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letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
01.09.2016 38.60 15.07.16
Vorgeschichte:
- da ich chronisch Nierenkrank bin mit einer GFR von 17,5 versuchte ich, da es ab 65 Jahren ein spezielles Programm für Nierenempfänger seit kurzem gibt, in dieses aufgenommen zu werden.
Also vorstellig in mein mir gewähltes Transplantationszentrum in Erlangen und die Untersuchungen über mich ergehen lassen.
Ergebnis: PSA-Wert 33,35!

Damit war ne Spenderniere gelaufen.

Und der Lauf durch die Instanzen begann:
- MRT
- Kernspin
- CT
und die Ergebnisse lauteten:
cT2c, Nn1, M1

Dadurch die Stanzbiopsie anhängig gemacht:
bestätigt: pT2c, N1, M! (aber M1 abklärungsbedürftig)
und danach Tumorboard!

Natürlich Vorschlag Prostatektomie, aber das lehnte ich ab (wegen Nieren, denn dann wäre sofort die Dialyse fällig) und somit als Alternative Bestrahlung mit Hormonbehandlung.

Zwischenzeitlich hatte ich mich auch schon etwas informiert, wollte zuerst ne Brachytherapie, bin aber beim Suchen im Internet auf die Protonenbestrahlung gestoßen und wollte nun diese.

Kaum geäußert war ich auch sofort für die Uni-Klinik uninteressant (wirklich sofortiger Abbruch!).

Aber was solls, mein Entschluss stand fest!

Nur meine Krankenkasse spielte nicht mit (MobilOil), trotz dementsprechender ärztliche Statements meinereiner und Hinweis auf die Nieren, auch dem MDK war dies egal (wahrscheinlich steht da ne Lobby all derer dahinter, welche dann Ihre "alten" Bestrahlungsgeräte verschrotten müssten).

Dank meines Nephrologen bekam ich den Tip zum Wechsel der Krankenkasse hin zur AOK, welche diese Behandlung bezahlt (und die Siemens Betriebskrankenkasse, was auch nicht verwundert, ist die Strahlenkanone doch auch von Siemens mitentwickelt worden).

Nun langer Rede kurzer Sinn: Wechsel ist vollzogen, bzw. ich muss noch die Kündigungsfrist von 2 Monaten abwarten (aber mit der AOK ist alles schon im Vorfeld geklärt, wer mit welchen Beschwerden kommt und die Kostenübernahme ist/wurde zugesichert).

Um die Wartezeit zu Überbrückung habe ich mich in Behandlung eines Urologen vor Ort begeben, welcher bereits 2 Patienten im RPTC München hatte und somit erfahren ist. Dieser setzte mir auch ein 3-Monatsspritze.

Somit warte ich nun auf den Eintritt bei der AOK und den restlichen Voruntersuchungen beim RPTC (Moulagenanpassung und Goldmarker setzen, Rest ist schon abgeklärt).

vieleicht noch etwas zu mir selbst:
- mit 25 jahren schwerer Motorradunfall, Rekonstruktion des khelkopfes in mehrvffachen Ops
- Implantat izwischen L5 und L4
- beidseits Bizeps Abriss, rechts operiert, wieder gerissen, links nur oben die lange Sehne unoperiert
- mehrfache Schulterluxation mit Span und Knochenübertragung
- mehrfacher Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich
- zweimaliger Myokardinfarkt, selbst gar nicht als solchige wahrgenommen infolge meine COPD
- und als letztes: Verkürzung der Luftröhre um 5 cm
Summa summarum: 23 Ops, deswegen auch die Nieren im A...

Momentan Diabetiker Typ2 mit Insulinpflichtigen Spritzen, COPD krank (Spätfolgen der Hals-geschichte mi nur 60% Querschnitt), wie angesprochen chronische Niereninsuffizienz Stadium IV und zu guter Letzt nun das "Tierchen".
Übrigens M1 hat sich nicht bestätigt, ist "nur" ne Verkalkung des Lungenflügels.

Werde hier weiterberichten.

Aber Lymphknoten sind schon einige vergrößert und auffällig im Becken, im Brustbereich (hinter der Pumpe) und im Kiefer.
       
