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letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
13.12.2017 425.00 08.12.17
Am 08.12.2017 Blutentnahme beim Hausarzt mit der Bitte um PSA-Bestimmung. Grund: häufiger nächtlicher Harndrang.
Ergebnis am 13.12.2017 PSA 425 ng/ml. Zuerst dachte ich an eine Änderung der Maßeinheit, weil ich aus meiner Krankenhauslabortätigkeit wusste, dass der Referenzwert bis 4 geht. War aber leider nicht so.
       
15.12.2017 425.00 08.12.17
15.12.17 Termin beim Urologen 1 in HH. Digitale und Ultraschalluntersuchung: Ergebnis Prostatakarzinom. Biopsie empfohlen und gleich einen Termin am 18.12.17 vereinbart.
       
18.12.2017 425.00 08.12.17
Am 18.12.17 relativ schmerzlose Stanzbiopsie in HH. Ergebnis der Pathologie am 21.12.17 Karzinom Gleason-Score 4+5=9. CT und Knochenszintigramm angefordert.
       
28.12.2017 425.00 08.12.17
28.12.17 CT im Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg : Knochenmetastasen
       
16.01.2018 425.00 08.12.17
16.01.2018 Knochenszintigramm ebenfalls in Rotenburg. Bestätigung des CT-Ergebnisses.
08.02.2018 Termin bei Urologe 1. Therapieempfehlung: Hormontherapie. Inzwischen hatte ich mich natürlich umfänglich informiert, hier und auch im Prostatakrebsforum. In diesem Fall muss ich sagen, ist das Internet dein Freund. Dank der umfassenden Darstellung in "Erster Rat" von Herrn Damm z.B. habe ich mir für mich persönlich die 177Lu-PSMA-RLT ausgesucht. Wenig Begeisterung bei Urologe 1. Immerhin hat er mir viel Erfolg gewnscht. Mir ist schon klar, dass ich mich damit außerhalb jeder Leitlinie bewege, es geht aber hier um meine Gesundheit und mein Leben und da will ich schon ein Wörtchen mitreden.
       
16.02.2018 425.00 08.12.17
Problemlosen Termin zum 68Ga-PSMA-PET/CT in Homburg bei Prof. Ezziddin bekommen. Durchführung am 16.02.2018 mit folgendem Ergebnis:
1. Multifokale intensiv PSMA-osteoblastische Knochenmetastasierung in der HWS, Skapula beidseits, BWS, Rippen beidseits, LWS und im Becken beidseits. Die intensivsten Anreicherungen finden sich im Os sacrum (SUVpeak 30,3) und im BWK 12 (SUVPeak 27,0)
2. PSMA-positive (SUVPeak 2,3) 0,7 cm große Lungenmetastase im linken Oberlappen.
3. Mehrere intensiv PSMA-positive Lymphknotenmetastasen rechts iliakal, z.B. ein 1,5 cm große M. dorsal der V. iliaca externa (SUVPeak 17,1) und mehrere kleine M. links iliakal.
4. 5,7 x 5,8 cm große Prostata mit intensiver ausgedehnter Traceranreicherung (SUVPeak 31,7) in beiden Lappen, dem Prostatakarzinom entsprechend.
Der Satz, der dann der Seele wohltut war: Aufgrund der sehr kräftigen PSMA-Expression besteht prinzipiell die Option einer 177Lu-PSMA-Radioligandtherapie.

Und so sieht das mit den Metastasen aus:
[img]http://up.picr.de/32709606fw.png[/img]
       
16.03.2018 621.00 12.03.18
12.03.2018 stationäre Aufnahme in der Nuklearmedizin der Uni Homburg. Blutentnahme mit u.a. einem PSA von 621 ng/ml. {Die PSA-Werte sind nicht unbedingt vergleichbar, verschiedene Labore} Auf Anraten von Prof. Ezziddin habe ich vom 09.03.2018 an täglich eine Tablette Bicalutamid 50 mg eingenommen. Das soll die Karzinomzellen zu vermehrter PSMA-Expression stimulieren. Am 14.03.2018 Infusion von 6,9 GBq 177LuPSMA617. Während der Infusion Kühlung der Ohr-und Mundspeicheldrüsen. Am 15.03. und 16.03. jeweils ein Ganzkörperscan zur Beurteilung der Anreicherung und anschließend Entlassung. Bicalutamid 50 mg soll ich weiter einnehmen. Habe ich bis zum 22.03.18 getan und dann nach Rücksprache eingestellt. Mir geht es bestens.
       
