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Mein Bericht

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letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
26.03.2010 1.11 25.02.10
Auch mein Profil ist unter WernerJ im BPS Forum einsehbar.

Nachdem ich regelmässig seit 2000 Prostatakrebs-Vorsorge bei meinem Urologen betrieben habe und mein cPSA Wert um den 4,0 Wert leicht schwankte, wurde mir regelmässig beschieden: Kein Krebsverdacht und damit keine Biopsie. Erst als bei einer Routineuntersuchung im Oktober 2007 bei meinem Internisten ein plötzlicher Anstieg auf 6,38 festgestellt (letzter gemessener cPSA Wert im Juli 2007: 3,62) und bei eine Nachuntersuchung im November 2007 ein PSA Wert von 7,31 wurde, kam es zu einer Biopsie. Befund; 4 der 12 Stanzen positiv, Gleason 3+4=7.

Am 27.11.2007 wurde im Klinikum Großhadern/München die Prostata operativ entfernt (gefäß- und nervenschonend). Postoperative Tumorklassifikation: pT3a, pN0 (0/5 LK), pMx, histologischer Grad 3, R1. Ich hatte keinerlei Probleme.

Da der PSA Wert sich Anfang 2008 in zwei aufeinander folgenden Messungen lediglich bei 0,47 einpendelte, wurde mir in der Uniklinik Heidelberg eine postoperative Radiotherapie der Prostataloge inkl. Boost GD 68 Gy empfohlen und vom 25.03. bis 14.05.2008 dort durchgeführt. Auch diese Behandlung verlief komplikationslos. Leider ergaben die anschließenden PSA Messungen lediglich einen Nadir von 0,28 (am 24.09.2008). Seitdem steigt der PSA Wert relativ kontinuierlich auf jetzt 1.11.

Am 19.12.2009 wurde bei Prof. B. in Nijmegen eine USPIO Untersuchung durchgeführt. Ergebnis: 18 befallene Lymphknoten (1 - 7 mm Durchmesser).

Um dieses Ergebnis abzusichern und daraus gegebenenfalls strahlentherapeutische Anschluß-Behandlungen abzuleiten, wurde am 16.03.2010 in der Uniklinik Heidelberg eine F-18-EthylCholin-PET CT gemacht mit dem Ergebnis: Keine Bestätigung des USPIO Befundes. Wir vereinbarten, die PSA Entwicklung bis zu einem PSA Wert von 2,0 abzuwarten und dann eine nochmalige Cholin/PET CT durchzuführen.
       
23.06.2010 1.41 22.06.10
Nach Rücksprache mit Prof. B. wurde mir empfohlen, bereits vor Erreichen eines PSA-Wertes von 2,0 eine Bestrahlung der Lymphknoten/Lymphabflußwege zu beginnen. Prof. W., Uniklinik Mannheim, unterstützte dieses Vorgehen nach Sichtung aller Unterlagen (USPIO, Cholin PET/CT, MRT). Es wurde am 27.05.2010 ein MRT zur Vorbereitung der Bestrahlung in der Uniklinik Mannheim angefertigt.

Es gibt allerdings ein Problem: Ein gem. USPIO befundeter Lymphknoten liegt im vorbestrahlten Bereich. Eine nochmalige Bestrahlung wird aufgrund möglicher komplexer Nebenwirkungen nicht empfohlen. Dieser Lymphknoten soll nach der Bestrahlungsphase, wenn der PSA-Wert nicht im Nullbereich liegen sollte, laparoskopisch entfernt werden.

Der Beginn der Bestrahlung ist für den 24.06.2010 vorgesehen und wird ca. 6 Wochen dauern.
       
15.10.2010 0.53 27.09.10
Die Bestrahlung wurde am 13.08.10 abgeschlossen. Es gab drei Bestrahlungsphasen:
(1) Lymphabflußwege, (2) befundete Lymphknoten, (3) die wegen Vorbestrahlung kritisch gelegenen Lymphknoten.
Radiatio Sinerem-positiver Lymphknoten präsakral, iliacal, paraaortal 44/54/66 Gy

Lediglich in der zweiten Phase gab es (teils heftigen) Durchfall, Immodium hat dann gut geholfen. Insbesondere in der zweiten Phase auch Schlappheit unmittelbar nach Bestrahlungsende. Ich war sehr froh, dass mich meine Frau nach Hause (160 km !) gefahren hat.

