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d Wolfgang aus Berlin
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Mein Bericht

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letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
01.01.2005 3.63 01.12.04
Dieser Bericht über meine Ernährung wird laufend angepasst.

Seit 1. November 2011:

Low Carb, Maximum 1 g Kohlenhydrate per Kilogramm Körpergewicht
rechtsdrehende Milchsäure
Wobe-Mugos
Meformin
viele Nahrungsergänzungsmittel
seit 2013 Low Dose Naltrexon (LDN)
seit Februar 2013 bioidentisches Progesteron (5-alpha-Reduktasehemmer)

Vor den eigentlichen Berichten stelle ich hier, der besseren Übersicht halber, meine aktuellen Nahrungsergänzungsmittel und Ernährung dar.

Hauptinformations- und Bezugsquelle ist die Life Extension Foundation, www.lef.org bzw. die europäische Seite http://www.lefeurope.com/. Der Bezug von Nahrungsergänzungsmitteln der LEF erfolgt für Europa auf der europäischen Seite in Euro. Zur Information stehen hunderte Seiten Informationstexte zur Verfügung. Nahrungsergänzungsmittel sind deutlich billiger, wenn man Mitglied wird. Die Ersparnis beträgt bei mir jährlich einige Hundert EURO. Die LEF ist seit 30 Jahren eine Organisation, die wissenschaftliche Studien aufarbeitet. Dafür gibt es einen umfangreichen wissenschaftlichen Beirat. Alle NEM sind immer die neuesten und besten. Die Präparate werden ständig angepasst. Es sind alle Wirkstoffe genau angegeben, Mineralien mit den elementar verfügbaren Bestandteilen. Häufig wird die tatsächliche Bioverfügbarkeit angegeben. Beim jährlichen Super Sale lassen sich zusätzlich 10 Prozent sparen.

Ultra Natural Prostate
weitere Informationen hier http://www.lefeurope.com

Unter anderem wird mit Hilfe der Sägepalme und norwegischer Fichte (Enterolactone) die Umwandlung von Testosteron in das krebsfördernde Dihydrotestosteron (DHT) verringert.


Omega 3

Herstellen einer korrekten Balance zwischen Omega 6- und Omega 3 Fettsäuren. Omega 6 -Fettsäuren wirken entzündlich und werden in der westlichen Ernährung in zu hohem Maße aufgenommen.
Die Balance hin zu Omega 3 kann, neben direkter Einnahme von Omega 3, durch Veränderung der Nahrung unterstützt werden. Omega 6 Fettsäuren weg lassen, bzw. verringern. Diese sind in den meisten Pflanzenfetten (Öl, Margarine), in Milch und Fleisch enthalten.

Vitamin D3 die LEF empfiehlt für ältere derzeit ca. 5.000 I.E. bis 8.000 I.E. pro Tag. Ich nehme täglich
8.000 I.E. (Vitamin 25-OH-D3 bestimmen lassen!!, ca. 40,- €)
In Deutschland Dekristol 20.000 kaufen und je nach Wunschmenge aller paar Tage einnehmen. Das ist die preiswerteste Variante. Beispiel: Wunsch 5.000 I.E. pro Tag, heißt 20.000 durch 5.000 also alle 4 Tage eine Kapsel. Bitte Addition anderer Vitamin D3-Quellen nicht vergessen, wie LEF-Präparat 2.000 I.E.pro Tag

LEF Mix 9 Kapseln pro Tag, umfangreiches Präparat mit 64 Bestandteilen

Super Booster 1 Softgel pro Tag
Hier ist insbesondere das wichtige ergänzende Gamma-Tocopherol des Vitamin E enthalten. In den üblichen Präparaten ist nur Alpha-Tocopherol enthalten, welches alleine gegeben, auf Dauer nicht ausreichend bis schädlich ist!

Mitochondrial Energy Optimizer

Q10

Aspirin (81mg), zum Schonen des Magens gemantelt

Melatonin 3 mal 500 mg

reine essentielle Aminosäuren

kurweise Modifiziertes Citrus Pectin (MCP)

Pomegranate

Curcuma

Resveratrol

5-Loxin (Boswellia-Säure vom Weihrauch)

Mega GLA



       
05.08.2005 5.63 05.08.05
Weil mein PSA erstmals über 5,0 ist, verkürze ich die Messabstände, um eine bessere Beurteilung zu erhalten.
       
