Traveller



Personalien und Diagnosen

Personalien

Sichtbarer Name: Traveller
Land: Deutschland
Bundesland/Kanton: Sachsen-Anhalt
Geburtsjahr: 1949
Alter: 69
Beruf: Im Ruhestand
Hobbys: Reisen, Lesen, Musik, Sprachen
Meine Homepage:

Daten bei Erstdiagnose

Datum: 26.06.2015
Alter bei Diagnose: 65
PSA: 5.40
Biopsiert? Ja
TUR-P? Nein
Gleason Score: 4 + 4 = 8
TNM-Diagnose: T2c
Bemerkung: Werte aus Biopsie,

Maximal gemessenes Prostatavolumen

Datum: 01.07.2015
PSA: 5.40
Volumen in ml oder cm³: 40

Postoperative pathologische Daten

Datum: 02.07.2015
Gleason Score: 5 + 4 = 9
pTNM-Befund: pT3b pN0 cM0
Schnittränder: R1
p-L-V-P-G-Befunde:
Siehe Bericht vom: 09.07.2015

Prostatakrebs - Behandlungen

** PSA-Wert zu Beginn der Behandlung
von bis PSA** Art Klinik Ort
01.07.15 08.07.15 5.60 Offene OP Zentrum für Urologie XXX XXXX
30.09.15 17.11.15 0.55 IMRT Universtätsklinikum XXX XXX
15.01.16 0.50 HB 1-fach Facharztpraxis xxx für Urologie XXX



Medikamente

NEM = Nahrungsergänzungsmittel
von bis Medikament + NEM Menge / Zeiteinheit
01.01.00 Vitamin E (Beginn: 2000) 1 Kapsel/Tag à 200 I.E. (Optivit forte)
01.03.05 Nebilet lt. Verordnung: 5mg (1Tablette)/Tag
08.06.15 12.06.15 Cyprohexal 1Tablette/Tag (anläßlich Biopsie)
15.01.16 Bicalutamid 150 mg/d
10.07.17 Vitamin D3 2000I.E. d.h. 2 Tablette/Tag, "Vigantoletten"
Menge pro T/W/M/J etc.


PSA-Verlauf    ng/ml    logarithmisch

PSA-Verlauf    ng/ml    linear

PSA-Verdoppelungszeiten in Jahren

Verdoppelungszeit ist zur Vorperiode gestiegen.
Verdoppelungszeit ist zur Vorperiode gesunken.
* Berechnet auf 1, 2, 4 und 8 Perioden rückwärts.

Grenzwert = 3 Jahre


Berechnung der Verdoppelungszeit in Tagen

Verdoppelungszeit in Jahren:
Verdoppelungszeit in Tagen:
Datum PSA 1* 2* 4* 8*
16.12.99 1.00
26.02.01 1.50 2.05
13.12.04 3.60 3.01 2.70
07.03.07 4.78 5.45 3.60
20.04.07 3.10 -- -- 4.50
07.05.08 4.72 1.73 -- 4.35
19.09.08 3.32 -- 14.35 --
31.03.10 3.94 6.19 -- --
25.03.11 4.63 4.23 5.24 6.79 5.10
21.02.13 4.35 -- 20.30 -- 7.81
23.01.14 4.76 7.08 70.98 10.29 22.63
20.04.15 5.60 5.28 5.92 9.97 35.58
27.08.15 0.59 -- -- -- --
01.12.15 0.50 -- -- -- --
12.03.16 0.03 -- -- -- --
23.05.16 0.02 -- -- -- --
22.08.16 0.02 -- -- --
13.12.16 0.01 -- -- -- --
11.05.17 0.01 -- -- --
25.09.17 0.01 -- --
27.02.18 0.01 -- --
11.10.18 0.01 --
           
           
           
Datum PSA 1* 2* 4* 8*
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           

Mein Bericht

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Datum Δ 

letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
16.07.2018 0.01 27.02.18
- "Disclaimer"-
Dies alles ausschließlich aus meiner eigener Sicht als Patient gesehen. Insofern stellt Nachstehendes keinerlei ärztliche Auskunft, sondern nur die Ansicht einen Betroffenen dar.
Da `myprostate(AD)de` eine "offene Seite" ist, hier leider nur anonym d.h. ohne weitere Namensnennung.