MRT sechs Wochen nach Bestrahlungsende: Kein weiteres Wachstum der (befundeten) Lymphknoten, eher Verkleinerung. Auch sonst kein negativer Befund.

Die in der Klinik (anderes Labor als in der Tabelle dargestellt !) gemessenen PSA-Werte:
13.07.2010 1,63
29.07.2010 1,30
23.09.2010 0,62

Nächste MRT-Untersuchung im April 2011.
       
14.04.2011 0.18 06.12.10
MRT-Kontrolluntersuchung in der Uniklinik Mannheim
Sechs vermessene Lymphknoten sind von insges. 66 mm auf 39 mm geschrumpft ! Ich freue mich riesig über dieses positive Resultat.

PSA-Messergebnisse im bisherigen Labor:
27.09.2010 0,53
06.12.2010 0,18
29.04.2011 0,03

Nächste MRT-Untersuchung im Oktober 2011.
       
01.12.2011 0.09 29.11.11
MRT-Untersuchung in der Universitätsklinik Mannheim

Leider sind die PSA-Werte wieder gestiegen. Prof. W. sieht in diesem niedrigen Messbereich noch kein großes Problem. Einen sprunghaften Anstieg befürchtet er nicht. Die MRT-Untersuchung ergab keinen entsprechenden Anhaltspunkt.

PSA-Messergebnisse
18.07.2011 0,04
29.11.2011 0,09
15.03.2012 0,11

Absprache mit Prof. W.: Bei Anstieg auf > 0,2 erneute MRT-Untersuchung, gegebenenfalls bei Prof. B. mit Sinerem-Nachfolge-Produkt.

Sonst geht es mir gut, bin fit und spiele Tennis, fahre Fahrrad etc.
       
28.01.2013 0.18 28.01.13
PSA am 03.07.2012 0,13
23.10.2012 0,19
28.01.2013 0,18

PSA hat sich zum Glück stabilisiert. Mir geht es weiterhin sehr gut. Prof. W. empfiehlt trotzdem eine MRT-Untersuchung alle 1-2 Jahre. Werde also Ende dieses Jahres (je nach PSA Entwicklung eventuell schon früher) MRT machen lassen.

PSA am 07.05.2013 0,28
       
23.05.2013 0.28 07.05.13
Kontrol-MRT Uniklinik Mannheim ohne Befund

PSA am 03.09.2013 0,41
09.12.2013 0,83
       
17.12.2013 0.83 09.12.13
Untersuchung zirkulierender Tumorzellen (CTC) mittels CellSearch an UKE Hamburg im Blut
Befund negativ !

PSA am 16.01.2014 1,20
       
06.02.2014 1.20 16.01.14
Ganzkörper F18 CHOLIN PET/CT in Uniklinik Mannheim
Befund:
Primär unspezifischer Lymphknoten li. parailiakal extern
Kein Nachweis metastasensuspekter Herde
       
08.02.2014 1.20 16.01.14
MRI NANO (bisher USPIO) mit Sinerem in UMC St Radboud, Nijmegen, Niederlande
Befund:
Höchstwahrscheinlich 2 Knochenmetastasen
Höchstwahrscheinlich 4 Lymphknoten positiv (metastatisch)

PSA am 20.02.2014 1,59

Bin sehr verunsichert ! Mannheim und Radboud werden im Detail Klärung vornehmen.
       
24.02.2014 1.59 20.02.14
Auf Empfehlung von Dr. FE weitere Laboruntersuchung mit folgendem Befund:

Desoxypyridinolin i.U./Kreat. 8,9 µg/g Krea
C-term. Kollagen Typ I Telopeptid 0,07
25-OH-Vitamin D 70 nmol/l
Testosteron, gesamt 5,75 µg/l
Dihydrotestosteron 567 ng/l
CEA 2,0 µg/l
PSA 1,4 µg/l
PAP1,5 µg/l
NSE 9,1 µg/l
Chromogranin 94 µg/l

Auf Empfehlung von Dr. FE Zweitgutachten des pathologischen Befundes nach RPE mit Korrektur des GS(3+4)7a auf GS(4+4)8 !!! sowie
COX-2: 2-3 positiv
VEGF-R: 2-3 positiv

       
28.02.2014 1.59 20.02.14
Gemeinsame (Mannheim und Nijmegen) Korrektur der beiden Befunde:
Bzgl. der Lymphknoten gibt es Unsicherheiten bei der Interpretation, da auch narbige Reste in den Lymphknoten Artefakte verursachen können und diese seit Jahren keine Größenzunahme erfahren haben.
Nur noch eine Knochenmetastase an LWK3 gilt als sicher, die zweite nicht, da über Jahre stabil.

