GeorgS



Personal data - diagnosis

Personal data

Visible name: GeorgS
Ctry: Deutschland
State/Province: Unterfranken
Year of birth: 1936
Age: 78
Occupation: Pensionär
Hobbies:
My Website:

Data at initial diagnosis

Date: 22.01.1996
Age at diagnosis: 59
PSA: 4.70
Biopsied? No
TUR-P? No
Gleason Score:
TNM-Stages:
Remark:

Maximum measured prostate volume

Date:
PSA:
Volume in ml or cm³: 55

Postoperative pathological data

Date:
Gleason Score:
pTNM-classification:
Margins:
p-L-V-P-G-Findings:
See stories of:

Rest in peace!

Deceased: 11. Dezember 2014

Prostate cancer treatments

** PSA level at the start of the treatment
from to PSA** Type Clinic City
21.01.96 4.70 Watchful Waiting Eubios-Klinik Hackethal Riedering
27.01.99 5.13 Watchful Waiting Klinik St Georg Bad Aibling
22.06.09 42.60 other alternative medicine Klinik St. Georg Bad Aibling
25.05.10 32.00 other alternative medicine Klinik St. Georg Bad Aibling
27.07.11 49.70 other alternative medicine Klinik St. Georg Bad Aibling
01.03.14 14.03.14 296.00 other treatments



Drugs

NEM = Nutritional supplement
from to Medication Quantity / unit of time
27.01.99 03.11.05 Talso Uno 1-0-0
27.01.99 25.05.10 Zink 0-0-1
27.01.99 03.04.01 Opti Immun 2-0-0
07.06.00 16.03.04 MEGA-GENISTEIN 1-0-1
04.04.01 Opti Immun in Intervallen 2-0-2
28.11.02 22.02.13 Prostagel (Progesteron) 0-0-1
17.03.04 02.05.07 Indol-3-Carbinol in Intervallen 2-2-2
01.11.05 25.05.10 Selen anstatt SELVITEAC 1-0-0
10.05.07 Aprikosenkerne in Intervallen 3-3-3
07.10.08 Azuprostat 1-1-1
07.10.08 Grüner Tee 1-1-1
07.10.08 28.07.11 Vitamin D 0-0-1
03.05.09 20.11.10 Co-Enzym Q10 (+Vitaminkur) 1-0-0
22.06.09 11.05.10 Avodart 0,5mg 3-3-3 an 4 Tagen, dann 1-0-0
25.05.10 10.02.11 Euviril 2-2-2
25.05.10 10.02.11 bica-Norm 0-0-1
25.05.10 10.02.11 L-Arginin 1-1-1
20.11.10 19.01.11 Curcuma Opti 1-0-1
20.11.10 18.02.11 Andromir 1-0-1
10.02.11 30.03.11 Cimetidin 400 0-0-1
28.07.11 10.03.12 Omega-3-Fettsäuren 2-2-2
28.07.11 03.08.12 Vigantol OEL 0-0-10 Tr.
28.07.11 01.03.12 Co-Enzym Q10 1-0-0
04.03.12 Vigantoletten 1000 I.E. 1-0-1
01.03.14 14.03.14 Finasterid, Letrozol, Testosteron 1% Gel
Quantity per D / M / Y etc.


PSA-History    ng/ml    logarithmic

PSA-History    ng/ml    linear

DHEA-S    µg/dl

DHEA-S    µg/dl

PSA doubling times in years

Doubling time is greater than previous period.
Doubling time is smaller than previous period.
* Calculated backwards for 1, 2, 4 and 8 periods.

Limit = 3 years


Calculation of doubling times in days

Doubling time in years:
Doubling time in days:
Date PSA 1* 2* 4* 8*
22.01.96 4.70
28.10.98 5.60 10.95
21.01.00 5.13 -- 31.67
15.03.01 6.20 4.20 16.21
07.06.02 6.40 26.85 7.45 14.32
12.02.03 6.40 41.81 22.30
01.02.05 9.60 3.37 4.54 5.57
12.07.05 10.70 2.82 3.26 5.50
26.09.05 15.90 0.36 0.89 2.52 5.51
23.01.06 14.30 -- 1.28 2.54 5.36
23.01.07 19.10 2.39 5.01 1.99 3.70
04.06.07 18.80 -- 3.45 2.33 3.89
13.08.07 25.40 0.44 1.35 2.78 2.61
28.11.07 24.30 -- 1.31 2.41 2.49
01.02.08 26.20 1.64 10.54 2.25 2.07
01.07.08 31.80 1.48 1.52 1.42 1.89
26.03.09 34.70 5.83 2.83 3.60 3.11
09.06.09 39.80 1.04 2.90 2.15 2.29
26.08.09 32.40 -- -- 5.11 3.40
09.12.09 34.60 3.04 -- 11.84 2.86
30.03.10 31.70 -- -- -- 8.23
06.10.10 48.10 0.87 1.73 4.85 2.90
07.03.11 49.50 10.06 1.46 2.50 3.37
21.06.11 68.30 0.63 1.40 1.56 2.70
27.06.11 49.70 -- 52.73 1.92 4.35
Date PSA 1* 2* 4* 8*
24.11.11 56.20 2.32 -- 5.05 4.94
01.03.12 66.04 1.15 1.66 2.37 2.45
03.08.12 60.10 -- 7.16 -- 3.33
22.02.13 87.39 1.03 2.43 2.04 1.99
29.04.13 79.73 -- 1.81 2.83 3.52
31.01.14 296.50 0.40 0.53 0.89 1.13
10.03.14 641.45 0.09 0.29 0.47 0.84
15.04.14 709.80 0.67 0.16 0.38 0.73
22.05.14 740.10 1.68 0.97 0.33 0.67
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           

