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letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
10.03.2010 - -
DRU, TRUS, Knoten getastet
       
23.03.2010 - -
23.03.2010 F18 Cholin PET/CT, Cholin-Anreicherung (SUVmax = 7.15) im rechten Prostatalappen, Ergebnis kompatibel mit Prostata-Karzinom
       
23.08.2010 4.76 16.08.10
Biopsie, Gleason-Score 4+3=7
       
20.09.2010 4.76 16.08.10
20.09.2010 Da-Vinci-Radikale Prostatektomie mit pelviner Lymphadenektomie
TNM: pT2c, pN0 (0 von 15), L0, V0, Pn1, M0, C2
Gleason-Score 4+3=7b
       
01.02.2011 0.90 10.01.11
MRT-Spektroskopie: Verdacht auf periurethrales Gewebe, vereinbar mit residuellem Prostatagewebe, Prostatakarzinom-Infiltration, Durchmesser 3 mm, kein Nachweis pathologisch vergrößerter Lymphknoten regional.
       
08.02.2011 0.90 10.01.11
Cholin-PET-CT: Cholin-Mehrspeicherung mit diskreter Gewebsvermehrung rechts dorsolateral an der ehemaligen Prostataloge, kompatibel mit einem locoregionären Turmorrezidiv.
       
23.02.2011 0.90 10.01.11
IMRT-Bestrahlung mit 66 Gy bzw. 69,96 Gray im Bereich des positiven Tumoranteils in der Prostataloge
       
12.07.2011 0.02 12.07.11
niedrigster PSA-Wert nach Bestrahlung
       
11.06.2013 0.58 28.05.13
PET-PSMA ohne Befund (Heidelberg)
       
21.11.2013 0.98 21.11.13
PSA steigt stetig mit ca. halbjährlicher Verdopplungszeit, bei PSA=1,5 ist eine erneute PET-Untersuchung (Cholin-F18) geplant.
       
25.02.2014 1.35 31.01.14
PET-MRT mit Cholin-C11: Keine Cholinspeicherung feststellbar, wo steckt das Tumorgewebe?
       
25.02.2014 1.35 31.01.14
Start einer High-Testosteron-Low-DHT-Therapie in Anlehnung an Dr. Leibowitz und Ed Friedman mit 2x Testotop-Gel-125mg, 1 bis 2 Avodart 0.5mg, 1/2 Arimidex 1mg, jeweils pro Tag.
Leider steigt der Testosteron-Spiegel nur sehr langsam an und erreicht innerhalb von 2 Wochen gerade mal 11,9 ng/ml.
       
04.03.2014 2.07 04.03.14
Der PSA-Wert steigt gegenüber der Extrapolation der Messungen vor der High-T-Therapie in sehr kurzer Zeit um mehr als 50% an (extrapolierter PSA-Wert zu Beginn der Therapie ca. 1,35, jetzt 2,07). Ich nehme zu meiner Beruhigung an, dass dies durch den höheren Testosteronspiegel und nicht durch ein schnelles Wachstum des Tumors verursacht wird.
Das Testosteron-Gel wird von meiner Haut schlecht aufgenommen und kommt mit deutlicher Verzögerung im Blutkreislauf an. 14 Tage lang erhöhe ich auf 4x Testotop-Gel-125 mg pro Tag und erreiche einen Testosteronspiegel von 25 ng/ml, in den folgenden 14 Tagen steigt der Spiegel weiter bis auf 32 ng/ml, obwohl ich die Dosis wieder auf 2 Packungen reduziert habe.
       
03.06.2014 1.98 03.06.14
Nach dem anfänglichen Sprung um ca. 50% ist der PSA-Wert im Rahmen der Meßgenauigkeit und in Anbetracht des fluktuierenden Testosteronwerts 2 Monate lang annähernd konstant. Mit 2x Testotop-Gel-125mg pro Tag kann ich den Testosteronspiegel auf dem gewünschten Niveau halten. Zwischenzeitlich hatte ich es mit 1,5 Packungen pro Tag versucht, das war deutlich zu wenig.
Im Augenblick habe ich jetzt ungefähr denselben PSA-Wert erreicht, den ich ohne die zusätzliche Testosteronzufuhr zum gleichen Zeitpunkt wahrscheinlich auch erreicht hätte, d.h. der anfängliche Sprung um 50% hat sich durch den annähernd konstanten Verlauf wieder kompensiert. Spannend wird jetzt die nächste Messung: Wird die Verdopplungszeit lang bleiben oder wieder auf den alten Wert vor Beginn der Therapie zurückkehren?
       
