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letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
10.02.2017 3.90 10.02.17
Nachdem der PSA Wert innerhalb 3 Monaten von 6.8 auf 3.9 ng/mL gesunken ist, meinte der Hausarzt: Glück gehabt, keine weiteren Massnahmen erforderlich. Keine Aufklärung seitens des HA was die Messung des PSA Wertes verfälschen kann (sexuelle Aktivität, Fahrradfahren). Ersteres durchaus möglich vor der ersten Messung, vorgängiges Fahrrad fahren kann ich ausschliessen bei beiden Messungen.
       
02.02.2018 16.80 02.02.18
Der neue PSA Wert ein ziemlicher Schock bei mir. Der HA nimmt es gelassen. Der PSA Wert sei eh unspezifisch und schickt mich zu einem Ultraschall des Abdomens und der Messung des Restharns in der Blase. Ich hatte aber nie Probleme in dieser Richtung, und es wurde mir auch dort auch bestätigt, dass dieser Abdomen Ultraschall nicht geeignet sei, ein PCa verlässlich zu entdecken oder auszuschliessen. Zurück an den Absender, mit der Empfehlung ein MRI zu machen.
       
19.02.2018 16.80 02.02.18
mpMRI Befund am USZ;
In der peripheren Zone apikal posterior links, eine max. 10 x 9 mm messende, in T2 hypointense Läsion ...
Kein Hinweis auf kapselüberschreitendes Wachstum, Kein Hinweis auf Infiltration der Samenblasen.
Vergrösserter LK illiakal intern rechts. Keine metastasensuspekten ossären Läsionen.
       
06.03.2018 16.80 02.02.18
MR-gesteuerte Biopsie Befund:
Prostata Apex links: Prostataparenchym mit Infiltraten eines azinären Adenokarzinoms, Gleason 3+4. Total 3 Stanzen, weil nur in der verdächtigen Läsion gemäss MRI gesucht wurde.
       
11.03.2018 16.80 02.02.18
Der Tag, an dem ich die Biopsie Ergebnisse und damit auch die Krebsdiagnose mündlich mitgeteilt bekam.
An dem Tag begab ich mich wegen Fieber (38°C) in den Notfall wegen des Verdachts auf eine Infektion aufgrund der Biopsie durch den Darm.
       
20.03.2018 16.80 02.02.18
Entlassung aus dem Spital nach Antiobiotika Therapie (Rocephin und Amoxicilin).
       
16.04.2018 36.00 16.04.18
So, jetzt sind wir in der Live Berichterstattung angekommen.
Unterdessen Besprechungen über das weitere Vorgehen mit einem Urologen und einer Radioonkologin an der USZ haben können. Fühle mich sehr gut aufgehoben dort. Tendenz eher zur OP aufgrund jungen Alters. Fühle mich geschmeichelt, aber ich bin 50%:50% für oder gegen OP,
Wegen des vergrösserten Lymphknoten und des eher hohen PSA Wertes wird eine PSMA-PET/CT für den 24. April geplant. Heute nochmal Blut abgenommen für eine PSA Bestimmung. Es geht mir eigentlich sehr gut, ausser dass ich doch vermehrt leichte Schmerzen im Nackenbereich und oberen Rücken verspüre, die ich eigentlich bisher nie im Traum mit dem PCa in Verbindung gebracht habe, und so soll es auch bleiben. Das PSMA PET nächste Woche wird wohl Klarheit bringen.
       
18.04.2018 36.00 16.04.18
Super informative Strahlentherapie Sprechstunde gehabt am Montag und heute den PSA wert erfahren.
Keine erfreuliche Entwicklung. Gemäss Ärzte ev. auch erhöht wegen der vorgängigen Prostata Entzündung. vor 4 Wochen. Dennoch aufgrund der sich immer mehr in den Vordergrund drängenden Nackenschmerzen habe ich kein gutes Gefühl- Das PSMA PET nächste Woche wird wohl Klarheit bringen.
       
24.04.2018 36.00 16.04.18
Ga-PSMA PET/CT Bericht:
Keine PSMA-positive ossären Läsionen
Stark PSMA-positiver Lymphknoten rechts illiakal / obturatorisch (11 mm, SUVmax 13.2). Ansonsten keine PSMA-positiven Lymphknoten zervikal, thorakal oder abdominopelvin.

Der PSMA positive Lymphknoten war schon beim ersten mpMRI suspekt vergrössert. Von daher eigentlich keine Überraschung. Sehr froh war ich hingegen, dass keine Knochen aufleuchteten, da meine Schmerzen im Nackenbereich offensichtlich einer beginnenden Osteochondrose der Wirbelsäule geschuldet sind (laut CT).
       