02.09.2016 38.60 15.07.16
ein kleiner Nachtrag:
- als Diabetiker habe ich meinen Unterzucker immer bemerkt, wenn mein Blutdruck in den Keller fiel (beim Niesen, Husten und auch Aufstehen aus der Hocke leichte Kreislaufprobleme bis hin zu leichten Sehstörungen) konnte ich auch dementsprechend gegensteuern, sprich etwas essen.
- seit ich die Hormonspritze bekommen habe ist dieses "Warninstrument" ausgefallen!
- auch sind meine diabetischen Füße nicht mehr kalt, was ich aber als angenehm empfinde
       
04.11.2016 3.20 26.10.16
Die Voruntersuchungen am RPTC sind abgeschlossen.
Behandlungsbeginn der Strahlentherapie ist für 08.11.2016 geplant (genaue Uhrzeit erfahre ich am Mittwoch den 07.11.2016 bis Mittag).
Nachdem ich nun bei der AOK bin (Problemloser Umstieg) sind auch alle Bescheinigungen pünktlich eingetroffen (Mitgliedsbescheinigung, Kostenübernahme) und somit konnte ich die Voruntersuchungen abschliessen:
- nochmal MRT und CT
- Urologengespräch
- Strahlenarztgespräch
- Markersetzen, drei Stück über Enddarm, vorher Zäpfchen und Antibiotika (muss noch weiterhin genommen werden), eigentlich harmlos, etwa wie bei Biopsie mit Spritze, nur kürzer
- Moulagenanpassung (das Strahlbett, Frage, wie machen das alte Leute? Das Aufstehen aus diesem ist nicht ohne, man darf nur im Bett sich hochziehen und aufstehen, steht dann natürlich auch dementsprechend hoch und steigt über ein Podest herab- das Bett muss unbedingt seitlich geschont werden)
-Kontrolle durch nochmalige CT
Untergebracht im Gästehaus, wobei ich schon einen Tag vorher anreiste, nachdem der erste Termin schon um 08.00Uhr war.
Zweibettzimmer zur alleinigen Nutzung (wenn meine Fau mitwollte, kostet die Nacht mit Verpflegung 50,-€, werden wir wahrscheinlich auch mal nutzen)
Vepflegung macht wahrscheinlich meine ganzen Abnehmbemühungen zunichte!
Die Freundlichkeit des Personales ist gigantisch (jeder wußte, weiß meinen Namen, ok, meine Stimme ist natürlich auch eine Visitenkarte, aber trotzdem müssen alle doch informiert gewesen sein, wer kommt).
Da ich am ersten Tag nüchtern sein sollte, wurde mir ein Frühstück aufgehoben, was ich vorab wählen durfte - super!
Da ich dies erst um 10:30Uhr zu mir nahm, Mittagessen um 12:30 spätestens einnehmen musste, da um 13:00Uhr bereits der nächste Termin, und das Abendessen von 17:00Uhr bis 20:00Uhr gehalten werden kann, schlug ich auch gleich zweimal beim Abendessen zu. Sehe schon, das wird ein Problem!

Die Abschlussbesprechung der Voruntersuchung ergab nun folgende Behandlung:
- 21x3Gy der Prostata mit Samenbläschen
- 21x2,5Gy der Beckenlymphabflusswege

Ganz allgemein zeigt die HB bereits Ergebnisse:
- Prostata von 54mm auf 42 mm kleiner geworden (größte Länge)
- die aufffälligen Lymphknoten sind ebenfalls deutlich kleiner geworden

So kanns weitergehen
       
11.11.2016 3.20 26.10.16
die ersten beiden Bestrahlungstage sind gemacht:
- ohne irgendwelche Beschwerden, Nebenwirkungen oder sonstiges
- vorher auf Toilette, natürlich mit Stuhl (klappte bisher gut) und dann 0,5 Liter Wasser trinken
- ausziehen und "modischen Papieranzug" anziehen (Socken darf man anlassen)
- Gesundheitskontrolle mit Stopsel (bzw. einführen des Rektalballons und auffüllen mit 150ml Wasser)
- für mich gings dann nochmal zum CT (habe -wahrscheinlich wegen Pamorelin- immer Luft im Darm, das kontrollieren Sie, bisher gings ohne nen Korrektureinlauf, aber es ist noch nicht aller Tage Abend)
- danach ab in die Gantry (Mann ist das ein Riesen Tunnel und ne tolle Schwenktechnik fürs Bett, bzw. den Tisch)
- abdecken des Kerls bis zum Brustkorb mit Folie und entvakuisieren (das preßt einen ganz schön ins "Bett")
- Röntgen Kontrolle ob alles am rechten Fleck
- bestrahlen aus zwei Positionen, links und rechts, einmal 2:50 und einmal 2:10 Minuten (einmal 3 Gy, einaml 2,5 Gy, einmal für Prostata mit Zubehör, einmal Lymphabflussebenen)
- rausfahren
- entleert werden (wenn auch nicht schmerzend, doch froh das Ding loszuwerden)
- fertig
Bisher danach Toilette zum 0,5 Liter Wasser zurückgeben!