12.04.2018 14.20 12.04.18
Termin bei Urologe 2. Das Gespräch war sehr freundlich, ihm war aber das Unbehagen anzumerken, dass ich mich für eine Therapie außerhalb der Leitlinie entschieden habe. Ich habe ihm meinen Standpunkt erörtert:
Mit einem PSA von mehreren hundert ng/ml, Gleason-Score 4+5=9 und den ganzen Metastasen sind meine Therapiemöglichkeiten sowieso schon begrenzt. OP, HIFU, daVinci usw. fallen schon mal weg. Was bleibt sind Hormon- und/oder Chemotherapie. Oder eben 177Lu-PSMA-RLT. Und da letztere die mit den wenigsten ( bei mir sogar keinen ) Nebenwirkungen ist, kommt erstmal nur die in Frage. Immerhin ist er am Ergebnis interessiert. Das kriegt er auch, mit Vergnügen. Irgendwann werde ich seine Hilfe bestimmt noch brauchen.
       
25.04.2018 10.90 25.04.18
Am 25.04.2018 Blutentnahme beim Hausarzt PSA jetzt 10,9 ng/ml
Kontrolle am 30.04.2018 in Homburg mittels 68Ga-PSMA-PET/CT. Hier ist das PSA 13,4 ng/ml. Aber, wie gesagt, sind die Werte aus zwei verschiedenen Laboren nicht vergleichbar.
Ergebnis des PET/CT : Praktisch alle Metastasen und der Primarius sind verschwunden. Weiteres Vorgehen: Alle 4 Wochen PSA-Kontrolle und anhand der Entwicklung entscheiden. Eine weitere 177Lu Therapie zum jetzigen Zeitpunkt wäre laut OA sinnlos, denn "es ist ja nichts mehr da, wo wir draufhauen können" Na prima. So kann das bleiben. Ich weiß, ich weiß, die Hoffnung stirbt zuletzt. Nächstes PSA kommt am 24.05.2018. Bin mal gespannt.

Jetzt sieht das so aus:
[img]http://up.picr.de/32709607wl.png[/img]
       
24.05.2018 19.80 24.05.18
Leider hat sich das PSA seit der letzten Messung im April fast verdoppelt. Mal sehen, wie es weitergeht. Jedenfalls fühle ich mich momentan pudelwohl.
       
23.06.2018 40.10 21.06.18
Da ich momentan noch keine Beschwerden habe, werde ich nach Rücksprache mit Prof. Ezziddin den nächsten PSA-Wert im Juli noch abwarten.
Noch eine Meldung aus einem ganz anderen Bereich, der zwar keinen Einfluss auf das Karzinom hat, aber dennoch hilfreich ist. Heute habe ich die offizielle Bescheinigung vom Sozialamt über eine Schwerbehinderung von 100% erhalten. Hilft zumindest die Steuerlast zu senken.
       
22.07.2018 68.80 19.07.18
Der PSA-Anstieg hat sich etwas verlangsamt. Dennoch werde ich am 8.8. in Homburg die zweite 177Lu-PSMA Therapie erhalten.
       
11.08.2018 68.80 19.07.18
Das PSMA-PET/CT am 6.8. zeigt 2 kleine Metastasen. Verantwortlich für den PSA-Anstieg ist also nur noch der Primarius. Dagegen will Prof. Ezziddin am 22.8. mit einer Kombination aus 177Lu und 225Ac vorgehen. Dabei soll die Ac-Konzentration deutlich geringer ausfallen als die von Lu.

Sieht jetzt so aus: https://up.picr.de/33566377zk.png?rand=1534248452
       
27.08.2018 110.80 22.08.18
Unmittelbar vor der Kombinationstherapie mit 177Lu und 225Ac ist der PSA-Wert nochmal deutlich angestiegen. Jetzt bin ich gespannt, wie sich das bis Oktober entwickelt. Bis jetzt habe ich zumindest die Therapie wieder gut vertragen und fühle mich wohl.
       
25.09.2018 25.70 20.09.18
Neuer Zwischenstand. PSA leider nicht so stark gefallen, wie erhofft. Mal sehen, wie das in 4 Wochen aussieht und vor allem was das PSMA-PET/CT dann zeigt
       
27.10.2018 20.77 24.10.18
Restaging am 24.10.2018 in Homburg. PET/CT zeigt, dass alle Metastasen verschwunden sind. Im linken Lappen der Prostata ist noch eine geringe Aktivität sichtbar. Empfehlung von Prof. Ezziddin: Bicalutamid nehmen, um einerseits vorgeschädigte Karzinomzellen zu eliminieren und andererseits sowohl das Entstehen neuer Metastasen zu verhindern als auch den Tumor klein zu halten. Diesen soll ich mit gezielter Strahlentherapie bekämpfen. Das heißt, dass ich mich jetzt auf die Suche nach einer Klinik mit modernster Technik mache, die mich unter den gegebenen Umständen auch behandelt. Spontan denke ich da an die Martiniklinik in Hamburg. Hier noch zwei Bilder. Einmal das graue zum Vergleich mit den vorherigen und einmal nebeneinander jeweils nur die Prostata zum jeweiligen PET/CT-Termin.
https://up.picr.de/34184531lk.png
https://up.picr.de/34184528hr.jpg