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letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
18.05.2017 0.01 11.05.17
- "Disclaimer"-
Dies alles - Verlauf, Behandlung usw.- ausschließlich aus meiner eigenen subjektiven (!) Sicht als Patient gesehen. Insofern stellt Nachstehendes keinerlei ärztliche Auskunft, sondern nur die Ansicht einen Betroffenen dar.

Aktualisierung am 09.11.2017 - "als Patient"-
Mein Dank an alle an der Diagnose, OP und Behandlung beteilligten Ärzte/Mediziner.
Da `myprostate(AD)de` eine "offene Seite" ist, hier leider nur anonym d.h. ohne weitere Namensnennung.

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Zur eigenen Prostatageschichte:
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1993 spontane mittlerer Nierenkolik,
(spontaner Steinabgang, klein aber scharfkantig, dasselbe nochmals 1994).
Somit Überweisung vom Hausarzt zum Urologen zur Kontrolle.
Damit erste Prostatauntersuchung plus PSA-Messung ohne Befund.
In den Folgejahren dann regelmäßige Kontrolluntersuchung beim Urologen.
Ab etwa 1999 (auf eigene Kosten, da GKV):
PSA- Messung(siehe Tabelle) In zwei Fällen hatte der Urologe eine zur Kontrolle eine Zweitmessung (dies dann als Kassenleistung) veranlaßt.
Lt. Urologe wäre alles in Ordnung (im Sinne "watchful waiting"): alles sei altersgemäß, man brauche sich keine Sorgen machen. Die PSA-Werte stiegen 2004 langsam an, blieben aber bis 2014 auf einem "Plateau". Die Urogenitalgegend war Schmerzfrei, d.h. es bestand kein eigentlicher "Leidensdruck".

Rückschau:
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Ab etwa 2007 wäre eigenes Nachfragen dringendst notwendig gewesen, speziell betreffs der zwangslos als "alterstypisch" einzuordnender Beschwerden (u.a.: nachts 2 bis 3-mal auf Toilette, gelegentliche unklare Schmerzen im Hodenbereich z.t. auch Leistenbereich rechts bei langem Sitzen, dazu langsam zunehmende Einschränkungen Libido).
Diese Einschränkung nahmen in den Folgejahren ab etwa 2007 eher "schleichend" zu - "alterstypisch" eben.
Regelmäßige PSA-Bestimmung erfolgte, Werte siehe Tabelle.
Dazu: Ultraschalluntersuchung der Nieren plus Tastuntersuchung Prostata (in zwei Fällen ergänzend Tastuntersuchung im Hodenbereich o.B.).
Den von mir erwähnten gelegentlichen Schmerzen im Leistenbereich wurden vom damaligen Urologen nicht nachgegangen.
Februar 2013: PSA 4,35
Seit 2013: Subjektiv merkbare Funktionseinschränkungen.
Januar 2014: PSA 4,76 (letztmals beim genannten Urologen)
Im 2014 Oktober dann Funktionsstörungen erstmals eindeutig in Form der sog. "trockene Erektion".
Dazu ab Oktober gelegentlich leichte Kopfschmerzen unklarer Herkunft.
Aus verschiedenen Gründen
(berufliche Belastung, da gerade im letzten Arbeitsjahr d.h. Renteneintritt Anfang 2015) -
erst Januar 2015 entschloß ich mich zum Arztwechsel, d.h. Wechsel des Urologen.

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Januar 2015: neu angefragter Urologe.
Tastbefund Prostata: "nicht eindeutig Negativ" .
Daraufhin Antibiotikabehandlung und erneute PSA Messung.
April 2015: PSA 5.6. (Januar 2014 war 4,76)
In Auswertung wurde zu einer Biopsie geraten, der ich zustimmte.