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Zur eigenen Prostatageschichte:
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1993 spontane mittlerer Nierenkolik,
(spontaner Steinabgang, klein aber scharfkantig, dasselbe nochmals 1994).
Somit Ãœberweisung vom Hausarzt zum Urologen zur Kontrolle.
Erste Prostatauntersuchung plus PSA-Messung ohne Befund.
In den Folgejahren dann regelmäßige Kontrolluntersuchung beim Urologen.
Ab etwa 1999 (auf eigene Kosten, da GKV):
PSA- Messung (siehe Tabelle). In zwei Fällen wurde Zweitmessung (dann als Kassenleistung) veranlaßt.
Lt. Urologe wäre alles (im Sinne "watchful waiting") altersgemäß, man brauche sich keine Sorgen machen.
Die PSA-Werte stiegen 2004 langsam an, blieben aber bis 2014 auf einem "Plateau".
Die Bauchgegend war Schmerzfrei, d.h. es bestand kein eigentlicher "Leidensdruck".

Rückschau:
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Ab etwa 2007 wäre eigenes Nachfragen dringendst notwendig gewesen, speziell betreffs der zwangslos als "alterstypisch" einzuordnender Beschwerden, u.a.: nachts etwa 3-mal auf Toilette, gelegentliche kurzzeitige unklare Schmerzen im Hodenbereich z.t. auch Leistenbereich, dazu langsam zunehmende Einschränkungen Libido.
Diese Einschränkung nahmen in den Folgejahren ab etwa 2007 eher "schleichend" zu - "alterstypisch" eben.
Urologie: PSA-Bestimmung, dazu Ultraschalluntersuchung der Nieren plus Tastuntersuchung Prostata (in zwei Fällen ergänzend Tastuntersuchung im Hodenbereich nach Aussage alles o.B..
Den von mir erwähnten gelegentlichen Schmerzen im Leistenbereich wurden vom damaligen Urologen leider nicht nachgegangen.
Februar 2013: PSA 4,35 schleichend subjektiv merkbare Funktionseinschränkungen.
Januar 2014: PSA 4,76 (letztmals beim genannten Urologen)
Im 2014 Oktober dann Funktionsstörungen erstmals in Form der sog. "trockene Erektion".
Dazu ab Oktober gelegentlich leichte Kopfschmerzen unklarer Herkunft.
Klärungsversuche: HNO/Hausarzt: Rö- Kontrolle: Sinusitis. MRT- Kontrolle Kopf: Subklinisch.

Aus verschiedenen Gründen
(berufliche Belastung, im letzten Arbeitsjahr d.h. Renteneintritt -
erst Januar 2015 entschloß ich mich zur Zweitmeinung- daraus wurde ein Wechsel des Urologen.

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Januar 2015: neu angefragter Urologe.
Tastbefund Prostata: "nicht eindeutig Negativ" .
Daraufhin Antibiotikabehandlung und erneute PSA Messung.
April 2015: PSA 5.6. (Januar 2014 war 4,76)
In Auswertung wurde zu einer Biopsie geraten....
Rückschau (mit dem heutigen Wissen): Sofort zur OP (aufgrund der Beschwerden und des Tastbefundes).
Damals Biopsie mit u.g. Beschwerden- einschließlich Risiko Vernarbung.
Leider war mir zu diesem Zeitpunkt (Frühjahr 2015)die MRT-Methode nicht bekannt....
.

