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letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
11.05.2004 - -
Seit 1994 in regelmäßigen Abständen Vorsorgeuntersuchung. PSA-Werte immer, zuletzt 2002 im Normbereich. Jetzt 2004, erstmals PSA im Kontrollbereich.
       
03.06.2005 4.00 03.06.05
Erste Kontrollmessung in kürzerem Abstand, noch durch Hausarzt
       
04.10.2005 3.80 04.10.05
Kontrolle nach weiteren 3 Monaten beim Hausarzt. Zunächst Entwarnung.
       
02.05.2006 4.80 02.05.06
Dieser Kontrollwert veranlasste den Hausarzt mich zum Urologen zu schicken.
       
13.06.2006 4.85 13.06.06
Nach den steigenden PSA-Werten seit 2004, von 4,0ng/ml auf zuletzt 4,85ng/ml wurde ein Termin zur stationären Biopsie festgelegt.
       
26.07.2006 4.92 26.07.06
Die Biopsie erfolgte in Analgesie, so wie man das auch von der Magenspiegelung kennt, dass vollkommen ohne Schmerzen die Gewebeproben entnommen werden konnten.
Das Ergebnis der Biopsie wurde mir am 03.08.2006 eröffnet:
cT2a Gleason Score 3+3=6 Eine von 12 Stanzen mit 5% eines mäßig differenzierten Adenokarzinoms befallen.

Zur Kontrolle wurde eine histochemische Untersuchung am Institut für Onkologische Chemie durchgeführt, welche das Ergebnis bestätigte.
Des weiteren erfolgte eine CT von Bauchraum und Becken sowie eine MRS der Prostata, um die Ausdehnung des Tumors besser einschätzen zu können. Kein Verdacht auf Kapselüberschreitung oder Lymphknotenbefall.

Mein Urologe hat mich mit Informationsmaterial über alle Therapiemöglichkeiten versorgt und für Ende August zu einer Besprechung zwecks Entscheidungsfindung einbestellt. Diese Besprechung fand am 29.08.2006 statt.

Aufgrund meines Alters (62J) der körperliche Fitness und der Möglichkeit, wie alle meine Familienangehörige relativ alt zu werden, entschloss ich mich zur RPE.

       
13.09.2006 5.30 13.09.06
Die radikale, retropubische Prostatatektomie wurde am 14.09.2006 im Prostatazentrum Düsseldorf, mit dem beidseitigen Erhalt der neurovaskulären Bündel, durchgeführt. Die Ligaturen zur Blutstillung erfolgten mit Nahtmaterial ebenso die Anastomosenaht. Titanclips wurden nicht verwendet. Die reine Operationszeit betrug gemäß OP-Bericht 115 Minuten.

Am 15.09.2006 wurde ich von der Wachstation zurück auf die Allgemeinstation verlegt und habe am Nachmittag die ersten Schritte selbständig im Zimmer unternommen. Diese Mobilisierung setzte ich am nächsten Tag über den Stationsflur fort und begann am 3. postoperativen Tag, nachdem ich von den Infussionsschläuchen befreit war, die 4 Stockwerke des Hauses über das Treppenhaus zu begehen. Von diesem Zeitraum an, brauchte ich auch keine Schmerzmittel mehr.

Ärzte, wie Pflegepersonal, waren jederzeit für mich ansprechbar.

Katheterpflege und Verbandwechsel fanden immer im Behandlungszimmer statt. Obwohl die Urologische Abteilung des Hauses noch unrenoviert war, gab es weder im Zimmer noch an den sanitären Einrichtungen irgend etwas zu bemängeln.

Am 9. postoperativen Tag wurde der Harnröhren-Katheter gezogen. Die Anastomose war dicht. Obwohl sich nach dem Ziehen des Katheters die Blase ohne mein Zutun und der Möglichkeit des Aufhaltens vollständig entleerte, konnte ich anschließend sofort kontrolliert das Wasser lassen.

Am 25.09.2009 wurden der Bauchkatheter und die Bauchklammern entfernt, sodass ich am 27.09. beschwerdefrei nach Hause entlassen werden konnte.