09.01.2006 4.97 09.01.06
Ich beginne ein verstärktes Programm mit Nahrungsergänzungsmitteln und einem Prostatapräparat der Life Extension Foundation, welches verschiedene Wirkungen hat. So wird u.a. die 5-Alpha-Reduktase verringert, die Einfluss auf die Umwandlung von Testosteron in das schädliche Dihydrotestosteron (DHT) hat.
       
01.07.2006 5.60 09.05.06
Beginn der Einnahme von Omega-3-Fischölkapseln, um eine antientzündlich wirkende Balance zwischen Omega-6- u.- Omega-3-Fettsäuren herzustellen. Bereits nach zwei Wochen ist als erstes meine morgentliche Steifigkeit der Glieder weg.
       
26.02.2007 7.52 26.02.07
Das PSA ist seit ein paar Monaten über 7. Nun verliert der Urologe die Geduld und drängt zu einer Biopsie.
       
03.04.2007 7.52 26.02.07
Ich gebe dem Drängen nur insofern nach, als dass ich mich zu einer Feinnadel-Aspirationsbiopsie (FNAB) entschließe. Diese wird von einem anderen Urologen durchgeführt und ausgewertet. Wie sich ein Jahr später mit Hilfe von Prof. Böcking (Zytopathologe, Düsseldorf) herausstellt, wurden meine Biopsate falsch positiv ausgewertet.

Ich entschließe mich, nicht weiter nach Krebs zu suchen. Bei einem PSA von über 7 gehe ich davon aus, dass ich ein Karzinom habe und führe mein Programm mit Nahrungsergänzungsmitteln konsequent fort.

Mein Konzept heißt ab jetzt "Wait and Watch". Später wurde dann der Begriff "Active Surveillance" geprägt, der auf mein Konzept besser zutrifft. Schließlich warte ich nicht nur, sondern tue etwas.
       
20.11.2008 7.48 20.11.08
Zwischenzeitlich habe ich meine Erkenntnisse über Nahrungsergänzungsmittel erweitert und die Einnahme von Vitamin D3 von vorher 800 I.E. pro Tag auf fast 4.000 I.E. Vitamin D3 erhöht. Den Spiegel im Blutserum (25-OH-Vitamin D3) lasse ich prüfen, um nicht in einen zu hohen Bereich zu gelangen.

Ergänzung Stand 2009: Der Wert hat bisher nicht den gewünschten Bereich (60 bis 80 ng/ml) erreicht. Ich erhöhe die tägliche Einnahmemenge auf ca. 5.000 I.E, später auf 8.000 I.E. pro Tag.

Ergänzung Stand 2010. Da mein Vitamin-D3-Wert immer noch nicht in den gewünschten Krebsschutzbereich gestiegen ist, mache ich eine zusätzliche zwischenzeitliche Vitamin-D3-Aufsättigung mit 30 mal 20.000 I.E.

Weitere umfangreiche Informationen zu Vitamin D3 findet man auf der Internetseite des Hausarztes Dr. von Helden, der sich in seiner Freizeit der Verbreitung des Nutzens von Vitamin D3 widmet. www.vitamindelta.de Das angebotene E-Book enthält umfangreiche Informationen, auch zu anderen Indikationen, und, das ist wichtig, eine Anleitung zur Einnahme. Trotzdem sollte man später messen, damit man prüfen kann, ob der gewünschte Bereich erreicht wurde.

Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft kann man davon ausgehen, dass die ausreichende Versorgung mit Vitamin D, entweder durch Sonne [in unseren Breiten aber nicht von September bis März] oder durch Nahrungsergänzung, ein sehr wichtiger Beitrag im Kampf gegen Krebs ist, vorbeugend und komplementär. In seiner aktivierten Form, ist Vitamin D3 kein Vitamin, wie ursprünglich angenommen, sondern ein Steroidhormon. Es greift somit in hunderte Prozesse des Körpers ein, von Allergien, Autoimmunkrankheiten über Knochenaufbau bis zum Schutz der DNA (Krebs).

Ein besonders preiswertes Präparat ist das auf Rezept erhältliche Dekristol 20.000. Da Vitamin D3 im Körper gespeichert wird, würde beispielsweise eine einmalige Einnahme pro Woche zu 2.857 I.E. pro Tag (20.000 geteilt durch 7) führen. 50 Dekristol kosten unter 20,- €, würden also je nach Einnahmemenge, zwischen einem und einem halben Jahr reichen.
       
17.02.2010 7.19 27.01.10
Active Surveillance bedeutet für mich nicht das, was die deutsche S3-Leitlinie darunter versteht, sondern mehr. Ich beobachte und kontrolliere nicht nur, sondern nehme seit Jahren teilweise hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel, treibe täglich Sport und versuche meine Psyche aufzubauen.