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Biopsie am 08.06.2015:
Ambulant. Subjektiv absolut sehr schmerzhafte Angelegenheit im Enddarmbereich.
Verlauf regelrecht, nur örtliche Betäubung(Salbe), dank Antibiotika keine Anschlußinfektion. Allerdings: 3 Stunden danach ein streßbedingter Blutdruckanstieg auf 180! Etwas Blut im Urin und erheblich im Stuhl. Mein Enddarm bzw. die betreffene Gegend schien durch die 14 Stanzen kurzzeitig, (d.h. über 6 Stunden hinweg) regelrecht geschockt zu sein. Besserung dann ab 4 h danach. Normalisierung Stuhl nach einer Woche. Der Restschmerz im Enddarm war nach 2 Wochen weg, Stuhlgang war dann auch wieder regelrecht. Am zweiten Tag nach Biopsie zwei mal kurzzeitigen Beeinträchtigungen des Harnstrahles- die sich aber mit spontaner Ausschwemmung mehrerer Zusammenballungen("Propfen") von selbst normalisierten.
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Aus dem pathologischen anatomischen Gutachten des Institutes XXX vom 10.06.2015
Mikroskopie:
Erste bis 14.te Prostatastanzbiopsate mit fibromuskulärem Stroma und eingelagert zahlreichen Drüsenverbänden mit teils papillär aufgefaltetem Epithel. Kein Nachweis atypischer Zellverbände. Die Zweireihigkeit des Epithels ist erkennbar. Schütteres , herdförmig akzentuiertzes und lymphoides Entzündungsinfiltrat. In den Stanzen 3, 5, 6, 8, 10, 11, 12, 13,und 14 sind atypische kleindrüsige und auch großdrüsige Proliferate nachweisbar. Rücken an Rücken gelegene Tumorverbände mit hyperchromatischen und pleomorphen Kernen mit zum Teil distinkten Nukleolen.
Stanze 1 (SBR) -
Stanze 2 (SBL) -
Stanze 3 (BR) 5% Infiltration, Gleason-Score 6 (3b+3b)
Stanze 4 (BL) –
Stanze 5 (MR) 10% Infiltration, Gleason-Score 8 (4a +4a)
Stanze 6 (ML) 10% Infiltration, Gleason-Score 8 (4a+4a)
Stanze 7 (AR) –
Stanze 8 (AL) 20% Infiltration, Gleason-Score 7 (3b+4b)
Stanze 9 (MLR) –
Stanze 10 (MIL) 80% Infiltration, Gleason-Score 6 (3a+3b)
Stanze 11 (BLR) 5% Infiltration, Gleason-Score 7 (3b+4b)
Stanze 12 (BLL) 10% Infiltration, Gleason-Score 7 (3b+4b)
Stanze 13 (TRR) 80% Infiltration,Gleason- Score 7 (3a+4b)
Stanze 14 (TRL) 30% Infiltration, Gleason-Score 6 (3b+3b)
Kritischer Befundbericht:
Erste bis 14.te Prostatastanzbiopsate mit Infiltraten eines mittelgradig differenzierten, primären, invasiven Adenokarzinoms der Prostata mit Infiltration von 9/14 Stanzen.
Gleason-Score: 7 (3b+4b)