Diese ersten zwei Tage waren absolut ohne Beeinträchtigung. Zudem sind die RPTCler alle mehr als freundlich und hilfsbereit.
Evtl. kann es wegen der Luft ein Problem geben, wird sich im Laufe der nächsten Woche zeigen (Donnerstag ist erstes Kontrollgespräch angesagt.

Was noch zu erwähnen wäre: der Koch glaube ich, wird mein größter Feind, besiegt mich immer (Essen vorzüglich und zu viel!!!
       
10.12.2016 3.20 26.10.16
Entlassen am 08.12.2016 und alles OK!

Meine Nebenwirkungen (welche ich nicht als solche empfand).
- am 9. und 10. Tag der Bestrahlung kam es zur Verstopfung des Darmes und zu einem Wasserverhalt, sprich Wasser lassen gelang nur noch im absoluten entspannten Zustand. Mittels Abführtropfen (mit leichtem Malheur - da Anfangsdosis zu hoch) gelöst, seit 15. Bestrahlung ohne Tropfen normalen, wenn auch etwas weichen Stuhlgang. Mittels Tamsulosin Tabletten den Wassserverhalt sofort gelöst.
- dies Tamsulosin trocknet meine Nase im Schlaf dermaßen aus (ist als Nebenwirkung auch so beschrieben), das ich mit sehr trockenen Mund -durch den ich dann zwangsmäßig atme) aufwache und dann auch spülen muss, so trocken ist dieser, bevor ich wieder schlafen kann. Setze diese nun eigenmächtig ab!

Gemessen an dem, was Andere berichteten (Brennen des Schließmuskels im After bis hin zu leichten Durchfall, oder der Harnröhre beim Wassserlassen, bin ich de facto unbeschadet durchgekommen (aber auch diese haben dementsprechende Medikamente bekommen, nur weiß ich von Einem, welcher auch jetzt noch -nach zwei Wochen Beendigung- mit diesem Problem des Afters zu tun hat - es ist eben kein Mensch gleich!).

Kontrolle in einem viertel Jahr, bis dahin monatliche PSA und Testosteron Messung (habe die 3 -Monatsspritze).
Der Koch weigert sich Alimente zu zahlen und will mich auch nicht heiraten, obwohl eindeutig schwanger (fast 5 Kilo sind drauf), nun daheim auf strenge Diät!!!!



       
19.05.2017 0.11 12.05.17
Heute die Werte der letzten Untersuchung beim Onko bekommen und erstaunt, das Testasteron sinkt!
Letzte Pamorelin war im November 2016!
auch ist der PSA erst bei 0,11, aber immerhin tut er das, was man erwartet nach Behandlung: sinken!
das Testosteron jedoch sollte steigen!

Sehe mein PSMA-PET-CT gefährdet, denn bei siesem solte der testosteron Wert im Normalbereich sein!

Ansonsten Prostata klein (24ccm) weich und unauffälig beim tastbefund und Ultraschall.

Da ich die Woche vorher eine Koloskopie hatte wurde dies auch noch mal bestätigt, sowie Koloskopie o. B.

Nur GfR sinkt, wie auch das Hämoglobin und Krea steigt, die Dialyse kommt in Sichtweite!
       
04.12.2017 0.45 04.12.17
Nachdem nun so ziemlich ein Jahr vergangen seit Ende der Bestrahlung ein kleines Resümme:
- die Protonenbehandlung hat sich als das erwiesen, als das sie angepriesen: fast oder defacto keine Nebenwirkungen und bisher erfolgreich, sprich vom Krebs keine Spur mehr!
- letzte onkologische Untersuchung mit PSA und Testosteron (siehe Eintrag) in Ordnung
- Lymphknoten unauffälig beim Tasten und Ultrschall
- Blase restlos entleert, kein Restharn, normal groß
- Prostata weich und normal groß,
- leider nächtliches Wasserlassen immer noch 2-3

Warum mein Testosteron nicht weiter steigt hängt vielleicht auch mit den anderen Erkrankungen zusammen. Fakt ist, das meine Nieren stabil sind, wenn auch kurz vor der Dialyse, welche im Januar vorbereitet werden soll (will Peritonealdialyse, mein Nephrologe aber die Hämo - werde wahrscheinlich zu einem wechseln, welcher mir die Bauchfelldialyse "macht").

Ansonsten ist die COPD momentan mein Problem, diese Jahr bereits 4 Exazerbationen, mit Prednisolon gut gegensteuerbar, aber der Blutzucker steigt dabei unkontrollierbar.