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Biopsie am 08.06.2015:
Ambulant. Subjektiv absolut sehr schmerzhafte Angelegenheit im Enddarmbereich.
Verlauf regelrecht, nur örtliche Betäubung, dank Antibiotika keine Infektion. Allerdings: 3 Stunden danach ein streßbedingter Blutdruckanstieg auf 180! Etwas Blut im Urin und erheblich im Stuhl. Mein Enddarm bzw. die betreffene Gegend schien durch die 14 Stanzen kurzzeitig, (d.h. über 6 Stunden hinweg) regelrecht geschockt zu sein. Besserung dann ab 4 h nach Biopsie. Normalisierung Stuhl innerhalb einer Woche. Der Restschmerz im Enddarm war nach 2 Wochen weg, Stuhlgang war dann auch wieder regelrecht. Am zweiten Tag nach Biopsie zwei mal kurzzeitigen Beeinsträchtigungen des Harnstrahles- die sich aber mit spontaner Ausschwemmung mehrerer Zusammenballungen("Propfen") von selbst normalisierten.
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Aus dem Pathologischen anatomischen Gutachten des Institutes XXX vom 10.06.2015
Mikroskopie:
Erste bis 14.te Prostatastanzbiopsate mit fibromuskulärem Stroma und eingelagert zahlreichen Drüsenverbänden mit teils papillär aufgefaltetem Epithel. Kein Nachweis atypischer Zellverbände. Die Zweireihigkeit des Epithels ist erkennbar. Schütteres , herdförmig akzentuiertzes und lymphoides Entzündungsinfiltrat. In den Stanzen 3, 5, 6, 8, 10, 11, 12, 13,und 14 sind atypische kleindrüsige und auch großdrüsige Proliferate nachweisbar. Rücken an Rücken gelegene Tumorverbände mit hyperchromatischen und pleomorphen Kernen mit zum Teil distinkten Nukleolen.
Stanze 1 (SBR) -
Stanze 2 (SBL) -
Stanze 3 (BR) 5% Infiltration, Gleason-Score 6 (3b+3b)
Stanze 4 (BL) –
Stanze 5 (MR) 10% Infiltration, Gleason-Score 8 (4a +4a)
Stanze 6 (ML) 10% Infiltration, Gleason-Score 8 (4a+4a)
Stanze 7 (AR) –
Stanze 8 (AL) 20% Infiltration, Gleason-Score 7 (3b+4b)
Stanze 9 (MLR) –
Stanze 10 (MIL) 80% Infiltration, Gleason-Score 6 (3a+3b)
Stanze 11 (BLR) 5% Infiltration, Gleason-Score 7 (3b+4b)
Stanze 12 (BLL) 10% Infiltration, Gleason-Score 7 (3b+4b)
Stanze 13 (TRR) 80% Infiltration,Gleason- Score 7 (3a+4b)
Stanze 14 (TRL) 30% Infiltration, Gleason-Score 6 (3b+3b)
Kritischer Befundbericht:
Erste bis 14.te Prostatastanzbiopsate mit Infiltraten eines mittelgradig differenzierten, primären, invasiven Adenokarzinoms der Prostata mit Infiltration von 9/14 Stanzen.
Gleason-Score: 7 (3b+4b)