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Last PSA from

Personal stories

       
21.01.1996 - -
Vorbemerkungen zur PSA-Verdopplungszeit als Diagnosekriterium

Habe die PSA-Werte in zwei Tabellen angeordnet:
1. Labor Onkologe beim Jahrescheck (2 x 440 km), siehe unten
2. Labor Hausarzt bzw. Urologe in Wohnortnähe, um drastische Laborwertveränderungen nicht zu verschlafen. Die längere Reihe, habe ich in die PSA-Wert-Tabelle dieser Homepage eingestellt.
Die PSA-Werte beim Onkologen, Dr. Douwes, steigen stetig und erlauben eine verlässliche Interpretation der PSA-VZ:

Datum---PSA ng/ml---PSA-VZ in Jahren
------------------------------------------------------------------------------------------------------
22.01.1996 - (4,7) - Prof. Hackethal: (PSA-Wert interpoliert, weil keine PSA-Best.)
28.01.1999 - 5,13 - Dr. Douwes: keine Biopsie, weiter Watchful Waiting
07.06.2000 - 5,46-------15,1
04.10.2000 - 7,8----------4,5
17.03.2004 - 10,0--------4,0
04.11.2005 - 13,8--------3,4
01.06.2006 - 15,8--------3,4
03.05.2007 - 26,4--------1,3 = 459 Tage(!) und CGA 291 (Norm < 110)
07.10.2008 - 35,6--------3,3
05.05.2009 - 42,6--------2,2
26.05.2010 - 32,0-------- - PSA †“Verdopplungszeit unter Avodart nicht sinnvoll
27.06.2011 - 49,7--------9,6 - Bezug Mai 2009, wg. des langs. Eliminationsweg von Avodart

Der Grenzwert < 12 Jahre für die PSA-VZ ist m. E. willkürlich festgelegt, wie beim Cholesterin. Eine PSA-VZ unter diesem Grenzwert hatte ich bei einer einzigen PSA-Wertbestimmung während der gesamten 18 Überlebensjahre!

Orientiere mich selbst an dieser Korrelationstabelle:

PSA-VZ --------------------------------Gleason-Summe

> 500 Tage/1,4 Jahre-----------------------2-3
200 †“ 500 Tage----------------------------- 4-5
100 †“ 200 Tage----------------------------- 6-7
30 †“ 100 Tage------------------------------- 8-9
< 30 Tage/0,08 Jahre----------------------- 10

Es ist Erfahrungswissen, denn aus hunderten von PK-Geschichten ist bekannt, welchen PSA-Verdopplungszeiten welche Gleason-Summen zugeordnet werden können.

Die Korrelationstabelle veranschaulicht den Prozesscharakter der PK-Krankheit, dämpft die aufflackernde Panik nach der Diagnose und die suggestive Wirkung, dass ab einer PSA-VZ <12 Jahre sofort eine Biopsie bzw. eine radikale Therapie angesagt sei.

Mit damals 60 Jahren war ich ein Grenzfall für Watchful Waiting.
Ein 70-jähriger mit aPSA 5,6 und langer PSA-Verdopplungszeit kann in der Regel erwarten, er werde mit und nicht an seinem PK sterben.

Und so lebe mit meinem Untermieter seit nunmehr 18 Jahren ohne Einschränkung der altersgemäßen Lebensqualität.