       
27.09.2006 0.28 27.09.06
Da der inzwischen vorliegende postoperative pathologische Befund den Stanzbiopsie-Befund mit pT2a L0,N0,Mx und R0 bestätigte, fiel mir nun endlich der berühmte Stein vom Herzen und ich konnte beruhigt nach Hause gehen.

       
04.10.2006 0.28 27.09.06
Vom 04.10. - 01.11.2006 habe ich in der Klinik Quellental in Bad Wildungen-Reinhardshausen eine AHB durchlaufen, der ich sicher zum Teil meine vollständige Kontinenz, schnellere Genesung und dem Umgang mit dem Problem der Potenzschwäche, zu verdanken habe.

Diese AHB-Klinik, die fast ausschließlich männliche Patienten mit Tumorerkrankungen des Urogenitaltraktes versorgt, ist ständig mit 5 versierten Urologen, gutem Pflegepersonal, Psychotherapeuten und hervorragenden Physiotherapeuten besetzt, die sich mit den speziellen Problemen der Inkontinenz und Impotenz nach RPE auskennen.

       
06.10.2006 0.01 05.10.06
Zur besseren prognostischen Einschätzung und Stadium-Therapievergleich wurde außer der histologischen Aufarbeitung und Beurteilung durch den Pathologen am Institut für Onkologische Chemie der UKD eine Gen-Chip-Analyse der Prostata vorgenommen, bei der die äußerst günstigen Parameter bestätigt wurden. Dieser Onko-Chip soll bei einem evtl. Rezidiv, die Marschrichtung für das weitere Vorgehen mit bestimmen.

       
12.11.2009 0.01 06.02.09
Seit frühem Mannesalter Sigmadivertikulose bekannt. Nach vielfachen ab 2008 rezidivierenden Divertikulitiden, mit zuletzt CRP-Werten von 120 mg/l, jeweils antibiotisch behandelt, wurde die konventionelle Sigmaresektion vorgenommen.
OP-Verlauf:
Wiedereröffnung der Medianlaparotomie, Lösen von deutlichen Verwachsungen zwischen den Dünndarmschlingen, Situsexposition: Das Sigma ist erheblich postentzündlich verändert, deutlich mit dem Retroperitoneum verwachsen, möglicherweise Folge der retroperitonealen Lymphadenektomie bei Prostatakarzinom. Inzision der peritonealen Plikatir, aufwendige Identifikation des linksseitigen Harnleiters, welcher engen Kontakt mit dem Sigmadivertikulitis-Tumor hat und daher auf ganzer Strecke ureterolysiert werden muss. Dies ist in dem sehr vernarbten Retroperitoneum problematisch. Sodann darmwandnahe Skelettierung der Sigmoidalarterien, lyraförmiges Umschneiden des Beckenbodens und Mobilisation des proximalen Rektumdrittels, queres Durchtrennen des Mesorektums und Absetzen des Colon descendens bzw. des proximalen Rektumdrittels mit Elektrokauter. Termino-terminale Descendo-Rektostomie mittels fortlaufend geführtem, allschichtig gestochenem Monocryl 4.0-Faden.
Suffiziente Nahtverbindung, Spülung, schichtweiser Wundverschluss und steriler Verband.
       
15.11.2011 0.01 09.11.11
Jetzt 5 Jahre nach meiner RPE habe ich keinerlei Beschwerden, hatte nie Harninkontinenz und bin abgesehen von der ED, die ich aber auch in gewisser Weise meinem Alter zuschreibe, sehr mit meiner damaligen Entscheidung zufrieden.
       
06.09.2012 0.01 06.09.12
Anlässlich einer allgemeinen Früherkennungs-Untersuchung beim Hausarzt wurde die Diagnose Diabetes II gestellt, die aber mit entsprechender Medikation im Griff ist. z.Zt 500mg Metformin 1-0-1
Das mitgemessene PSA ist weiterhin auch beim ultrasensitiven Messverfahren mit <0,003mg/ml im unauffälligen Bereich.
       