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Vom behandelnden Urologen XXX wurde nach Abwägung zur "offenen OP" geraten
(Zweitmeinung: Upgrade auf Gleason 4a +4a = 8 , (9/14),T2c).
Resümè: Richtige Entscheidung!
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Die offene OP Erfolgte im Prostatazentrum XXYY am 02.07.2015
Die Operation erfolgte nervschonend. Nach meiner Überzeugung äußerst sorgfältig.
OP-Dauer: Nach Info mehr als 4 Stunden. KH- Aufenthaltsdauer: 8 Tage.
Besonderheiten: Trotz subjektiv starken "Stuhldrang" drei Tage gar kein Stuhlgang. Es kam der Hinweis, auf keinen Fall stärker zu "pressen" (wäre auch gar nicht gegangen). Dank "Makrogol" kam der Stuhlgang dann am Montag d.h. 3 Tage nach der OP. Für mich subjektiv äußerst positiv. Man fühlte sich quasi "wieder über den Berg...."
Da seitens der Ärzte auf schnelle "Mobilisierung" Wert gelegt wurde, war ein leichtes Umherwandern erfreulicherweise schon am Tag nach OP erlaubt. Zu Bewerkstelligen und manchmal echt schwierig war dabei der Umgang mit Katheder und Drainage (Stolpergefahr mit Gefährdung der inwendigen "neuen Verbindung"). Der per Ballon gesicherte Katheder funktionierte wie erwartet, allerdings trat regelmäßig (ca. all 2 bis 4 Stunden) ein leichter bis mittlere, eng begrenzte Krampf (subjektiv von 20 Sekunden) im "Schließbereich" auf. Subjektiv gesehen war der Schließmuskel mit dem "Fremdkörper" absolut nicht einverstanden. Dieser Effekt war nach dem Ziehen des Katheders sofort verschwunden.
Vor dem Ziehen des Katheders wurde eine Dichtheitsprüfung mit Kontrastmittel gemacht.
Die Sache blieb erfreulicherweise dicht....Ich hatte sorgfältig den Hinweis befolgt, in den ersten Tagen regelmäßig alle zwei Stunden oder öfter auf die Toilette zu gehen - auch Nachts (!).
Resümè: Positiv , auch die im KH rundherum erhaltene OP- Nachsorge.
Leider, während der OP und in Auswertung wurde auf Gleason 9 sowie pT3b befunden.
So daß für die Prognose sowohl von Herrn Professor als auch vom Urologen gleich und ohne Diskussion auf weitere Nachbehandlungen und deren unbestimmtbare Dauer orientiert wurde.
(Ausschlaggebend der Kapseldurchbruch (an drei Stellen) und der (hohe) Gleason 9).
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Hier an dieser Stelle ein Auszug aus dem Laborbericht des Pathologischen Institutes XXX:
Histologie: Schlecht differenziertes Adenokarzinom der Prostata mit kapselüberschreitendem Wachstum sowie Infiltration beider Samenblasen.
Geschätztes Tumorvolumen 30% (6ml).
Primärer Gleasongrad: 5 (70%). Sekundärer Gleasongrad: 4 (30%).
Mikroskopisch: Resektionsrandinfiltration apikal rechts auf einer Strecke von 0,5 mm sowie basal rechts auf einer Strecke von 0,1mm.
Karzinominfiltrierte Absetzung des Ductus deferenz rechts.
Maximaler Gleasongrad am Resektionsrand :4
Kapselanteile am Infiltrierten Resektionsrand: Ja
Lymphknoten rechts: 0/3. Lymphknoten links: 0/2
G3, Gleason 5+4, pT3b, N0(0/5), cM0, L1, V0, Pn1, R1. (Bericht des Path InstututesXXX) Hinweis : Im OP Bericht steht dagegen: G3, Gleason 5+4, pT3b, pN0, cM0, R1)
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Kur(Anschlußheilbehandlung AHB):
Erfolgte auf Antrag bei der Rentenversicherung. Direkt im Anschluß Juli/August eine 3-wöchige Kur in der auf Prostatapatienten spezialisierten Vogtlandklinik in Bad Elster.
Obwohl ich über das ganze Arbeitsleben (Bemerkung: in Deutschland) bei der GKV versichert bin (!!!) war im Vorlauf der Kur ein regelrechter Kampf mit der zuständigen Rentenversicherung nötig, sowohl
- zur Klärung der "Zuständigkeit" (dh eigenes Nachgraben in den Vorschriften wurde erforderlich) als auch
- um eine direkt auf "Prostata" spezialisierte Kureinrichtung zu besuchen zu dürfen.
Der Kurverlauf selbst, d.h. medizinischen Betreuung und den diversen Anwendungen (Schwerpunkt Mobilisierung) war rundum aus meiner Sicht sehr positiv, u.a. auch die Möglichkeit, die tägliche Arztsprechstunde im Haus nutzen zu können.
Bemerkung zum RehaSport: Auf meine Bitte hin, da starke Schmerzen im Sitzbereich (subjektiv: Bereich innerer Enddarmbereich) und zwar immer erst einen Tag nach (!!) größerer Belastung (egal, ob Treppensteigen, Ergometer usw.) wurde nach Rücksprache mit den Sportlehrern das Fahradergometer weggelassen - und auch die Belastung im Fitnessbereich minimiert (d.h. alles, was den OP-Bereich tangieren könnte). Damit hatte ich dann und auch im späteren keine weiteren Komplikationen bei der äußeren und inneren OP-Wunden.