Mentale Arbeit hat m. E. Anteil daran; sie stärkt das Immunsystem und kann so die Überlebenszeit von Krebspatienten verlängern. Was damit gemeint ist, das kann man hier nachlesen:

http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?4213-Quellen-der-Gelassenheit-Echo-auf-eine-rhetorische-Frage

http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?1229-Mentale-Arbeit-%E2%80%93-was-ist-das

(Beiträge #1 und #9)

*********************************************************************************


Im Jahre 1995 (59-jährig) begannen die Beschwerden. Häufiger Harndrang, auch nachts ein- bis dreimal, der Harnstrahl wurde immer dünner. Abgeschwächtes, manchmal schmerzhaftes Orgasmusgefühl mit Verklumpung des Ejakulats.

Im Januar 1996 suchte ich deshalb Prof. Julius Hackethal auf.
Seine Diagnose nach der Tastuntersuchung mit Skizze : Chronische Infekt-Prostatitis. Die Namen der verordneten Medikamente erinnere ich nicht mehr, aber etwas gegen die Entzündung (Antibiotikum) war dabei. Die Beschwerden klangen ab.

Leider verstarb der streitbare Professor 1997, nicht an PK, wie ihm immer wieder unterstellt wird, sondern an einem originären Lungenkrebs.

       
28.10.1998 5.60 28.10.98
Ende 1998 verstärkte sich der nächtliche Harndrang wieder und ich suchte einen Urologen auf: Kontrast-Röntgenaufnahme(?) der Prostata, Blutabnahme; drei Tage später: aPSA 5,6, kurzes Gespräch, Vorschlag: Biopsie, die ich abgelehnt habe.

Mit einer radikalen Therapie kann ich mich bis heute nicht anfreunden. Lebensqualität ist mir wichtiger als Lebenszeit.
       
27.01.1999 5.60 28.10.98
Anfang 1999 habe ich deshalb Dr. Douwes, St.-Georg-Klinik in Bad Aibling aufgesucht:
Tastbefund: Prostata mäßig vergrößert, prall elastisch mit einer geringen derben Verhärtung im Bereich des re. Prostatalappens, Blasenwand leicht verdickt. Ultraschall, Uroflowmetrie, Restharn < 30 ml.
Am Ende des einstündigen Abschlussgesprächs (20.00 Uhr !) eine gemeinsame Entscheidung:
Weiter Watchful Waiting ohne Biopsie.

Abgesehen von den sehr aggressiven P-Karzinomen mit kleinen PSA-Werten, kann man bei stetig steigendem PSA an Hand der PSA-Verdopplungszeiten die Gleason-Summe recht genau schätzen.
       
12.07.2005 10.70 12.07.05
Ab einem PSA-Wert von ca. 10 ng/ml war die TURF (= transurethrale Radiofrequenzhyperthermie) als Therapie geplant, mit der die www.klinik.st-georg.de in Bad Aibling seit ca. zwei Jahrzehnten gute Erfahrungen macht.
Zuvor wurde zum Ausschluss „hämatogen disseminierter Metastasen im Blut†œ eine Blutentnahme veranlasst. Der Befund des Speziallabors für Immunhämatologie (Pachmann, Bayreuth 25.09.2005) zeigte, dass sich in meinem Blut „eine deutlich erhöhte Anzahl zirkulierender, vitaler tumorverdächtiger Zellen†œ befand, von denen „etwa ein Viertel HEA und PSA koexprimiert†œ. Mit hoher Wahrscheinlichkeit, handelt es sich dabei, „um aus dem Tumor ausgeschwemmte Zellen.†œ
Das war der Grund, warum wir (mein „Leibarzt†œ und ich) anstatt der lokalen Hyperthermie einen Hormonausgleich als Alternative anvisiert haben.
       
01.06.2006 14.30 23.01.06
Es folgten zwei turbulente Jahre.
Nach meinem 70. Geburtstag war ich für 9 Tage im Vorhof der Hölle, genannt Singultus. Das Wort hatte ich bis dahin noch nie gehört. Die Befürchtung meiner Nichte, einer Ärztin, es sei häufig das Begleitsymptom des finalen Stadiums einer Karzinomerkrankung, erfüllte sich nicht.
Ursache: Gastroösophagealer Reflux.
http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?571-Singultus-ein-Hinweis-auf-Metastasen
       
03.05.2007 19.10 23.01.07
Im Mai 2007 machte der PSA-Wert einen Sprung auf 26,4 mit einer PSA-Verdoppelungszeit von nur 1,3 Jahren (459 Tagen!); der CGA-Wert war bereits im Januar 2007 auf 291µg/l (Normbereich < 110) angestiegen.
Ab Juni 2007 fielen die Laborwerte wieder. Der PSA-Wert erreichte erst nach einem Jahr 2008 wieder den Wert 26,2 und der CGA-Wert blieb bis heute nachhaltig unter dem Normgrenzwert.
Vermutlich weil ich die Aprikosenkerne :-) wieder hervorgekramt hatte, mit denen ich seit dem Singultus pausieren sollte.
Oder aber: Urologe fs hat in einer Disskussion im bps-forum auf einen Aspekt hingewiesen, der auch in meinem Befund des Speziallabors für Immunhämatologie erwähnt wurde: „Daneben waren viele Zellfragmente ... nachweisbar, diese treten zum Beispiel nach Chemotherapie, Bestrahlung oder im Rahmen immunologischer Abwehrreaktionen als Zeichen der Zellschädigung auf.†œ

Da ich weder eine Chemo noch eine Bestrahlung hatte, bleibt die immunologische Abwehrreaktion als wahrscheinliche Ursache.