       
12.03.2014 1.59 20.02.14
Beginn IGRT der Knochenmetastase (10 Sitzungen) an LWK 3, nach Zahnsanierung gegebenenfalls XGEVA zur Heilungsunterstützung und generellem Knochenschutz.
       
15.05.2014 1.68 06.05.14
Da der PSA Wert weiter steigt, ist eine Fehlbefundung der Knochenmetastase nicht auszuschliessen. Eine weitere Verfolgung des PSA Wertes ist angezeigt. XGEVA wird zunächst nicht eingeleitet. Bei weiter steigendem PSA ist MRT und Cholin-PET Untersuchung in 4-6 Wochen angezeigt.
       
10.07.2014 1.99 03.07.14
Cholin PET/CT in Mannheim ohne Befund
       
28.07.2014 1.99 03.07.14
68Ga-PSMA PET/CT in Heidelberg
Befund: Zwei LK-Metastase parailiakal und Verdacht auf eine weitere LK-Metastase parailiakal im kleinen Becken. Keine suspekten ossären Läsionen.

PSA am 12.08.2014: 2,02
       
04.08.2014 1.99 03.07.14
Besprechung mit Prof. W. in Mannheim.
RT oder OP der befundeten LK sind (unter gewissen Risiken) denkbar (gem. Tumorboard in Mannheim). Beginn einer moderaten HT empfohlen.
Allerdings Einholung einer Zweitmeinung hinsichtlich einer (laparoskopischen) OP ebenfalls empfohlen.
       
19.08.2014 2.02 11.08.14
Zweitmeinung Prof. H. in Uniklinik Aachen. Empfehlung:
zeitnahe bilaterale pelvine Salvage-Lymphadenektomie, um eine systemische Therapie zeitlich hinauszuschieben
       
21.08.2014 2.02 11.08.14
weitere CTC-Untersuchung bei Prof. P. in UKE in Hamburg. Befund wieder negativ
       
26.09.2014 2.84 15.09.14
Pelvine Lymphadenektomie beidseits in Uniklinik Aachen bei Prof. H.

Histologie nach OP:
A Iliaca externa rechts: Drei tumorfreie LK. Keine Malignität.
B Iliaca communis links: Einer von zwei LK mit Metastase eines kapselüberschreitenden Adenokarzinoms. Perinoduläre Hämangiosis carcinomatosa. GS des vitalen Tumorgewebes 4+4=8
       
30.09.2014 2.84 15.09.14
Folge-OP: Sekundärer Faszienverschluß Uniklinik Aachen bei Prof. H.
Faszie war am oberen Schnittrand (unterhalb des Bauchnabels) bei Stuhlpressung wieder aufgebrochen.
       
28.11.2014 2.70 24.11.14
68Ga-PSMA-PET/CT
Befund: Suspekte Nuklidmehrspeicherungen in Projektion auf 2 LK parailiakal links, am ehesten LK-Metastasen des anamnesisch bekannten Prostatakarzinoms. Die Nuklidanreicherungen ließen sich in der VU (07.2014) nachweisen. Kein Hinweis auf neu aufgetretene Befunde.
> Bei OP wurden offensichtlich zwei metastasierte LK übersehen !
       
22.12.2014 2.50 08.12.14
Cyberknife-Bestrahlung in München/Großhadern:

Neben den beiden im kleinen linken Becken verbliebenen und in der PSMA Untersuchung am 28.11.2014 bestätigten LK-Metastasen wurden zudem zwei weitere verdächtige LK bestrahlt und zwar nur in einer ca. 1.5 Std. dauernden Sitzung.
       