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September 2015: Postoperativ ein Abfall des PSA: 0,55 (d.h. 2 Monate nach OP). Eine früherer Messung wurde vom Urologen als auch vom Operateur als nicht aussagekräftig erachtet. Damit weitere Maßnahmen wie geplant.
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Adjuvante Bestrahlung der Prostataloge:
Oktober und November 2015 im Uniklinikum XXXX.
"Tomotherapie" mit 6 MV-Photonen in Schritten à 2 Gy. Summe im Zielbereich 70 Gy (!). Laufend täglich außer Sonntag. Vorab CT- gestützte 3-D-Planung.
Gute Beratung durch die Strahlenärzte und freundliches Personal. Auf Anfrage konnte ich beim Strahlenphysiker vorab den Bestrahlungsplan einsehen. Man versteht, daß auch bei größtmöglicher Konzentrierung auf die Prostataloge der direkt benachbarte Enddarmabschnitt (!) eine erhebliche, und auch weitere umliegende Organe eine zwar geringere, aber nicht unerhebliche Dosis abbekommen
Vom Strahlenarzt erhielt ich abschließend den (lebens)wichtigen Hinweis, bei allen unklaren Problemen im Bauchbereich dies in jedem Falle zeitnah fachärztlich abklären zu lassen.
Nebenwirkungen:
Zunächt keine, aber dann nach einer Woche leichte Bindehautentzündung beider Augen (ob ein Zusammenhang besteht weiß ich nicht) .Nach etwa 10 Bestrahlungen, wie erwartet gesteigerter Harndrang und drastische (!) Reduzierung der Urin-Haltemenge (zuletzt max. 50 ml!!).
Weiterhin wie erwartet im 2. Drittel der Bestrahlungszeit progressiv zunehmende Enddarmprobleme. Zum Glück waren dann die in Summe geplanten 35 Bestrahlungen erreicht.
Die (medizinisch)"leichtgradige Defektionsbeschwerden") waren in meinem Fall innerhalb eines Monats abnehmend und nach einem Jahr nicht mehr auffällig.
Ich war heilfroh, letztlich dem Rat der Urologen zur offenen OP gefolgt zu sein.
Eine kurative Bestrahlung mit einer 1/3 höheren Enddosis hätte vermutlich wesentlich höhere "statistische" Nebenwirkungen gehabt.
(Die "stochastischen Nebenwirkungen" der Teilkörperbestrahlung klammere ich hier in diesen Betrachtungen mal ganz aus...).
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Nach adjuvanten Bestrahlung der Prostataloge erfolgte im Dezember 2015/ Januar 2016 eine Zweitkur. (Anschlußheilbehandlung)
Erfreulicherweise war nach erneuter Intervention bei der zuständigen Rentenversicherung die Kur dann doch wieder im og. "Vogtlandklinikum" Bad Elster möglich.
Erneut aus meiner Sicht dort alles positiv, gerade auch von den Kuranwendungen her ("Beckenbodentraining" usw.) Gerade nach der Bestrahlung war es für mich wichtig, das sich das Haltevermögen des Blasenmuskels wieder normalisieren konnte.
Ich denke, das "Beckenbodentraining" und auch das Wandern hat sich positiv ausgewirkt.
Dazu kommt die Kurkarte für die dortige Heilquelle - und natürlich deren mineralsalzhaltiges Heilwasser...
Dass sich damals der große Johann Wolfgang von Goethe positiv über das "saure Heilwasser" der Elsterquelle ausgesprochen hat ( in "Herrmann und Dorothea") sei hier am Rande erwähnt.
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PSA - Verlauf vgl. Tabelle:
postoperativ (Sept 2015): PSA 0,55 ng/ml)

PSA Januar 2016. PSA: 0,5 ng/ml ( nach adjuvanter Bestrahlung der Prostataloge Okt- Dez 2015)