08.07.2014 3.35 08.07.14
Innerhalb von nur 5 Wochen ist der PSA-Wert schneller angestiegen als je zuvor. Ich breche die High-Testosteron-Low-DHT-Therapie aus 2 Gründen ab:
- ich habe einen Termin zur PSMA-PET-MRT in 4 Wochen bekommen und möchte die Messung möglichst wenig durch unbekannte Parameter beeinflussen
- ich möchte kontrollieren, ob der PSA-Wert tatsächlich mit sinkendem Testosteronspiegel wieder zurückgeht.
       
07.08.2014 1.23 06.08.14
Der Testosteronwert ist rasch auf meinen "Normalwert" von 5 bis 6 ng/ml gesunken, der PSA-Wert ging ungefähr auf den Wert vor der High-Testosteron-Low-DHT-Therapie zurück. Auf den ersten Blick hat die Therapie zumindest nicht geschadet.
Die PET-MRT zeigte keine signifikante Anreicherung des PSMA-GA68-Tracers. Die Auswertung der MRT-Daten ergab
ebenfalls keine eindeutigen Hinweise auf mögliche Metastasen. Der Radiologe schlägt vor, eine Verdopplung des PSA-Werts abzuwarten, um dann nochmals zu messen.
       
25.08.2014 1.63 25.08.14
Nachdem der PSA-Wert wieder deutlich steigt, nehme ich die High-Testosteron-Low-DHT-Therapie wieder auf.
       
22.10.2014 2.26 21.10.14
Der zweite Hochtestosteronzyklus verläuft vergleichbar mit dem ersten. Nach einem raschen Anstieg zu Beginn ist der PSA-Wert bis jetzt über 6 Wochen annähernd konstant.
       
05.12.2014 1.43 04.12.14
Der zweite Hochtestosteronzyklus ist abgeschlossen. Wiederum ging der PSA-Wert stark zurück. Berechnet man die Verdopplungszeit bezogen auf den Start der Hochtestosteron-Therapie im Februar dieses Jahres ergeben sich ca. 3 Jahre, also eine deutliche Verlängerung gegenüber 5 bis 6 Monaten vor Beginn der Therapie.
       
12.03.2015 1.66 11.03.15
Der dritte Hochtestosteronzyklus ergab leider bereits nach ca. 1.5 Monaten einen deutlichen PSA-Anstieg. Leider scheint die Wirkung des hohen Testosteronpegels sich abzuschwächen. Beim ersten Zyklus waren es noch fast 5 Monate, beim zweiten 3 Monate, beim dritten jetzt nur 1.5 Monate in denen der PSA-Wert unter Hochtestosteroneinfluß annähernd konstant blieb. Insgesamt ist aber festzuhalten, dass seit Beginn der Hochtestosteron-Therapie vor mehr als einem Jahr der PSA-Spiegel unter "Normal"-Testosteronpegel nur um ca. 20% gestiegen ist. Über das weitere Vorgehen bin ich mir noch nicht klar.
       
30.06.2015 1.59 29.06.15
Obwohl der 3. Hochtestosteronzyklus wenig erfolgreich war, wage ich einen vierten. Erfreulicherweise zeigt er wieder die charakteristischen Eigenschaften der ersten beiden Zyklen, wenn er auch mit 2,5 Monaten deutlich kürzer ist.
Die mikrobiologische Ursache des plötzlichen PSA-Anstiegs, der mich jeweils veranlaßt, den Zyklus abzubrechen, ist mir unklar. In der Literatur finde ich nur die Fallbeispiele von Dr. Leibowitz. Auch bei dessen Patienten steigt im Hochtestosteronbereich der PSA-Wert nach vergleichbaren Zeitintervallen an. Dr. Leibowitz setzt dann für eine begrenzte Zeit Estradiol in hoher Konzentration ein und erreicht es damit, den PSA-Wert wieder zu drücken.
Entsprechend den Vorstellungen von Friedman versuche ich, den Estradiol-Wert die ganze Zeit im unteren Normalbereich zu halten.
In meinem Fall ergibt sich nach der Niedrigtestosteronphase - in der der PSA-Wert erwartungsgemäß stark zurückgeht - beim erneuten Einsetzen der Hochtestosteronphase ein PSA-Wert, der deutlich unter dem letzten Wert der vorhergehenden Hochtestosteronphase liegt. Der hohe PSA-Wert beim Abbruch kann deshalb kaum die Tumorgröße charakterisieren sondern muss ein andere Ursache haben.