Außerdem habe ich meine gesamte Ernährung verändert, weg von dem "Sondermüll", der unsere westliche Ernährung dominiert (schlechte Omega 6 Fettsäuren, Transfette usw.). Also (fast) weg von Lebensmitteln, die eine entzündlich wirkende Fettsäuren-Balance zu Folge haben, wie minderwertiges Fleisch (Schwein, fettes Fleisch), Wurst, fetter Käse, minderwertige Öle und Fette, "leichte" Kohlenhydrate wie Süßigkeiten, Backwaren aus Weißmehl usw. Auf dem Speiseplan bleiben ausreichend Eiweiß (Fisch, weißes Fleisch, Magermilchprodukte), Gemüse, Obst. Das Ziel besteht darin, den Körper und seine Zellen wieder in einen normalen Zustand zu versetzen.

Ein Arzt steht mir dabei nicht zur Seite, weil ich in Berlin keinen gefunden habe, der außer 8-Minuten-Standard-Schnellbehandlung behandeln wollte oder könnte. Hauptinformationsquelle ist die Life Extension Foundation (LEF).

Die Urologische Abteilung der Universitätsklinik in Heidelberg hat seit ca. 2010 auch ein derartiges, von mir und anderen seit langem praktiziertes, Schema aufgegriffen und nennt es "Active Surveillance-Active Protection". Weitere Informationen gibt es hier: http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Active-Surveillance-Active-Protection.111212.0.html Man sollte jedoch vorsichtig sein, da auch hier letztendlich das Ziel besteht, die Patienten unter das Messer zu bekommen. Dies hat mir ein ein 70-jähriger Active Surveillance Patient berichtet (PSA ca. 11). Dieser wollte sich unterstützend beraten lassen, wurde aber nur mit der Aufforderung "attakiert", sich operieren zu lassen, anderweitig könne man ihm nicht helfen. Diese Vorgehensweise entspricht der Leitlinie, die schulmedizinisch "ängstlich" abgefasst ist.
Dazu auch hier: http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?6399-Active-Surveillance-Active-Protection-%28AS-WW%29&p=55844&posted=1#post55844

Derzeitig habe ich als Abbruchkriterium ein PSA von ca. 20,00 ng/ml gesetzt, abhängig davon, wie schnell das PSA ansteigt und in welchem Alter dieser Wert erreicht wird. Die von der ärztlichen Leitlinie gesetzten Abbruchkriterien halte ich für genauso willkürlich angenommen, wie meine eigenen. Allerdings haben die ärztlichen, engeren Kriterien für die Ärzte den Vorteil, dass ihnen nicht so viele Patienten "entkommen".

In meinem derzeitigen System sind weitere Biopsien nicht vorgesehen. Ich nehme jährlich die DRU und einen Ultraschalluntersuchung war. So nehme ich notfalls einen eventuellen Kapseldurchbruch in Kauf, weil ich mich sowieso nicht operieren lassen würde, sondern eine Bestrahlung vorziehe, falls überhaupt eine Standardmethode in Betracht kommt.

Active Surveillance sehe ich auch als Möglichkeit, Nebenwirkungen von Behandlungen auf ein höheres Alter zu verschieben und auf bessere Behandlungsmethoden warten zu können.
       
27.07.2010 9.43 27.07.10
Der PSA-Wert ist jetzt auf 9,43 gestiegen. In der logarithmischen Grafik kann man aber erkennen, dass dies nur eine sehr geringe Steigerung bedeutet. Vor allem ist keine sprunghafte Zunahme erkennbar. Also die Entwicklung weiter beobachten. Mein derzeitig für mich persönlich gesetzter Abbruchwert ist noch lange nicht erreicht. Ich hoffe, dass es so bleibt und nehme weiterhin umfangreich Nahrungsergänzungsmittel um meinen Körper, speziell das Immunsystem, so stark wie möglich zu machen. Damit soll das Wachstum von Metastasen verhindert werden, die die eigentliche Todesursache darstellen. Ich habe seit 4 Jahren keine Erkältungen mehr, die sich früher regelmäßig eingestellt haben.

Bei einer Untersuchung durch Dr. Douwes in Bad Aibling wurde eine PSA3-Untersuchung veranlasst. Diese lässt mit 80 %-iger Wahrscheinlichkeit auf ein Karzinom schließen. Dieses kann jedoch, falls vorhanden, nicht ertastet werden.
       
