Tom1965



Personalien und Diagnosen

Personalien

Sichtbarer Name: Tom1965
Land: Deutschland
Bundesland/Kanton: Bayern
Geburtsjahr: 1965
Alter: 52
Beruf: Selbstständig
Hobbys:
Meine Homepage:

Daten bei Erstdiagnose

Datum: 04.07.2017
Alter bei Diagnose: 51
PSA: 5.10
Biopsiert? Ja
TUR-P? Nein
Gleason Score: 3 + 3 = 6
TNM-Diagnose:
Bemerkung:

Maximal gemessenes Prostatavolumen

Datum:
PSA:
Volumen in ml oder cm³:

Postoperative pathologische Daten

Datum:
Gleason Score:
pTNM-Befund:
Schnittränder:
p-L-V-P-G-Befunde:
Siehe Bericht vom:

Prostatakrebs - Behandlungen

** PSA-Wert zu Beginn der Behandlung
von bis PSA** Art Klinik Ort
22.11.17 21.12.17 7.63 Protonen RPTC München



Medikamente

NEM = Nahrungsergänzungsmittel
von bis Medikament + NEM Menge / Zeiteinheit
Menge pro T/W/M/J etc.


PSA-Verlauf    ng/ml    logarithmisch

PSA-Verlauf    ng/ml    linear

PSA-Verdoppelungszeiten in Jahren

Verdoppelungszeit ist zur Vorperiode gestiegen.
Verdoppelungszeit ist zur Vorperiode gesunken.
* Berechnet auf 1, 2, 4 und 8 Perioden rückwärts.

Grenzwert = 3 Jahre


Berechnung der Verdoppelungszeit in Tagen

Verdoppelungszeit in Jahren:
Verdoppelungszeit in Tagen:
Datum PSA 1* 2* 4* 8*
02.02.17 5.61
10.05.17 5.08 --
16.08.17 6.76 0.65 1.99
11.09.17 8.81 0.19 0.43
02.11.17 7.63 -- 1.22 1.69
26.03.18 3.04 -- -- --
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
Datum PSA 1* 2* 4* 8*
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           

Mein Bericht

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Datum Δ 

letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
02.02.2017 5.61 02.02.17
Routineuntersuchung Hausarzt, Nachdem ich erblich vorbelastet bin (Vater starb an PCa), lasse ich immer den PSA Wert mit ermitteln.
Nachdem der PSA Wert mit 5,61 zu hoch ist, empfiehlt mit mein Hausarzt, dies dringend von einem Urologen abklären zu lassen
       
19.04.2017 5.61 02.02.17
Termin beim Urologen, Untersuchung verlief ohne Befund, Urologe konnte keinen Hinweis auf ein evtl. Karzinom finden
1 Woche Antibiotika, danach erneute Ermittlung des PSA Wertes
       
10.05.2017 5.08 10.05.17
PSA Wert leicht gesunken, allerdings anderes Labor und immer noch in einem zu hohen Bereich, deshalb wird eine mpMRT Untersuchung vereinbart, die ohne Probleme von meiner Versicherung (privat) übernommen wird
       
27.06.2017 5.08 10.05.17
Nachdem bei der mpMRT Untersuchung eine PI-RADS 4 verdächtige Region im rechten Prostatalappen gefunden wurde, wurde eine Biopsie ambulant bei meinem Urologen durchgeführt. Bis dahin war ich immer noch der Meinung, alles halb so wild, ich doch nicht !
       
03.07.2017 5.08 10.05.17
Kurzfristiger Termin bei meinem Urologen, am Telefon wollte mir man nichts sagen, da war mir klar, das könnte Ernst werden, aber immer noch in der stillen Hoffnung, ich doch nicht!
Wie fast zu befürchten, war in einer Stanze ein ca. 1,4mm langer Anteil von Gleason 3+3 Zellen.
Diese Eröffnung traf mich vollkommen unerwartet und unvorbereitet. Als mögliche Therapien wurde kurz über AS und Bestrahlung gesprochen, aber die klare Empfehlung ging zu eine RPE. Zweiwöchige Bedenkzeit wurde vereinbart.
Wieder daheim, habe ich mich natürlich an den Rechner gesetzt und kreuz und quer gelesen. Je mehr, umso verwirrter wurde ich aufgrund der verschiedenen Möglichkeiten, die mir nicht aufgezeigt wurden.
Was mir aber klar wurde, das eine RPE kein Kindergeburtstag ist, und keiner vorhersehen kann, wie der einzelne darauf reagiert. Impotenz und Inkontinenz ist für einen bestimmten Zeitraum wohl sehr wahrscheinlich, von einer Verkürzung des Gliedes aufgrund des Entfernung der Prostata war auch nie die Rede.
Je mehr ich darüber nachdachte umso mehr wollte ich eine alternative Methode.
Aufgrund des Anmeldung beim Prostatakrebs-Diskussionsforum wurde mir vieles klarer und auch verschiedenste Methoden, die alternativ zu einer RPE bei mir in Frage kommen, aufgezeigt.
       