In den vergangenen 1,5 Jahren meiner Hochtestosteronversuche ist der PSA-Wert um weniger als 50% gestiegen, was gegenüber der ursprünglichen Verdopplungszeit von 6 Monaten eine bemerkenswerte Verbesserung darstellt. Natürlich hoffe ich, dass der Tumor dem PSA-Wert entsprechend wenig gewachsen ist.

Leider kenne ich keinen Mitpatienten, der eine vergleichbare Therapie durchführt! Für alle Hinweise (Literatur, Fallbeispiele) wäre ich sehr dankbar.
       
25.08.2015 3.05 25.08.15
Start 5. Hochtestosteronzyklus: der PSA-Wert springt in kurzer Zeit wieder, diesmal von 1,8 auf 3,0. Verglichen mit den Ergebnissen vor einem Jahr beim 2. Zyklus (1,6 auf 2,2) sind die Werte wohl schlechter, aber insgesamt bin ich damit sehr zufrieden. Leider ist zum erstern Mal der erste Wert im neuen Hochtestosteronzyklus höher als der Abbruchwert im letzten Zyklus; was hat das zu bedeuten?
Um den Testosteronpegel oben zu halten, benutze ich täglich 3 Packungen Testotop-Gel 125 mg. Mit einer Tablette Avodart pro Tag reduziere ich den Dihydrotestosteronpegel; um den Estradiolwert trotz der hohen Testosteronzufuhr auf einem niedrigen Level zu halten, nehme 1 Tablette Arimidex jeden zweiten Tag, 1/2 Tablette am dazwischen liegenden Tag. Die Medikamentation ergibt sich aus dem jeweils mitgemessenen Estradiolwert.
Leider stellte sich heraus, dass die Messung des Dihydrotestosteronwerts keine wirklich nutzbaren Werte ergab. Schon innerhalb eines Labors ergaben sich große Schwankungen, ein Vergleich der Ergebnisse zweier Labors war enttäuschend. In einem Labor lagen meine Werte im angegebenen Normbereich, im anderen deutlich darunter. Auch unterschieden sich die Normbereiche (bei gleicher Einheit) stark.
Während der Hochtestosteronpause setze ich zur Zeit die Einnahme von Avodart fort, Arimidex lasse ich während dieser Zeit auslaufen.
       
09.11.2015 1.62 09.11.15
Nach dem 5. Hochtestosteronzyklus bin ich gerade wieder im Normaltestosteronbereich. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Verglichen mit den Werten im Normaltestosteronbereich vor einem Jahr ist der PSA-Wert nur geringfügig gestiegen (1.6 zu 1.4).
       
16.03.2016 2.20 15.03.16
Der 6. Hochtestosteronzyklus ist abgeschlossen. Dieses Mal sinkt der PSA-Wert weniger stark beim Rückgang des Testosteronwertes, allerdings ist dieses Mal der Estradiolwert verglichen mit den bisherigen Zyklen sehr hoch, mit 100 ng/l weit über dem Normbereich. Ich habe das Arimidex stark - offensichtlich zu stark - reduziert.
Trotzdem bin ich nach nunmehr über zwei Jahren Hochtestosteron-Therapie mit dem Ergebnis sehr zufrieden, der PSA-Wert ist bisher auf weniger als das Doppelte gestiegen. Die Verdopplungszeit sinkt allerdings mit zunehmender Therapiedauer, ist aber noch so hoch, dass ich zumindest einen weiteren Hochtestosteronzyklus anschließen werde.
       
21.06.2016 2.52 21.06.16
Der 7. Hochtestosteronzyklus ist vorbei. Die PSA-Verdopplungszeit steigt weiter an, aber sie liegt immer noch weit über dem Wert vor Beginn der Therapie.
Seit dem Beginn der Therapie von knapp 2.5 Jahren hat sich der PSA-Wert nunmehr verdoppelt.
Ich werde einen weiteren Zyklus anschließen.
       
24.06.2016 2.52 21.06.16
Eine erneute Untersuchung mit PSMA-PET/MRT ergab im Abdomen/Becken einen deutlichen Hinweis (SUV =5) auf einen Lymphknoten an der Arteria iliaca externa links. Kein Nachweis von weitereren Tracer-Mehranreicherungen im Skelettbereich oder im Thorax.
Der Lymphknoten ist schlecht zugänglich insbesondere durch eine nach der Prostatektomie durchgeführte Leistenoperation.
Ich möchte den Lymphknoten auf jeden Fall entfernen lassen, um damit die Tumorlast zu reduzieren und eventuell den PSA-Wert zu reduzieren. Es werden folgende Möglichkeiten in Betracht gezogen: offene chirugische Operation, MRgFus (fokussierter Ultraschall unter MRT-Kontrolle), IRE (Nanoknife), Bestrahlung mit Cyberknife.
       