28.07.2010 9.43 27.07.10
Eine Zitat aus Informationen des DKFZ "In der "European Randomized Study of Screening for Prostate Cancer" (in englischer Sprache unter www.erspc.org) wurden seit den frühen 90er Jahren 182.000 Männer im Alter zwischen 50 und 74 Jahren beobachtet. Die Daten von 162.000 Teilnehmern zwischen 55 und 69 aus sieben verschiedenen Ländern wurden zur Auswertung herangezogen. Der einen Hälfte der Männer bot man einen regelmäßigen PSA-Test an, die andere Hälfte diente als Kontrollgruppe. Auch in dieser Gruppe gab es jedoch einen Anteil von Männern, die von ihren Hausärzten PSA-Tests und digital-rektale Untersuchungen machen ließen.
Nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von knapp neun Jahren wurden erwartungsgemäß in der PSA-Test-Gruppe bei mehr Männern Prostatakarzinome entdeckt als in der Kontrollgruppe. Bei den meisten Betroffenen führte dies zu einer mehr oder weniger belastenden Therapie mit langfristigen Folgen für die Lebensqualität, von der psychischen Belastung einer Krebsdiagnose ganz abgesehen.

Die Autoren der ERSPC-Publikation machen zur Erläuterung des Aufwandes im Vergleich zum Nutzen folgende Rechnung auf: Man müsste 1.410 Männer regelmäßigen Kontrollen unterziehen, um einen Todesfall zu verhindern. Zwar ließen sich innerhalb von etwa zehn Jahren 48 Prostatakrebserkrankungen mehr entdecken als ohne regelmäßige Untersuchung. Dem einen verhinderten Todesfall stünden aber 47 Männer entgegen, bei denen die Teilnahme an der Früherkennung nur den Diagnosezeitpunkt vorverlegt - und so auch die Belastung einer Krebsdiagnose und -therapie. Ein Teil von ihnen würde voraussichtlich unabhängig von der Erkrankung an anderen Ursachen versterben und hätte ohne den PSA-Test nie von der Karzinomerkrankung erfahren.
       
01.11.2011 11.58 05.05.11
Start einer strengen Kohlenhydratreduktion mit maximal 1g / kg Körpergewicht

nach Dr. Budwig:
täglich ein bis zwei Mahlzeiten Quark (ca. 250 Gramm pro Tag) mit Leinöl

Einnahme von Enzymen Wobe Mugos, Wobenzym

Ernährung hauptsächlich
sehr wenig Gemüse, vorrangig Rohkost
zusätzlich Pastinake, Topinambur - beide können nicht als Kohlenhydrat verdaut werden
sehr wenig kohlenhydratarme Früchte (z.B. Beeren),
viel Fett (bis 200 Gramm pro Tag) speziell Leinöl, Kokosöl, gering Olivenöl, Fischölkapsel
Eiweiß (Quark, selten Eier, wenig Fleisch (nur Rind, Pute, Huhn), Ergänzung durch Eiweißpulver)
anstatt Zucker wird Spezialzucker verwendet: Xylit, Erythrit

bis zu 3 Liter Wasser und Tee am Tag

Fortführung der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln
       
01.12.2011 11.58 05.05.11
zusätzlich nach Fryda:

Beginn der Einnahme von rechtsdrehender Milchsäure L(+)
3 mal 30 Tropfen pro Tag 20 %ige Milchsäure Präparat RMS
       
15.04.2012 12.04 02.04.12
Es sind 5 Monate seit Beginn der Ernährung nach Budwig und Fryda vergangen. Die Anstiegsgeschwindigkeit des PSA ist verringert.

Zusätzlich nehme ich jetzt noch das Diabetes-Medikament Metformin ein, obwohl ich kein Diabetiker bin. Dadurch wird u.a. die Herstellung von Glukose in der Leber verringert, somit steht den Krebszellen noch weniger "Futter" für die Vergärung zur Energiegewinnung zur Verfügung. Außerdem wirkt Metformin noch über weitere Mechanismen gegen Krebs. ( http://www.lef.org/magazine/mag2012/feb2012_Can-Diabetes-Drug-Prevent-Cancer-Death_01.htm und http://www.lef.org/magazine/mag2012/feb2012_Proven-Methods-Reduce-Fasting-Postprandial-Glucose-Levels_01.htm )
       
26.04.2012 12.04 02.04.12
Beginn der Einnahme von Enzymen. Jeweils 10 Tage vor einer PSA-Messung setze ich die Enzyme ab, um eine Beeinflussung des gebundenen PSA auszuschließen. In Wobe-Mugos ist Chymotrypsin enthalten, an das sich PSA im Körper bindet. Der Wert wird somit möglicherweise -ich weiß das nicht- nach unten verfälscht.
       