02.02.2015 0.01 02.02.15
Bei der heutigen urologischen Kontrolluntersuchung, wurde ein möglicher Polyp im Enddarm bei der Tastuntersuchung vermutet. Proktologische Abklärung empfohlen.
       
21.08.2015 0.01 02.02.15
Nach der vom Urologen empfohlenen Enddarmuntersuchung, wurde in der Städt-Klinik-MG-Rheydt blutende und prolabierende Hämorrhoiden III° bei 3 und 7 Uhr in SSL(SteinSchnittLage-Rückenlage) festgestellt. Per THD (Arterienligatur) wurden die Hämorrhoiden vollkommen schmerzlos entfernt und der Prolabs gerafft.

Die THD-Methode ist empfehlenswert, weil kaum Nebenwirkungen/Schmerzen zu erwarten sind!
Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=4hbQnWuK6p8
       
14.02.2017 0.01 14.02.17
Bei der DRU des Urologen sehr starke Schmerzen im Afterbereich, Untersuchungsfinger blutig. Hämorrhoiden unwahrscheinlich deshalb dringend zur proktologischen Abklärung geraten.
Das Erfreuliche der Nachsorgeuntersuchung beim Urologen, ich bin seit mehr als 10 Jahren frei von Prostatakrebs.
       
21.02.2017 0.01 14.02.17
Stationäre Untersuchung vom 21.02.2017 - 23.02.2017 Städt - Klinik MG-Rhydt
- 21.02.2017 Coloskopie mit Entfernung von 1 Rektumpolyp und 2 Colonpolypen. Schließmuskelnahe Rektum-NPL
- 22.02.2017 PE der Rektum NPL in Vollnarkose
- 23.02.2017 Pathologie: Anteile eines mittelgradig differenzierten, ulcerierten Adenocarcinoms des Rektum mit unterminierendem Tumorwachstum bis an den Schließmuskel heranreichend.
Malignitätsgrad: G2 ICD-0: M8144/3, ICD-10-SGBV: C20
am gleichen Tag: CT, MRT Endorektale Sonographie, kein Anhalt für LK-Beteiligung

Planung:
Am 13.03.2017 Vorgespräch zur neoadjuvanten kombinierten Chemo/Strahlentherapie UniKlinik Düsseldorf bei Prof. Dr. Budach. Neoadjuvante Therapie ist zur Verkleinerung des Tumors erforderlich, um bei der nachfolgenden Operation den Schließmuskel schonen zu können.
Danach, in ca. 10 Wochen ist dann die operative Revision des Rectum-Ca in MG-Rheydt bei Prof. Dr. Horstmann vorgesehen.
Heilungschancen liegen statistisch bei 75 - 80%
       
27.03.2017 0.01 14.02.17
Nun bin ich mit meiner neuen Baustelle in der Strahlenklinik der UKD zunächst stationär.
Geplant sind 28 Bestrahlungen mit dem RapidArc im täglichen Rhythmus von Mo - Fr.
Außerdem werden in der 1. und 4. Woche parallel dazu 2000 mg 5-Fluorouracil in je 1000 ml NaCl i.v. appliziert.
30.03.2017 Die ersten Bestrahlungen und auch die Chemo, habe ich, außer einem leichten Blutdruckanstieg, gut vertragen.
Ab der kommenden Woche, werde ich die Bestrahlung im werktäglichen Rhythmus ambulant weiter führen.
Durch diese neoadjuvante RadioChemo, sollen sich die Heilungs-Chancen auf bis zu 90% erhöhen, was ja in etwa den gleichen Bedingungen vor meiner Prostata-Krebs-Operation entspricht.

Ich bedaure sehr, dass es über andere Krebsarten keine solche Datenbank wie diese, im deutschsprachigen Raum gibt und hoffe deshalb, hier mit diesem Problem weiter geduldet zu sein.

       
30.10.2017 0.01 14.02.17
Hier der Link zu meiner neuen Baustelle, welche ich im Darmkrebsforum genauer beschreibe.
https://www.darmkrebs.de/forum/darmkrebsforum/14903