17.07.2017 5.08 10.05.17
Langes Gespräch mit meinem Urologen, den ich wirklich zu schätzen weiß. Empfiehlt mir immer noch eindringlich eine RPE, sogar beim Rollentausch würde er immer eine RPE auch für sich oder seine Bruder empfehlen.
Ich will trotzdem nicht und vereinbare mit Ihm, das ich mich einfach über alternative Methoden informiere und erst im Herbst / Winter 2017 eine Entscheidung treffe. Gleichzeitig bitte ich aber um regelmäßige PSA Kontrolle.

Beschäftige mich ausführlich (hauptsächlich Internet) mit alternativen Methoden. Brachy, HIFU, IRE scheiden aufgrund schlechter Erfahrungsberichten aus. Konzentriere mich auch Bestrahlung. Nehme Kontakt zum Cyberknife Zentrum in München auf, ob sie den überhaupt Prostatapatienten behandeln (hatte gelesen, das aufgrund von Strahlenschutzbestimmungen, derzeit keine Behandlung stattfindet). Nach positiver Antwort Übersendung meiner Unterlagen. Gleichzeitig weitere Recherche im Internet (auch auf amerikanischen Seiten, nachdem dort Cyberknife schon über 10 Jahre zur Behandlung angewendet wird). Positive Rückmeldung vom Cyberknife Zentrum in München, Mein Karzinom ist behandelbar, sie benötigen nur noch eine zusätzliches hochauflösendes mpMRT von einem mit Ihnen zusammenarbeiten Spezialisten aus München.
       
14.08.2017 5.08 10.05.17
mpMRT, mitten in der Fußgängerzone in München, ergibt keine Kapselübeschreitung sichtbar, sollte nach Aussage des Radiologen bestens mit Cyberknife behandelbar sein.
Nachmittags gleich Anschlusstermin bei Cyberknife München, sämtliche Anmeldeunterlagen ausgefüllt und dann ein kurzes Gespräch mit einem der verantwortlichen Ärzte geführt. Kurz deshalb, weil er mir eröffnete, das keine Behandlung mit Cyberknife möglich ist. Das Verbot der Strahlenschutzbehörde gilt weiterhin. München machte eine Studie für Patienten ab 60 Jahren. Aha, und das wusste man nicht ein paar Tage vorher. Man lässt mich erst eine teure mpMRT Untersuchung machen um mir das mitzuteilen. Schon irgendwie seltsam!!!!!
Nehme per Mail Kontakt zu Cyberknife Zentren in Hamburg und Berlin auf, um die Aussage einfach auch für andere Bundesländer abzuklären. Telefonisch ist da irgendwie keiner zu erreichen. Charite Berlin meldet sich gar nicht, Hamburg nach ca. 4 Wochen, aber das verläuft auch im Sande.
       
16.08.2017 6.76 16.08.17
Erneute PSA Wert Bestimmung, ist deutlich gestiegen. Sitze gerade am Gardasee, als mein Urologe anruft. Ursache kann er nicht sagen, aber es kann ja sein, das neben dem Gleason 6 noch ein paar Zellen mit einem höheren Scoring sitzen. Na Prima. Plötzlich kommt etwas Zeitdruck in meine Planung. Die erholsamen Tage am Gardasee sind erst mal nicht ganz so erholsam. Mit dem Urologen vereinbart, in 4 Woche den PSA Wert nochmals zu bestimmen.
       
11.09.2017 8.81 11.09.17
Erneute PSA Wert Bestimmung. 8,81 !!! Jetzt wirds mir aber mulmig. Urologe empfiehlt eine Behandlung wie auch immer noch dieses Jahr. In den vergangenen 4 Wochen habe ich mich auch aufgrund vieler Hinweise mit dem RPTC / Protonenbestrahlung befasst. Viele positive Erfahrungsberichte hier. Übersende im Anschluss meine Unterlagen ans RPTC, obwohl ich aufgrund der Erfahrungen hier Probleme mit meiner PKV erwarte.