„Nun, es gab da noch etwas. Ich werde darüber berichten, wenn sich der Trend fortsetzt, denn man soll nicht gackern, bevor das Ei gelegt ist.†œ

(Fortsetzung Eintrag am 03.08.2012)

       
07.10.2008 31.80 01.07.08
MRT/MRS mit endorektaler Spule. Der Befund bestätigt die 9-jährige Ultraschall-Diagnose meines „Leibarztes†œ: Tumorverdacht durch ein pathologisches Verhältnis der relevanten Metaboliten mit einem ChoCr/Ci-Verhältnis von bis zu 2,57.
In den erfassten Skelettabschnitten ergibt sich kein auffälliger Herdbefund. Innerhalb der Scanstrecke kein Nachweis pathologisch vergrößerter Lymphknoten oder suspekter Konglomerate. Ich habe diese, den Organismus wenig belastende, Untersuchung (MRT/MRS) in Kenntnis der kritischen Einwände gewählt.
Als ich mit den MRT/MRS-Aufnahmen unterm Arm Dr. Douwes kleinlaut berichtete, dass ich nach den überraschend in den Normbereich gefallenen Werten der neuroendokrinen Marker (CGA, NSE, ...) noch nicht mit dem Hormonausgleich angefangen habe, brummelte er sinngemäß vor sich hin, es sei lange her, dass er einen PK-Patienten verloren habe und ob ich das etwa ändern wolle.
       
05.05.2009 34.70 26.03.09
Konsultationstermin beim Onkologen, Dr. Douwes: PSA-Verdoppelungszeit: 2,2 Jahre.
Trotz des PSA-Anstieg war die klinische Untersuchung im Vergleich zu den Voruntersuchungen wenig verändert. Die Prostata deutlich vergrößert, prall-elastisch mit verstrichenem Sulcus und geringer Verhärtung im Bereich des re. Prostatalappens. Die Ultraschall-Bilder ebenfalls wenig verändert.
Obwohl beschwerdefrei, habe ich im Juni 2009 mit dem Hormonausgleich begonnen (nicht zu verwechseln mit H-Blockade und nicht mit synthetischem, sondern natürlichem Progesteron). Zusätzlich eine Kurzzeitbehandlung mit Avodart (ein 5-alpha-Reduktasehemmer) beginnend mit der „Aufsättigungs-Dosierung†œ einer Pilotstudie (3-3-3 x 0,5 mg an vier Tagen und dann 1-0-0 täglich).
Gleichzeitig stärke ich mein Immunsystem wieder mal mit einer Vitaminkur - war da etwas schlampert in letzter Zeit.
       
09.12.2009 34.60 09.12.09
Tast- und Ultraschallbefund unverändert.

Neben den seit Juni 2007 stark gefallenen Werten der neuroendokrinen Tumormarker( NSE; CGA, s. in der Grafik/Tabelle andere Werte) ist nun auch das DHEA-S im Normbereich (Norm 20-290 µl/dl): 234

Sieht nach Stillstand aus, meinte der Urologe in Wohnortnähe, der meinen Therapieweg wohlwollend begleitet.
       
22.01.2010 34.60 09.12.09
Heute sind es 14 Überlebensjahre und ich hoffe das nächste Jahr packe ich auch noch, um die 3. Heilungsphase - als geheilt gilt, wer eine Therapie 5 Jahre rezidivfrei überlebt - zu erleben.

       
30.03.2010 31.70 30.03.10
Die Tast- und Ultraschalluntersuchungen übernehmen jetzt (bedingt durch Avodart) eine diagnostische Vorreiterrolle, zumal sie mit dem MRT/MRS Befund vom 10.2008 kompatibel waren und sind. Denn die Aussagekraft der PSA-VZ (= 3 Jahre) muss unter Avodart relativiert werden.