13.07.2012 8.48 13.07.12
Das PSA ist deutlich niedriger. Es ist unklar, welche der Maßnahmen tatsächlich gewirkt hat: Dr. Budwig & Dr. Fryda, Kohlenhydratreduktion (Dr. Coy), Metformin, Enzyme? Oder alles zusammen?
Ich warte die weitere Entwicklung ab.
       
01.02.2013 13.23 29.01.13
Beginn der Einnahme des Hormons Progesteron (körperidentisch, transdermal). Dieses wirkt gegen Östrogendominanz, die sich im Alter bei Männern und Frauen immer entwickelt. Progesteron wirkt u.a. auch als 5-alpha-Reduktasehemmer, verringert somit die Umwandlung von Testosteron in schädliches Dihydrotestosteron (DHT)
       
16.10.2013 25.00 15.10.13
Der hohe PSA-Wert konnte durch eine zweifache transurethrale Hyperthermie stark gesenkt werden. Leider war der Erfolg nicht sehr lange anhaltend.
       
02.10.2015 14.13 15.09.15
Die transurethrale Hyperthermie vor ca. 2 Jahren hat nur kurzzeitig geholfen. Durch die hohen Temperaturen in der Prostata, ca. 55 °C, habe ich keinen Samenerguss mehr. Die Potenz ist normal vorhanden.
       
18.02.2016 19.46 03.11.15
Nachdem per PSMA PET/CT eine 11mm große Lymphknotenmetastase festgestellt wurde, habe ich mich nach Jahren entschieden, eine RPE durchführen zu lassen. Diese war soweit erfolgreich. Es wurden neben der Prostata 13 Lymphknoten entfernt, davon drei befallene.

Der Katheter konnte erst nach 4 Wochen gezogen werden. Innerhalb von 6 Wochen war ich zu 98 % kontinent. 10 Tage nach der RPE setzten starke Schmerzen im linken Bein ein, die erst nach 3 Monaten weitgehend zurückgingen. Die OP-Narbe der offenen OP heilte erst nach ca. 3 Monaten, da regelmäßig neue Fadenstücke ausgeschieden wurden.

Histologie: ypT2c Gleason 4+3=7 (Anteil Gleason4: 90%) pN1 (3/13), L1, V0, R0

Kommentar: Die RPE hätte ein paar Jahre früher erfolgen müssen. Dann wäre das Ergebnis der Histologie sicher besser gewesen.
Die transurethrale Hypertermie (2013) hat die RPE für den Operateur erschwert, da das Gewebe ähnlich wie nach einer Bestrahlung (aber weniger) verklebt war.
       
20.10.2017 7.53 20.10.17
Nach der RPE ist das PSA rasant angestiegen. Eine PSMA-PET/CT zeigt zwei befallene Lymphknoten. Am 20.10.2017 erfolgt mittels daVinci eine Salvage Lymphadenektomie im UKSH Kiel. Leider wurden die befallenen Lymphknoten nicht gefunden. Der kurzzeitige Abfall des PSA dürfte auf zufällige Entnahme von ein wenig Tumormaterial zurückzuführen sein.
       
15.02.2018 9.93 05.02.18
Da das PSA innerhalb kurzer Zeit wieder deutlich gestiegen ist, entscheide ich mich für eine erneute Salvage Lympadenektomie. Eine vorher durchgeführte PSMA-PET/CT ergibt, dass die metastasierten zwei Lymphknoten aus der vorherigen Bildgebung weiterhin vorhanden sind.
Dieses Mal gehe ich auf Nummer sicher und fahre nach München in das Klinikum rechts der Isar zu einer "radio-guided surgery", die von OA Dr. Maurer durchgeführt wird. Die Zuzahlung beträgt moderate 1.500,- €.

Die OP dauerte lediglich 90 Minuten gegenüber fast 5 Stunden in Kiel. Somit war die Belastung für den Körper wesentlich geringer. Nach der OP fiel das PSA deutlich ab, mehr als zu erwarten war.

Leider habe ich mich in Kiel von Prof. Jünemann überzeugen lassen, er würde die Lymphknoten finden. Heute weiß ich, dass in Kiel und fast überall in Bezug auf Lymphknoten-OP veraltete Methoden angewandt werden. Fortschritte setzen sich leider nur langsam durch.