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letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
28.03.2017 - -
Für Benutzer von Google Translation:

DRU = Digitale Rektale Untersuchung
TRUS = Transrektale Ultraschalluntersuchung
Diakonie-Klinikum Stuttgart = https://www.diakonie-klinikum.de/
RPE = Radikale Prostataektomie
Sono = Sonografie
Ostien = Plural von Ostium ureteris
PE = Prostataektomie

       
29.03.2017 28.39 29.03.17
Bei den Vorsorgeuntersuchungen vor 2017 habe ich wegen der Kritik an der PLCO-Studie bewusst keinen PSA Wert bestimmen lassen. Meine damalige Meinung war, man lebt nicht länger, man weiß es nur länger. Nachdem die Fehler in der Studie bekannt geworden waren, habe ich 2017 zum ersten mal den PSA-Wert bei mir bestimmen lassen, Blutentnahme 28.03.2017 vor DRU und TRUS. PSA-Wert niederschmetternd. Anfangs hatte ich die (unbegründete) Angst, bei einer Biopsie könnten Krebszellen in Umlauf gesetzt werden, daher hat mein damaliger Urologe statt der Biopsie zuerst ein multiparametrisches MRT machen lassen, vielleicht aus Sorge, ich würde von der Stange gehen. Wie er das vor der Krankenkasse vertreten hat, weiß ich nicht. Jedenfalls bin ich ihm sehr dankbar dafür.

DRU: Die Prostata ist mäßig vergrößert und nicht suspekt TRUS: Mäßige adenomatöse Veränderung der ansonsten unauffälligen Prostata. Beide Samenblasen sind unauffällig. Volumen 20 ml. Einen Tag später Laborbefund PSA 28,39 ng/ml

       
15.05.2017 25.78 05.04.17
Multiparametrisches MRT: Suspekte Hypodensität in der anterioren Transitionalzone links paramedian gelegen, hier wäre eine abklärende MR-Ultraschall-Fusionsbiopsie empfehlenswert. PIRADS 5

       
17.07.2017 21.45 17.07.17
Nach Umzug von NRW nach BW Termin bei neuem Urologen, Überweisung zur Fusionsbiopsie. Die PSA-Werte ab 17.07.17 (bis auf den vom 14.12.17) wurden vom Labor meines neuen Urologen bestimmt.

       
24.07.2017 21.45 17.07.17
Perineale Fusionsbiopsie: I rechts 1 dorsal: In 0,4 mm des Materials eines gut differenzierten azinären Prostatakarzinoms (Gleason-Pattern 3+3 = Gleason-Score 6, G1, Grad-Gruppe 1 nach ISUP, ICD-O M8140/3). II.-IX Biopsien rechts 2-4 und links 1-4, sowie Fusionsbiopsie: Jeweils tumorfreies Prostataparenchym mit fokaler Basalzellhyperplasie und Prostatalithiasis sowie teilweise angrenzendes fibromuskuläres Bindegewebe, fokale Transitionalzellmetaplasie und tumorfreie Nervenanteile.

       
09.10.2017 21.45 17.07.17
Skelettszintigramm: metastasentypische Läsionen: keine. Es ergibt sich kein Nachweis von ossären Metastasen des Prostatakarzinoms.

       
17.10.2017 21.45 17.07.17
Blasenspiegelung (Zystoskopie) etc. vor RPE: Rektal tastet sich die Prostata pflaumengroß, prallelastisch, nicht suspekt. Sonografie: Prostataadenom 25 ccm. Transrektaler Ultraschall: Prostata echohomogen, glatt abgrenzbar, sonomorphologisch nicht suspekt. Samenbläschen bds zart. Flexible Cystoskopie: Penile und bulbäre Harnröhre frei. Schließmuskel intakt. Nicht obstruktiv wachsende Prostata. BCA 2 cm. Endovesical ergibt sich kein Anhalt für Tumorbildung oder Entzündung. Ostien orthotop und schlitzförmig.

       
09.11.2017 21.45 17.07.17
Roboter-assistierte laparoskopische radikale Prostatovesikulektomie mit pelviner Lymphadenektomie beiderseits und Nervschonung, Histologie: I: 9 tumorfreie Lymphknoten rechts. II:12 tumorfreie Lymphknoten links. III: Radikales Prostataektomiepräparat mit einem mäßig differenzierten azinärem Adenokarzinom der Prostata beiderseits rechts 15% des Prostatalappens, links 25% des Prostatalappens. Die Resektion erfolgte kranial und dorsal links nicht im Gesunden. Kontakt zum Resektionsrand kranial links 2mm, dorsal links 10mm. Keine Lymphgefäß- oder Blutgefäßinvasion. Keine perineurale Tumorausbreitung. Keine Tumorinfiltration der Samenblase und des Ductus deferens beiderseits. IV: Tumorfreie PE vom Harnröhrenstumpf. Vorläufige Diagnose: TNM-Klassifikation: pT2c pN0 (0/21) G2 R1 (links kranial und dorsal) L0 V0 Pn0. Gleason-Score: 4(60%) + 3 (40%) = 7b, ISUP Grad 3, wurde bestätigt.