Befund: Prostata schrumpft. Weiterhin Stillstand, meinte der Urologe in Wohnortnähe, der meinen Therapieweg wohlwollend begleitet
       
25.05.2010 31.70 30.03.10
Jahres-Check beim Onkologen, Dr. Douwes.
Die seit Juni 2007 stark gefallenen Werte der neuroendokrinen Tumormarker (NSE, CGA s. in der Grafik/Tabelle andere Werte) sind weiterhin im Normbereich und seit 08.2009 auch das DHEA-S (Norm 20-290 µl/dl):

03.05.2007 - 387
09.06.2009 - 347
26.08.2009 - 289
09.12.2009 - 234
30.03.2010 - 264
25.05.2010 - 226
06.10.2010 - 272


Die klinische Untersuchung im Vergleich zum Vorjahr wenig verändert. Die Prostata etwas geschrumpft, prall-elastisch mit geringer Verhärtung im Bereich des re. Prostatalappens. Tast- und Ultraschallbefund bestätigen die Meinung des Urologen vor Ort.

Aber: Dr. D. entdeckt hypodense Zone in der Leber, V.a. Leber-Metastase => CT- Befund: Leberzysten - vermutlich als Nebenwirkung von 11 Monate Avodart.

Die auf dem Beipackzettel aufgeführten Nebenwirkungen
Impotenz: 6,0 %
Verminderte Libido: 3,7 %
Ejakulationsstörung: 1,8 %
Gynäkomastie: 1,3 %

habe ich alle erfahren dürfen. Trotz der geringen Prozentsätze, war ich immer dabei. Vielleicht solltest Du mal Lotto spielen, scherzte meine Frau.
Nach Beendigung der Avodart- Kurzzeitbehandlung, kehrt die Lebensfreude langsam - wegen der Halbwertzeit von 5 Wochen - wieder zurück und die Symptome einer beginnender Fatique klingen ab.


       
06.10.2010 48.10 06.10.10
PSA-Wert 5 Monate nach Ende der Avodart-Therapie

PSA ng/ml:
05.2009 - 42,6 - Onkologe (Beginn der Avodart-Therapie)
06.2009 - 39,8 - Urologe in Wohnortnähe
03.2010 - 31,7 - Urologe
05.2010 - 32,0 - Onkologe (Ende der Avodart-Therapie)
10.2010 - 48,1 †“ Urologe

Auf den ersten Blick ein PSA-Bocksprung.

Setzt man jedoch den PSA-Wert vor Beginn der Avodarteinnahme und den Monate nach Ende der Avodarttherapie in den PSA-VZ-Rechner ein - durch den langsamem Eliminationsweg von Avodart, darf die PSA-VZ erst jetzt wieder als Diagnoseinstrument mitberücksichtigt werden - ist es ein moderater Anstieg.
Denn eine PSA-VZ von 4,7 Jahren (Laborwerte Urologe) bzw. 8,2 Jahren (Laborwerte Onkologe) lässt auf langsames PK-Wachstum schließen und nährt meine Hoffnung, im Jahre 2011 das dritte Sternchen für 15 Überlebensjahre zu ergattern.

Es sieht so aus, dass Progesteron ebenfalls die 5-Alpha-Reduktase ( ein Enzym, das Testosteron in Dihydrotestosteron umwandelt) hemmt.

Im Kontext der Diskussion, dass PSA in Tumoren vermutlich als endogenes antiangiogenes Protein wirkt, hat der absolute PSA-Wert für mich bei der Therapieentscheidung weiterhin eine relative Bedeutung, zumal der PSA-Wert kein Tumormarker ist - im Gegensatz zu CGA, NSE usw.
Und diese Laborwerte sind im Normbereich.


22.01.2011
Heute sind es 15 Überlebensjahre.
Habe im Geiste erneut den Schädel des 1997 verstorbenen Arztes, Prof. Julius Hackethal, gestreichelt, der mir im Januar 1996 nicht Heilung, sondern etliche Überlebensjahre mit meinem Untermieter in Aussicht gestellt hat. So viele Jahre habe ich nicht erwartet.

Werde mich über jeden weiteren Tag ohne Beschwerden gemeinsam mit meiner lieben Frau freuen, beim anstehenden Jahres-Check „meinen†œ Onkologen in Bad Abling dankbar umarmen für seine - auf Fachwissen, Erfahrungen und Intuition basierenden †“ individuellen Therapiemaßnahmen, mit ihm weitere, PK- wachstumshemmende Therapieschritte erörtern und auf der Hinfahrt wieder einen Zwischenstopp in Heroldsbach einlegen †“ um zu danken und an einer wenig bekannten Quelle Kraft zu tanken für die Zukunft.
       
07.03.2011 49.50 07.03.11
War angenehm überrascht vom neuen PSA-Wert. Bei einer PSA-VZ von 4,7 Jahren im Herbst hatte ich einen Wert um 53 erwartet.