Damit leider nur geringer PSA -Verminderung - Ein schwerwiegendes Argument für die geplante Behandlung mit Bicalutamid.
Daher im Januar 2016 Bestrahlung der Mammae und Umgebung(etwa handgroßer Bereich frontal mit je 4 Gy (Elektronenfeld am Beschleuniger) in 3 Sitzungen. Insgesamt 12 Gy zur Vorbereitung auf die weitere Behandlung. Nebenwirkung Elektronenfeld: an einzelnen Stellen (nicht flächig) leichte Hautrötung (wie Sonnenbrand) nach einer Woche komplett verschwunden.
Januar 2016: Start der Behandlung mit 150 mg Bicalutamid/Tag.
PSA: März 2016: 0,026 ng/ml.

PSA: Herbst 2016: kleiner 0,015 ng/ml (weitere siehe Tabelle)

PSA: Herbst 2017: kleiner 0,014 ng/ml (aktueller Wert)

Nächster vom Urologen vorgegebener Kontrolltermin: I. Quartal 2018.
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Kontinienz.:
Ist erhalten. Problem: Geringe Haltemenge im Mittel von 150ml. (max. etwa 300 ml) Aus Erfahrung versuche ich regelmäßig alle 3 Stunden zur Toilette zu kommen (das war aber auch schon vor der OP so) und auf keinen Fall über die Maßen zu warten. Falls nicht, passierte es, daß der "Öffnungsmechanismus" für eine gewisse Zeit quasi unliebsam beeinträchtigt ist, d.h. Schwierigkeiten beim Öffnen. Dazu passt, das im "Beckenbodentraining" in der Kur mehrfach darauf hingewiesen wurde, daß man den Schließmuskel zwar trainieren, aber auf keinen Fall überlasten sollte. D.h. Austesten....
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Nebenwirkungen Antiandrogene Behandlung mit Bicalutamid:

Eindeutig aufgrund von Bica!!
- Meist früh leichte Rücken/Schulterschmerzen, werden im Tagesverlauf geringer.
- Zunahme der Brustgröße beidseitig: Morgens beim Aufstehen leichter Schmerz, quasi "Ziehen", danach schmerzfrei.
- Wie erwartet: Starke Beeinträchtigung Libido/Potenz (d.h zusätzlich zum "altersbedingten" Abfall).

Unklar: Vom Bicalutamid?
--Verminderung des Harnstrahls (Subjektiv: Verminderung Strahlstärke auf 2/3 nach 1 1/2 Jahren Bica)
- Gelegentlich eine gewisse Müdigkeit