11.05.2018 44.00 09.05.18
Der PSA Wert schreitet also munter voran. Nichts mit der Hoffnung, dass ev. die Prostata Entzündung wesentlich die Werte beeinflusst hat. Die Zeit drängt. Deshalb kurz auch eine hypofraktionierte SBRT ins Auge gefasst. Auch Protonentherapie hab ich erst erwogen beim RPTC in München.. Aber wenn man schon dank des PSMA-PET jetzt schon weiss, dass ein dicker fetter Lymphknoten betroffen ist, scheint mir weder die hypofraktionierte SBRT noch die Protonentherapie genügend erforscht für diese Anwendung als Ersttherapie.
Deshalb heute OP Termin bekommen am 31.Mai 2018. Ich denke, sie werden zumindest den grossen LK erwischen. Es würde mich auch nicht mehr aus den Socken hauen, wenn danach bald eine ADT und Bestrahlung folgen würde.
       
30.05.2018 50.23 30.05.18
Einchecken ins USZ. PSA nochmals gemessen
       
31.05.2018 50.23 30.05.18
Roboterassistierte laparoskopische radikale Prostatektomie ohne Gefäss Nervenschonung. Erweiterte pelvine Lymphadenektomie beidseits. Gemäss OP Bericht war die OP gut verlaufen und der verdächtige PSMA Pet positve Lymphknoten konnte auch gut entfernt werden.
       
06.06.2018 50.23 30.05.18
Entlassung aus dem KH. Sehr gute Betreuung seitens der Arzte, den Pflegefachleuten und den Hotellerie Angestellten. Bin erleichtert, jetzt mal diesen grossen Schritt einigermassen gut überstanden zu haben. Schmerzmittel waren nur am ersten post-OP Tag nötig und ich konnte auch schon einige Schritte wagen. Der Bauch fühlte sich 3 Tage an wie gebläht und ich war 3.5 kg schwerer nach der OP. Nach 3 Tagen hatte sich ein Ödem in den Hoden entwickelt (wie ein grosser Tennisball). Sei nichts aussergewöhnlich und werde dann schon in einigen Wochen wieder zurückgehen. Hochlagern und Eiskühlung bringen vorübergehend Linderung.
Kontinenz: Ist beim Spazieren und bei Wechsel von Liegen-Sitzen-Stehen noch nicht vorhanden. Sonst gut.
Histologie Ergebnisse stehen noch aus.

       
15.06.2018 50.23 30.05.18
Auszug aus Pathologie Bericht: pT2c, pN1 (2/27), R1*, Gleason Score 4 + 3. Prognosegruppe 3 nach WHO/ISUP.
*Nachresektat Apex posterior: Weichteilgewebe mit ausgedehnten Infiltraten eines azinären Adenokarzinoms der Prostata mit ausgedehnter perineuraler Ausbreitung.
Das Prostatakarzinom am linken Apex randbildend (Kontaktlänge zumindest 0.2 cm). Kein eindeutiges extraprostatischen Wachstum (im Apexbereich naturgemäss schwer beurteilbar).
       
13.07.2018 0.09 09.07.18
Nachsorgetermin beim Urologen. Noch kleinere Wasseransammlungen im Bauchraum im Ultraschall sichtbar. Machen aber keine Beschwerden. Sonst alles i.O. Kontinenz weiter verbessernd. 1 Vorlage/Tag. Es geht mir gut und ich gehe nächsten Montag wieder arbeiten.

PSA Wert ist etwas höher rausgekommen nach 5 1/2 Wochen mit einer theoretischen Halbwertszeit von 3.5 Tagen errechnet (0.025 ng/mL). Mit 2/27 positiven LK und einem R1 war ich eh von einer baldigen Bestrahlung ausgegangen. Urologe würde in meinem high-Risk Fall sogar eine adjuvante RT befürworten, das heisst gar nicht abwarten bis ein biochemisches Rezidiv offiziell ist (2 Werte > 0.20 ng/mL). Nächster PSA Wert soll in 4 Wochen gemessen werden.
       
12.08.2018 0.09 03.08.18
Habe noch einen alten PSA Wert von 2.5 ng/mL vom Jahr 2013 (Alter 54) interessehalber nachgefragt und erhalten. Natürlich gilt für die Hausärzte der vom Testhersteller mitgegebener "Normalwert" und der war damals und heute immer noch bei 4.0 ng/mL. Also kein Grund zum Handeln. Vielleicht hätte man schon damals bei einer Biopsie schon Krebs gefunden, vielleicht auch schon operiert. Hätte es etwas gebracht ausser den Nebenwirkungen ?. Ich weiss es nicht. Die Aussaat für den dieses Jahr entdeckten dicken fetten Lymphknoten muss jedenfalls schon vor vielen Jahren stattgefunden haben. So habe ich immerhin 5 Jahre mit sehr guter Lebensqualität erleben dürfen.

So, wieder zur Gegenwart. PSA ist 0.09 ng/mL. Gleich viel wie vor 4 Wochen. Bei einer R1,N1 Situation eigentlich gar nicht so übel. Eine adjuvante Bestrahlung wurde schon nach der letzten Messung diskutiert, daran hat der neue Wert nichts geändert. Ob mit oder ohne neoadjuvante ADT ? Wird wohl noch am Tumorboard besprochen werden.

Es geht mir sehr gut. Kontinenz weiter verbessert, aber noch nicht 100%.