13.10.2015 5.84 08.10.15
PSMA PET/CT in Uniklinik Heidelberg:
Befund: 4 neue LK-Metastasen paraspinal und im Becken links
       
27.10.2015 5.84 08.10.15
Cyberknife-Bestrahlung in München/Großhadern
Alle 4 Herde wurden in Einzeitsitzung bestrahlt.
       
27.04.2016 5.54 22.04.16
Befund: Verschiedene neu aufgetretene metastasensuspekte LK, u.a. paraösophageal und auch iliakal, teils im vorbehandelten Bereich.
Empfehlung Prof. W. Mannheim: Beginn HT
       
08.06.2016 6.20 04.05.16
Beginn einfache Hormontherapie mit Firmagon 240 mg
- außer leichtes Brennen an der Einstichstelle keine bemerkbaren Nebenwirkungen
       
07.07.2016 0.52 07.07.16
Zweite Firmagonspritze 80 mg
       
08.08.2016 0.05 08.08.16
Dritte Firmagonspritze 80 mg
Nebenwirkungen: Nach wie vor nur leichte Hitzewallungen
       
06.10.2016 0.00 06.10.16
Fünfte Firmagonspritze 80 mg
weiterhin kaum Nebenwirkungen, auch Einspritzstelle nur leicht gerötet, nach zwei bis drei Tagen ist diese Rötung verschwunden
       
08.11.2016 0.00 06.10.16
Letzte Firmagonspritze 80 mg, danach
Beginn Intermittierung
Diese Spritze machte ein wenig Schmerzen (ca. drei Tage). Vermutung: Spritze an derselben Stelle wie beim letzten Mal. Ich konnte mich nicht mehr an die letzte Örtlichkeit erinnern. Normalerweise wurde immer wechselseitig gespritzt.
       
28.11.2017 0.53 13.11.17
PSMA PET/CT Universitätsklinik Heidelberg
Befund: PSMA -Liganden-Mehrspeicherung lymphonodal mediastinal (SUVmax 3,44, VU 2,57)
       
28.02.2018 1.66 27.02.18
PSMA PET/CT Universitätsklinik Mannheim
Befund: Kleinste PSMA-positive Lymphknoten parailiakal li.,
paraösophageale Anreicherung weiter regredient
SUVmax früh bis 4,2, SUVmax spät bis 8,6

       
11.04.2018 1.66 27.02.18
Beurteilung MRI München
Erneute PSA-Wertkontrolle in 2-3 Monaten. Sollte sich hier eine erneute PSA-Werterhöhung auf über 5 ng/ml zeigen, so kann eine erneute intermittierende hormonablative Therapie mit GnRH-Antagonist (Firmagon) eingeleitet werden.
Bei erneuter Einleitung einer intermittierenden Hormontherapie mit Firmagon empfehlen wir die Durchführung von GnRH-Antagonisten (Firmagon) für mindestens 6 Monate oder bei einem PSA-Wert-Nadir nach 6 Monaten.
Anschließend sollte eine erneute Pausierung der hormonablativen Therapie erfolgen nach PSA-Wertkontrolle
       
01.10.2018 4.26 17.09.18
PSMA PET/CT Universitätsklinik Mannheim
Befund: Im Verlauf weiterhin PSMA-positive kleinste Lymphknoten parailiakal li. sowie im Verlauf neu aufgetretene PSMA-positive Lymphknoten paraaortal bis auf Höhe der Nierenhili, z.B. unmittelbar zwischen der Arteria iliaca communis li. und dem M. psoas li., SUVmax früh bis 5,8, SUVmax spät bis 10,3 (zuvor SUVmax früh bis 4,2, SUVmax spät bis 8,6)

Beurteilung Prof. Wenz Mannheim:
Bei Vorbelastung präsakral und iliakal bds. bis 66 Gy 2010 sowie des LWK3 bis 30 Gy 2014 und der aktuellen PSA-Progredienz empfehlen wir die Wiederaufnahme einer ADT.
       
11.10.2018 4.26 17.09.18
Beurteilung Cyberknife Zentrum München
Aufgrund der Zahl der Herde sowie der Strahlenvorbelastung empfehlen wir die Wiederaufnahme einer ADT.
       
15.10.2018 4.26 17.09.18
Untersuchung Uniklinik Frankfurt - Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Empfehlung: Regionale Chemoperfusion mit Okklusion und Embolisation in mehreren Zyklen, ggfs. thermische Ablation der betroffenen LK