Unklar: Von Bestrahlung Prostataloge?
März 2016 (d.h. vier Monate nach Bestrahlung) - beginnend mit leichten Bauchschmerzen - manifestierte sich unvemittelt eine lt. Diagnose "schwere einfache Divertikulitis".
Vom der Zeitschiene her könnte dies durch die adjuvante Bestrahlung induziert worden sein.
Da sich das "Bauchproblem" ausgerechnet vor Ostern manifestierte, mußte ich zur UNI- Notambulanz.
Dort "rettete" mich der Hinweis auf die adjuvante 70 Gy- Bestrahlung! Ansonsten wäre ich vom Eingangspersonal mit Hinweis auf Überfüllung ("was: nur leichte Bauchschmerzen?") gnadenlos wieder weggeschickt worden(!!). Der Assistenzarzt wurde nach Blutbildansicht (Entzündungsparamter) sehr ernst und veranlaßte (Mitternachts!) sofortige Ultraschallkontrolle: Positiver Befund. Er behandelte mich mit Zustimmung seines Oberarztes ambulant (da vor Ostern). Verordnet wurden zwei starken Antibiotika à 7 Tage mit extremen Nebenwirkungen: Auffällig: etwa 2 Stunden nach erster Einnahme Schüttelfrost. Gleichzeitig bemerkte ich ein so noch nie dagewesenes "Brennen" auf der Bauchdecke. Tags drauf war dies Gottseidank verschwunden.
Aber in Folge merkbare Verminderung der Harnstrahlstärke und Stuhlprobleme - dies über die gesamte Dauer der Antibiotikaeinnahme. Nach drei Tagen schnell Besserung. Währenddessen Diät und Stuhlregelung mit Makrogol entsprechend Verordnung. Seltsam, während des ganzen Verlaufes kein (!!) Blut im Stuhl.
Noch seltsamer, (aber erfreulich) nach knapp zwei Wochen Darmspiegelung ohne Befund (!!)
Allerdings stellte der Facharzt bei der Spiegelung eine " deutlich stärkere Adernzeichung" speziell im Enddarm fest.
Seitens Hausarzt erneut Ultraschall. Nach zwei Wochen ebenfalls ohne Befund- der Hausarzt war sehr verwundert...
Entzündungsort im Bauchbereich könnte somit eine mittelfristige Folge der Bestrahlung der Prostataloge bzw. Bauch allgemein (inclusive OP-Nähte) sein. Diese Vermutung wurde vom anschließend dazu befragte Strahlenarzt nicht ausgeschlossen (im Darmbereich sind ja nun einige Dutzend Gy angekommen). Früher tolerierbare Überlastungen im Darmbereich (z.B Essendruck, spez. blähende Speisen, mechanische Bewegung, Belastung) können jetzt also unerwartete Folgen haben. Ein Grund zu künftiger Vorsicht- (Bauchbereich, beim Essen, allgemein...)
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Knochendichtemessung Juni 2017
Positive Nachricht vom Orthopäden: Der Meßwert ("BMD"-Index) liegt altersentsprechend "Gut" d.h. im "blauen Bereich". Damit kann aus wenigstens aus dieser Sicht die antiandrogene Behandlung mit Bicalutamid weitergehen....
Gemessen wurde an den Rückenwirbeln L1 bis L4 und am rechten Femur (Oberschenkelhalsknochen). Interessante Empfehlung: "....30 Min Sonnenlichtexposition an Armen und Gesicht....alternativ Supplementierung (!) von 800- 2000 IE Vitamin D3 oral täglich..."
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Rückschau Dezember 2017:
-Seit etwa einem Jahr nach OP und Bestrahlung sind Kurz/mittelfristige Zielsetzungen wieder machbar (u.a. ab Wochenendkurzurlaube mit Autofahrten wieder selbst).
- Selbsthilfegruppe Prostata : Teilnahme ab Herbst 2016 (einschließlich Seniorensport)
- dadurch ermutigt zusätzlich Sport im Verein ab Mai 2017.
- Reisen: Mit Einschränkungen normal belastbar: Z.B. März/ April 2017 (da kam viel Gutes zusammen), um Ostern herum erstmals wieder ein Langstreckenflug à 15 Stunden (!) via Singapore nach Indonesien. Nach Maluku, ganz im Osten, auf einer der kleinen Inseln dort... Besuch bei guten Freunden... Ein ganz besonderes Erlebnis war natürlich die Osterzeit und die Osterfeier in der Dorfkirche (Gereja Prostestan Maluku). Vier Wochen unter`m Aequator bei 30 C° und geschätzten 90 % Luftfeuchte, auf einer Insel ohne Klimaanlage (!). Alles gut vertragen. Vielleicht auch, weil dort einfach das landestypische (gesunde) Essen auf dem Tisch stand: Fisch in allen Variationen, Reis, Sago, Gemüse, dazu Papaya, Sirsak... - und alles ohne die hierzulande anzutreffenden Zusatz/Konservierungsstoffe....(mit einer Ausnahme: das in der chinesischen Küche verwendete Glutamat). Das motiviert doch sehr für die kommende Zeiten....
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Vorausssichtliche Dauer der Therapie mit Bicalutamid:
entsprechend Leitlinie- lt. Info Urologe wenigstens 2 1/2 Jahre. d.h. ohne Unterbrechung.
So wie ich es verstanden habe, ist nach aktuellem Wissenstand bei Gleason 9 und pT3b und R1 eine erweiterte Therapie für eine bessere Zukunft unbedingt besser als eine Unterlassung.

Aktuell nächster planmäßiger Termin Urologie: I. Quartal 2018