PSA ng/ml:
10.2010 - 48,1 †“ Urologe
03.2011 - 49.5 †“ Urologe

PSA-VZ: 10 Jahre

Sieht so aus, als würde mein Untermieter †“ wie schon häufiger geschehen †“ in eine Art Winterstarre verfallen. Möge er über den Sommer durchschlafen.
Das Ultraschallbild stützt die Schlussfolgerung aus der PSA-VZ : PK-Wachtum im Schneckentempo innerhalb der Kapsel.
       
21.06.2011 68.30 21.06.11
Labor Urologe => PSA-VZ : 0,6 Jahre! Jetzt geht die Post ab, ging mir durch den Sinn, denn der PSA-Wert des Münchner Labors, mit dem der Onkologe kooperiert, lag bislang immer über dem Wert des Urologen.
       
27.06.2011 49.70 27.06.11
Jahres-Check beim Onkologen, Dr. Douwes, nicht wie üblich Anfang Mai, sondern Ende Juni; der zuvor beim Urologen vor Ort bestimmte 68er PSA-Wert war wohl ein Messfehler. Die klinische Untersuchung, Tast- und Ultraschallbefund im Vergleich zum Vorjahr wenig verändert und die PSA-VZ weit im grünen Bereich.

Die altersbedingten Beschwerden nehmen hingegen zu. Der Testosteronwert mit 3,77ng/ml im unteren Bereich. Eine Testosteronsubstitution wäre erwägenswert, zumal das Dogma, es sei ein Kunstfehler wackelt: http://www.drstrunz.de/news/2010/09/100920_testosteron.php

       
24.11.2011 56.20 24.11.11
Habe interessehalber den PSA-Wert durch das Labor des Hausarztes bestimmen lassen, weil es die gleiche Testmethode (Roche) verwendet, wie das Labor des Onkologen.

22.01.2012
Heute sind es 16 Überlebensjahre.

       
01.03.2012 66.04 01.03.12
Labor Urologe => PSA-VZ: :-)

Die PSA-VZ wird nur noch aus den Laborwerten desselben Labors berechnet. Begründung hier:
http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?1212-Elf-Jahre&p=60345#post60345

Moderater Rückgang des PSA-Wertes seit Juni 2011, Tumormarker CGA im Normbereich, Untermieter im Ultraschall wenig verändert und weiterhin in der Kapsel.

Nicht die S3-Leitlinien-Active Surveillance ist mein Weg, sondern Watchful Waiting ohne Biopsie, mit Anleihen aus der Erfahrungsmedizin und mentale Arbeit.


       
03.08.2012 60.10 03.08.12
=> PSA-VZ: 7,2 Jahre - Labor Hausarzt

22.01.2013
Heute sind es 17 Überlebensjahre

Fortsetzung Eintrag vom 03.05.2007
Jetzt gackere ich:
http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?4213-Quellen-der-Gelassenheit-Echo-auf-eine-rhetorische-Frage&p=65147#post65147
       
22.02.2013 87.39 22.02.13
=> PSA-VZ: 1,1 Jahre

Ein merkwürdiger (kaum Fieber) Infekt der oberen Atemwege hat mich wochenlang arg gebeutelt. Trotz zunehmender Verschleimung trockene Hustenanfälle, Appetit- und Gewichtsverlust sowie anhaltende Schlappheit und Erschöpfung; Miktionsprobleme †“ am suprapubischen Katheter vorbeigeschrammt.

Immunsystem offenbar am Limit.

Im Kontext der Laborwerte (CRP erhöht und PSA mit einem Sprung auf 87,9 mg/ml => PSA-VZ: 371 Tage), vermutete ich beginnende Tumor-Kachexie, gepaart mit einer Inflammation innerhalb des tumorösen Epithels.
Rechtzeitig zu den Osterfeiertagen sind alle Symptome abgeklungen.
       
29.04.2013 79.73 29.04.13
=> PSA-VZ: 4,3 Jahre

Der Infekt der oberen Atemwege hat sich verabschiedet.
CRP- und a-Amylase wieder im Normbereich. Den Schmerzen zufolge war auch eine Parotitis (Entzündung der Ohrspeicheldrüse) dabei.
CGA und DHEA-S im Normbereich. Untermieter im Ultraschall wenig verändert und weiterhin in der Kapsel.

Bemerkenswert:
Der PSA-Wert/Labor Hausarzt lag erstmals über dem Messwert des Labors/Urologe und die PSA-VZ, errechnet aus den PSA-Werten desselben Labors während der Infektion, war deutlich kürzer.

Noch krasser war es als mich im Jahr 2005 der Singultus in den Vorhof der Hölle schleifte
http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?571-Singultus-ein-Hinweis-auf-Metastasen
und die PSA-VZ nur noch 133 Tage(!) zählte.