Mit der Behandlung und Pflege im Diakonie-Klinikum Stuttgart war ich sehr zufrieden. Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

       
22.11.2017 21.45 17.07.17
Beschluss der Tumorkonferenz: Bei o.g. Tumorsituation bieten wir eine neuerliche uroonkologische Beratung hinsichtlich einer adjuvanten Behandlung zur Risikoreduktion an, siehe 12.02.2018.

       
09.01.2018 0.03 14.12.17
Reha vom 06.12.17 - 09.01.18
Kontinenz hat sich wesentlich verbessert, erektile Dysfunktion, seelischer Zustand wesentlich besser. Der PSA-Wert 0.03 wurde im Labor der Reha-Klinik bestimmt.

       
23.01.2018 0.01 23.01.18
Termin beim Urologen, PSA < 0,01 Sono: Nieren beiderseits in Form und Lage unauffällig. Leber mit glatten Konturen. Gleichmäßiges, normal dichtes Reflexmuster ohne Herdbefund. Unauffälliges intrahepatisches Gefäßsystem. Kein Hinweis auf retroperitoneale Lymphome. Restharnfreie Harnblasenentleerung. Anastomose unauffällig. Transrektaler Ultraschall: kein Hinweis auf Rezidiv.

       
12.02.2018 0.01 23.01.18
Beratung zum weiteren Vorgehen im Diakonie-Klinikum Stuttgart: Wir raten bei Erreichen des Nadirs von 0 zu Watchful Waiting, also zu PSA-Kontrollen alle 3 Monate. Es wäre auch ein PDE-5 Inhibitor zu empfehlen.

       
12.03.2018 0.01 23.01.18
Private Bilanz 4 Monate nach der OP: Kontinenz ist sehr zufriedenstellend, weit weniger schlimm als befürchtet. Anfangs die allgemein beschriebenen Probleme wie beim Aufstehen vom Stuhl etc, diese sind jetzt verschwunden. Zwischendurch Probleme wenn ich komplexe koordinierte Bewegungen machen musste, wie Balancieren auf einem Bein, oder beim Gehen mit einer vollen Tasse Kaffee. Und in bestimmten emotionalen Situationen, zum Beispiel bei aufsteigendem Ärger, aber auch beim Anflug von Selbstzufriedenheit. Das hat sich mittlerweile auch gelegt, denn so wie die Narben von der OP immer weniger wahrnehmbar werden, schreiten wahrscheinlich auch die inneren Heilungsprozesse fort. Es gibt Tage, da ist fast alles wie vorher, an manchen ist aber auch ohne besondere körperliche Anstrengungen der Wurm drin. Zum Glück werden letztere zunehmend seltener. Aber ganz Gallien? Daraus wird wahrscheinlich nichts mehr.
Praktischer Ratschlag für die Zeit unmittelbar nach der OP: Vor kritischen Situationen, die sich ankündigen, etwa 3-5 Sekunden vorher den Schließmuskel zusammenziehen ist meines Erachtens ganz entscheidend für den Erfolg. Nach einiger Zeit braucht man sich darauf nicht mehr zu konzentrieren. Darauf wird in den einschlägigen Broschüren meiner Meinung nach zu wenig hingewiesen. Man sollte das Schließmuskeltraining nicht nur in bequemer Lage machen, sondern auch die erlebten Problemsituationen bewusst herbeiführen, notfalls unter der Dusche.
Weder mein Urologe noch der Direktor der Urologischen Abteilung des Diakonie-Klinikums Stuttgart rieten mir nach dem R1-Befund ohne nachweisbarem PSA zu einer frühen adjuvanten Bestrahlung, sondern empfahlen, mit der Bestrahlung zu beginnen, sobald wieder PSA nachweisbar ist, also Watchful Waiting. Damit kann ich einigermaßen leben, aber die erektile Dysfunktion empfinde ich als schlimm. Bei sexueller Stimulation verliere ich vor dem Orgasmus Urin, wie es auch an anderen Stellen, z.B. in https://forum.prostatakrebs-bps.de/forum.php beschrieben wird. Wegen dieser Probleme überkommt mich gelegentlich eine große Traurigkeit.

       
25.07.2018 0.01 23.07.18
Erektile Dysfunktion Tendenz zur Besserung, aber auch mit Sildenafil noch nicht ausreichend. Beginnendes Lymphödem am rechten Bein, daher muss ich einen Kompressionsstrumpf der Stufe 2 tragen. Ich weiß nicht, ob das eine Folge der Operation ist; es trat schon vorher in ganz leichter Form auf.