20 22.05.25
PSA 3,2 ng/ml

Kontrollmessung des PSA-Wertes. Der Wert ist weiter angestiegen. Mein Urologe empfiehlt ein mpMRT der Prostata zur weiteren Diagnostik.

mpMRT durchgeführt

Das MRT zeigt eine verdächtige Läsion mit PI-RADS 4. Kein Hinweis auf ein Überschreiten der Prostatakapsel, keine auffälligen Lymphknoten und keine Hinweise auf Metastasen. Prostatavolumen ca. 35 ml.

Die Nachricht hat mich zunächst sehr verunsichert.

       
01.07.2025 3.20 22.05.25
MRT-Fusionsbiopsie

Es wurde eine MRT-gestützte Fusionsbiopsie durchgeführt.

Ergebnis:

Gleason Score 3+3 = 6
ISUP Grade Group 1
2 Stanzen positiv
Tumoranteil jeweils ca. 25 %

Damit wurde ein Niedrigrisiko-Prostatakarzinom diagnostiziert.

Erstgespräch nach Diagnosestellung

Besprechung der Befunde mit dem Urologen. Aufgrund des jungen Alters (44 Jahre) und der ansonsten günstigen Befunde werden sowohl Active Surveillance als auch eine definitive Therapie diskutiert.
       
01.10.2025 1.90 01.10.25
Herbst 2025

Beratung in spezialisierten Zentren

Vorstellung in mehreren prostatazertifizierten Zentren zur Einholung einer Zweit- bzw. Drittmeinung. Besprochen werden:

Active Surveillance
Da-Vinci-Operation
Brachytherapie

Die meisten Ärzte halten Active Surveillance aufgrund der günstigen Ausgangslage für vertretbar.
       
01.02.2026 2.60 26.01.26
Der PSA-Wert steigt wieder leicht an. Die Ärzte empfehlen keine Therapieänderung, sondern die weitere Beobachtung des Verlaufs.
       
01.05.2026 1.40 01.05.26
Aktuelle Kontrolle mit deutlichem Rückgang des PSA-Wertes auf 1,4 ng/ml.

Der schwankende Verlauf spricht eher gegen einen kontinuierlichen PSA-Anstieg. Die PSA-Dichte liegt weiterhin in einem sehr günstigen Bereich.

Im Sommer ist ein Kontroll-MRT und Re-Biopsie geplant. Anschließend planen wir die weitere Vorgehensweise. Als mein Vater die Diagnose erhalten hat, habe ich mir geschworen, dass wenn es irgendwann bei mir eintritt, ich mich umgehend zur OP entscheide. Die Spezialisten in den Kliniken raten mir lt. Leitlinie abzuwarten. Das ist für mich gedanklich und gefühlsmäßig schwer umzusetzen.
       

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