Krebs und Inflammation innerhalb des tumorösen Epithels wurde bereits vor Jahren thematisiert. Ein Zusammenhang zwischen PK und Inflammationen anderer Organe ist eine Grundannahme der alternativmedizinischen Therapieansätze.

Die wiederholte, temporäre Verkürzung meiner PSA-VZ während der Inflammationen ist für mich ein Indiz, um der - weiterhin offenen - Frage zur der Funktion des PSA im Krankheitsgeschehen, d.h. der antiangiogenen Aktivität des Prostataspezifischen Antigens nachzuspüren:

http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?1420-Ist-der-steigende-PSA-Wert-ein-Schurke&p=10317#post10317

ZUSAMMENFASSUNG:
„Unseres Wissens wird hiermit erstmals darüber berichtet, dass PSA in Tumoren als endogenes antiangiogenes Protein wirken kann. Diese Funktion kann zum Teil das natürliche langsame Wachstum von Prostatakrebs erklären. Unsere Feststellungen stellen die verschiedenen Strategien zum Hemmen der PSA-Expression bei der Behandlung von Prostatakrebs in Frage.†œ



       
28.08.2013 79.73 29.04.13
Der Holmium-Laser als ästhetische Palliativ-Alternative zum Bauchkatheder beim Harnverhalt hatte mein Interesse geweckt. Einen Termin mit einem erfahrenen Meister dieses Verfahrens vereinbart.

Zwei Tage davor dann das Gegenteil. Konnte den Urin nicht mehr halten. Starker Harndrang, schmerzhaftes Wasserlassen mit dünnem Strahl im Stundenintervall, auch nachts, also kaum Schlaf, Blutdruck: 206/105. Mein Verdacht: Überlaufblase ...

Am nächsten Tag zum Urologen. Seiner Auffassung nach keine Überlaufblase; Restharn unter 100 ml, vermutet Prostatitis, gibt mir ein Antibiotikum und ein spasmolytisches Schmerzmittel. Mehr wäre z.Z. Übertherapie.

Der Holmium-Laser-Spezialist, den ich zwei Tage danach konsultierte, teilt die Meinung des Urologen; Blasenwand zeigt kaum Verdickung und Restharnmenge noch tolerierbar. Nach weiteren zwei Tagen das Laborergebnis der Urinuntersuchung: o.B.
Die Symptome klingen ab. Bin wieder dicht.
       
27.10.2013 79.73 29.04.13
Habe mir am Abreisetag vor unserem Kurzurlaub prophylaktisch einen transurethralen Katheder legen lassen, weil ich das Risiko eines Harnverhalts unterwegs vermeiden wollte, denn der Harnstrahl war in der Früh sehr, sehr dünn und das Wasserlassen eine längere Aktion. Mein Urologe meinte, damit könnte ich sogar nach Honolulu fliegen.

Beim suprapubischen Katheder hingegen sei die Infektionsgefahr auf Reisen größer, weil eine sorgfältige Wundversorgung des Stichkanals - tiefergehende Wunde beim Durchstoßen des Fettgewebes und aller Blasenwandschichten - erschwert sei.

Als Dauerlösung sei der transurethrale Katheder nicht gedacht, wegen der sich schleichend einstellenden Infektionen und evtl. Schädigung der Harnröhre.
Schade, denn der 2 Liter Urin-Nacht-Beutel hat mir bis zu 10 Stunden Schlaf beschert.

       
19.11.2013 79.73 29.04.13
Der transurethrale Katheder ist entfernt und die Miktionsprobleme kommen langsam wieder. Habe mich daher mit Einmalkathetern für den Selbstkatheterismus versorgt, damit mich der Harnverhalt nicht kalt erwischt.

Am meisten vermisse ich den ungestörten Nachtschlaf. Er stabilisiert nicht nur die Psyche, sondern verhilft auch dem Immunsystem sich zu regenerieren.

Die ausgiebigen (ca. 1,5 Liter) Entwässerungen in den Urin-Nachtbeutel sind ebenfalls passé. Die schmerzhafte Gelenksteife in der Früh ist weitgehend verschwunden †“ eine willkommene Nebenwirkung, sollte es so bleiben.

Die Katheder-Erfahrung hat mein Unbehagen gegenüber derart Palliativmaßnahmen verringert.
Ein intermittierender Dauerkatheder mit Ventil und Nachtbeutel - sind für mich beim nächsten Harnverhalt eine erwägenswerte Alternative, zumal ich ihn nach paar Tagen kaum noch spürte †“ vorausgesetzt, man bleibt vor fieberhaften Infektionen verschont. Bei mir waren es immerhin 7 Wochen.



22.01.2014

Heute sind es 18 Überlebensjahre.