28.07.2016 3.13 14.07.16
Der Lymphknoten wurde erfolgreich in offener Operation entfernt, Tumordurchmesser 8mm. Leider hat die Entfernung keinen Einfluß auf den PSA-Wert. Dieser sinkt nicht, wie ich gehofft hatte, er steigt sogar leicht an! Das bedeutet, dass das entfernte Tumormaterial gegenüber dem gesamten Umfang an Metastasen nicht von Bedeutung ist.
Das Tumorboard, dem meine Daten vorgelegt werden, empfiehlt den sofortigen Beginn einer Hormonunterdrückungstherapie.
       
20.10.2016 2.15 12.10.16
Entgegen den Empfehlungen des Tumorboards habe ich keine Hormonunterdrückungstherapie begonnen, stattdessen den nummehr achten Hochtestosteronzyklus angeschlossen. Nach 9 Wochen habe ich ihn jetzt abgebrochen, noch ehe der Schußanstieg des PSA-Werts auftrat.
Der aktuelle PSA-Wert ist deutlich niedriger als vor Beginn des Zykluses, d.h. die Lymphknotenoperation hat sich längerfristig doch noch positiv ausgewirkt: Reduktion von 3.1 auf 2.1 ng/ml. Das ist weniger als erhofft, aber immerhin eine Reduktion der Tumorlast.
Leider kenne ich immer noch niemanden persönlich, der eine mit meiner vergleichbare zyklische Hochtestosterontherapie durchführt. In den USA laufen aber unter dem Namen Bipolar Androgen-based Therapy for Prostate Cancer (BAT) einige Studien, die abwechselnd hohe und niedrige Testosteronspiegel einsetzen, um die Progression des Prostatatumors zu verlangsamen.
Zu meiner Überraschung hat diese Woche bei meiner regelmäßigen Klinikuntersuchung zum ersten Mal ein Chefarzt der Urologie mein Vorgehen für gut befunden und mich aufgefordert die Behandlung - obwohl entgegen den Leitlinien - fortzusetzen und die Hormonunterdrückungstherapie so lange als möglich aufzuschieben.
       
03.06.2017 5.02 01.06.17
Der 10. Hochtestosteronzyklus ist abgeschlossen. Das Ergebnis ist leider deprimierend, nach gut 3 Jahren ist die Therapie zumindest vorläufig am Ende, die Verdopplungszeit ist auf 7 Monate gesunken, also genau den Wert, den ich vor Beginn der Therapie hatte. Insgesamt könnte die Hochtestosterontherapie die nun notwendigen weiteren Maßnahmen um 3 Jahre verzögert haben.
Warum die Therapie jetzt versagt ist unklar, eine vielleicht wichtige Feststellung:
Nach Absetzen des Testosterongels ist zu Beginn der Behandlung der Testosteronpegel innerhalb 14 Tagen auf 3 bis 4 ngl/ml deutlich unter meinen Normalpegel von 6 ng/ml gefallen, die Hoden hatten die Produktion eingestellt und erst nach ca. 5 Wochen wurde der Normalpegel wieder erreicht. In den letzten beiden Hochtestosteronzyklen nahm das Testosteron nur langsam ab, nach 2 bis 3 Wochen lag der Wert immer noch bei 8 bis 9 ng/ml, um im weiteren Verlauf den Normalpegel zu erreichen. Mir ist vollkommen unklar, wo das Testosteron solange gespeichert wird und/oder warum die Hoden gleich wieder produzieren. Ein deutlicher Hormonwechsel ist damit nicht mehr gegeben - vielleicht funktioniert deshalb die Therapie nicht mehr. Leibowitz hat in vergleichbarer Situation seinen Patienten zusätzlich Estradiol gegeben, was aber Friedman für kontraproduktiv hält.
Jetzt muß ich wohl mit der Hormonunterdrückungstherapie anfangen. Als nächstes steht aber zuvor noch eine erneute PSMA-PET-Untersuchung an.
       
15.06.2017 5.02 01.06.17
[F18]PSMA-PET-CT ergab ein kleines Rezidiv in der Prostata-Loge, also in dem Bereich, der 2011 mit IMRT bestrahlt wurde. Eine weitere Tracer-Anreicherung im Brustkorb mit geringer Intensität ist schwer zu beurteilen.
Wie geht es weiter?