Rückanwort vom RPTC, Behandlung möglich. Kostenvoranschlag wie erwartet von 42 K erhalten. PKV lehnt ab, Widerspruch wird wieder abgelehnt, so dass ich erst mal in Vorlage gehen müsste. Zeitgleich meldet das RPTC Insolvenz an. Wenns läuft dann läufts!!
       
07.11.2017 7.63 02.11.17
Bei Blutbild für die Voruntersuchungen beim RPTC habe ich gleich den PSA Wert wieder mitbestimmen lassen. 7,63 aber wieder durch ein anderes Labor. Keine Ahnung was ich davon halten soll.
       
08.11.2017 7.63 02.11.17
Voruntersuchung RPTC durchgeführt, Karzinom auf Kapsel beschränkt, Ganzkörper MRT ergab keine weiteren verdächtigen Stellen, Behandlung ohne Problem möglich. Muss nur den Behandlungsvertrag unterschreibe und in Vorleistung gehen. Nach kurzem Überlegen erschließe ich mich zur Behandlung, da man nur ein Leben hat und ich hautnah mitbekommen habe, was ein metastasierendes Prostatakarzinom mit einem anstellen kann.
       
22.11.2017 7.63 02.11.17
Erste von 21. Bestrahlungen erhalten.
Erhalte 21 mal 3 Gy auf Prostata und 21 mal 2,5 Gy auf die Lymphabflusswege. Die Lymphabflusswege auf eigenen Wunsch und natürlich nicht leitlinienkonform. Die Lymphabflusswege deshalb, da ich auch aufgrund meines steigendes PSA Wertes eine minimale Rezidivwahrscheinlichkeit erreichen wollte.
Bis zur 9. Bestrahlung ohne nennenswerte Nebenwirkungen. Ab der 10. Bestrahlung Blähungen und einen ständigen Stuhldrang. Verändere meine Essensgewohnheiten und komme nur mit einer Banane im Bauch zur vormittäglichen Bestrahlung. Beschwerden verschwinden wieder, auch mit Hilfe von Wärmflaschen, die ich mir abends und nachts immer auf den Bauch packe.
Bis auf ständig zunehmend Harndrang, der aber nach den bestrahlungsfreien Wochenenden wieder fast verschwunden war, keine nennenswerten Nebenwirkungen mehr.
       
21.12.2017 7.63 02.11.17
Letzte Bestrahlung erhalten. Fühlte mich immer wohl und gut aufgehoben. Sehr freundliches und kompetentes Personal. In meiner Zeit dort, habe ich auch einige Ärzte erlebt, die sich dort einer Prostatabehandlung unterzogen haben. Scheint wohl auch bei den Ärzten eine beliebte Behandlungsmethode zu sein. :-)???

In 3.Monaten ist PSA Kontrolle angesagt, dann sieht man den ersten Trend, ob wirksam oder nicht.
Komischerweise hat mein Harndrang nach den letzten Bestrahlungen ständig zugenommen und wurde auch nach Beendigung nicht schrittweise besser. Musste nachts bis zu 5mal raus. Nach Aussage RPTC sollte dies nach 2 bis 3 Wochen spontan verschwinden. Da war ich wirklich gespannt. Nachdem es nicht besser wurde habe ich weiterhin Tamsulosin und auf eigene Veranlassung noch Antibiotika genommen. Damit wurde zumindest eine Veränderung auf nur noch 2 mal nachts erreicht, aber auch nicht mehr. Nach fast 3 Wochen dann plötzlich spontan wie angekündigt eine Verbesserung. Nebenwirkungen sind jetzt auch ohne Tabletten fast vollständig verschwunden. Wenn jetzt noch mein PSA Wert sinkt, dann habe ich glaube ich alles richtig gemacht.

Fazit:
Bei Low Risk Karzinomen würde ich das RPTC immer mit in meine Überlegungen mit einbeziehen.

Negativ: Preisgestaltung vom RPTC und die damit verbundenen Probleme mit den Versicherungen. Technisch immer wieder ein paar Probleme und Terminverschiebungen aufgrund dessen.

Vielleicht ändert sich das ja, nachdem das RPTC eine andere Eigentümerstruktur nach der Insolvenz bekommen soll.
       
26.03.2018 3.04 26.03.18
PSA-Wert 3,04 :-), Nebenwirkungen 3 Monate nach Bestrahlungsende gleich Null, alle anderen Werte i.O., Ultraschall auch alles wie es sein soll nach einer Bestrahlung