       
07.02.2014 296.50 31.01.14
=> PSA-VZ: 0,4 Jahre = 147 Tage!

Hoher Stresslevel - Todesfall und Krankheitsschübe von Familieangehörigen und, und ...

Hormonausgleich (Progesteron) nach dem merkwürdigen Infekt (s. 22.02.2013) nicht sofort fortgesetzt, Jahres-Check beim Onkologen sowie die halbjährliche PSA-Messung schleifen lassen!?

Mangelhafte Selbstfürsorge †“ nennen Psychologen solch ein Verhalten. Die Quittung kam umgehend.

Hatte schon eine PSA-VZ von 133 Tagen. Mal sehen, ob ich aus dieser „Nummer†œ erneut herauskomme.
Reichlich Stoßgebete als Sofortmaßnahme.


       
26.03.2014 641.45 10.03.14
Anvisiert ist nunmehr eine Ed Friedman-NTT-Variante, Testosteron mit einem Aromatase-Hemmer usw., die in der kommenden Woche mit einem Palliativarzt vor Ort abgestimmt wird, den ich vorsorglich mit einbeziehe.


       
16.05.2014 709.80 15.04.14
Hatte mit einer NTT-Variante - 5 Alpha Reduktase Hemmer, Aromatase-Hemmer, Testosteron. †“ angefangen und nach der PSA-Wertbestimmung eine Pause eingelegt:

(10.03.2014 - 641,5 => PSA-VZ: 37 Tage)
15.04.2014 - 709,8 ng/ml => PSA-VZ: 247 Tage
Leider hat die PSA-VZ unter 5aRH-Einnahme kaum prognostischen Wert.

Wegen unklarer Beschwerden beim Bücken endlich eine MRT machen lassen.

Befundauszug:
Neurocranium mit altersentsprechenden vereinzelnden kleinen Marklagerläsionen. ...
Multiple Knochen- und Rippenläsionen. ...
Problematisch: Ausgehend von der Bogenwurzel LWK 3 links Nachweis einer knochenüberschreitenden Metastase in den tiefen Muskelstreckern links von insgesamt 4 cm Größe. ...
Prostatakarzinom mit Infiltration der Samenblasen und Lymphknoten. ...
Kein Hinweis auf eine Rektuminfiltration.
       
31.05.2014 740.10 22.05.14
PSA-vZ: => 598 Tage = 1,6 Jahre
Mein PSA-Gipfelstürmer hat das Tempo gedrosselt, obwohl z. Z. keine Therapie.

CT zur Differenzierung zwischen osteoplastischen (stabil) vs. osteolytischen Metastasen (instabil)†œ machen lassen.

Befundauszug:
Vorwiegend osteoplastische Darstellung der Metastasen. ... DD zusätzlich bestehende osteolytische Metastasen sind nicht auszuschließen. Aktuell keine pathologische Fraktur, keine Corticalisdestruktionen der Beckenknochen bzw. der Wirbelkörper. Corticalisdestruktion lediglich im Querfortsatz des LKW 3 links, hier mit Weichteilkomponente.
       
11.12.2014 740.10 22.05.14
Liebe myProstate-Mitstreiter,

im Namen meines Vaters, der sich letzten Mittwoch auf seine letzte Reise gemacht hat, poste ich seine letzten Worte.

Mein Vater hat bei uns allen eine Luecke hinterlassen, die nur schwer ausgefuellt werden kann - nicht nur durch seine Lebenserfahrung, seine positive Einstellung, seinen Humor und sein grosses Herz.
Besonders mit seiner Gelassenheit, seinem unerschuetterlichen Vertrauen ins Leben und der tiefen inneren Ruhe, mit der er den letzten Teil seines Weges gegangen ist, ist er ein vielleicht unerreichbares Vorbild für uns alle.

Mit Wehmut im Herzen aber tiefer Dankbarkeit fuer die gemeinsame Zeit,

Mareike S



Hallo Mitbetroffene,

wenn Ihr diese Zeilen lest, bin ich Euch vorausgegangen zum Licht.

Prof. Hackethal, dieser Patienten-Freund, und weitere Ärzte meines Vertrauens begleiteten mich und meinen Untermieter 18 Jahre mit sanften Therapien. Dafür danke ich ihnen noch einmal.

Kein Sterblicher ist im Besitz der Wahrheit. Die einzig richtige Therapie gibt es nicht. Jeder PK ist anders, wie auch jeder Mensch einzigartig ist †“ ein Unikat, kein Klon. Möge dieser moderne „Turmbau zu Babel†œ nie gelingen, wünscht Euch mit einem letzten Adios Amigos oder einem hoffnungsfrohen Auf Wiedersehen.

Georg S