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Vom behandelnden Urologen XXX wurde nach Abwägung zur "offenen OP" geraten
(Zweitmeinung: Upgrade auf Gleason 4a +4a = 8 , (9/14),T2c).
Resümè: Richtige Entscheidung!
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Die offene OP Erfolgte im Prostatazentrum XXYY am 02.07.2015
Die Operation erfolgte nervschonend. Nach meiner Überzeugung äußerst sorgfältig.
OP-Dauer: Nach Info mehr als 4 Stunden. KH- Aufenthaltsdauer: 8 Tage.
Besonderheiten: Trotz subjektiv starken "Stuhldrang" drei Tage gar kein Stuhlgang. Es kam der Hinweis, auf keinen Fall stärker zu "pressen" (wäre auch gar nicht gegangen). Dank "Makrogol" kam der Stuhlgang dann am Montag d.h. 3 Tage nach der OP. Für mich subjektiv äußerst positiv. Man fühlte sich quasi "wieder über den Berg...."
Da seitens der Ärzte auf schnelle "Mobilisierung" Wert gelegt wurde, war ein leichtes Umherwandern erfreulicherweise schon am Tag nach OP erlaubt. Zu Bewerkstelligen und manchmal echt schwierig war dabei der Umgang mit Katheder und Drainage (akute Stolpergefahr mit Gefährdung der inwendigen "neuen Verbindung"). Der per Ballon gesicherte Katheder funktionierte wie erwartet, allerdings trat regelmäßig (ca. all 2 bis 4 Stunden) ein leichter bis mittlere, eng begrenzte "Krampf" (subjektiv von 20 Sekunden) im "Schließbereich" auf. Subjektiv gesehen war der Schließmuskel mit dem "Fremdkörper" absolut nicht einverstanden. Dieser Effekt war nach dem Ziehen des Katheders sofort verschwunden.
Vor dem Ziehen des Katheders wurde eine Dichtheitsprüfung mit Kontrastmittel gemacht(war interessant dies per "Schrägblick" am Monitor zu verfolgen).
Die Sache blieb erfreulicherweise dicht....Ich hatte sorgfältig den Hinweis befolgt, in den ersten Tagen regelmäßig alle zwei Stunden oder öfter auf die Toilette zu gehen - auch Nachts (!).
Resümè: Positiv , auch die im KH rundherum erhaltene OP- Nachsorge.
Leider, während der OP und in Auswertung wurde auf Gleason 9 sowie pT3b befunden.
So daß für die Prognose sowohl von Herrn Professor als auch vom Urologen gleich und ohne Diskussion auf weitere Nachbehandlungen und deren unbestimmtbare Dauer orientiert wurde.
(Ausschlaggebend: Kapseldurchbruch (an drei Stellen) und Gleason 9.
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Hier an dieser Stelle ein Auszug aus dem Laborbericht des Pathologischen Institutes XXX:
Histologie: Schlecht differenziertes Adenokarzinom der Prostata mit kapselüberschreitendem Wachstum sowie Infiltration beider Samenblasen.
Geschätztes Tumorvolumen 30% (6ml).
Primärer Gleasongrad: 5 (70%). Sekundärer Gleasongrad: 4 (30%).
Mikroskopisch: Resektionsrandinfiltration apikal rechts auf einer Strecke von 0,5 mm sowie basal rechts auf einer Strecke von 0,1mm.
Karzinominfiltrierte Absetzung des Ductus deferenz rechts.
Maximaler Gleasongrad am Resektionsrand :4
Kapselanteile am Infiltrierten Resektionsrand: Ja
Lymphknoten rechts: 0/3. Lymphknoten links: 0/2
G3, Gleason 5+4, pT3b, N0(0/5), cM0, L1, V0, Pn1, R1. (Bericht des Path InstututesXXX) Hinweis : Im OP Bericht steht dagegen: G3, Gleason 5+4, pT3b, pN0, cM0, R1)
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Kur(Anschlußheilbehandlung AHB):
Erfolgte auf Antrag bei der Rentenversicherung. Direkt im Anschluß Juli/August eine 3-wöchige Kur in der auf Prostatapatienten spezialisierten Vogtlandklinik in Bad Elster.
Obwohl ich über das ganze Arbeitsleben (Bemerkung: in Deutschland) bei der GKV versichert bin (!!!) war im Vorlauf der Kur ein regelrechter Kampf mit der zuständigen Rentenversicherung nötig, sowohl
- zur Klärung der "Zuständigkeit" (dh eigenes Nachgraben in den Vorschriften wurde erforderlich) als auch
- um eine direkt auf "Prostata" spezialisierte Kureinrichtung zu besuchen zu dürfen.
Der Kurverlauf selbst, d.h. medizinischen Betreuung und den diversen Anwendungen (Schwerpunkt Mobilisierung) war rundum aus meiner Sicht sehr positiv, u.a. auch die Möglichkeit, die tägliche Arztsprechstunde im Haus nutzen zu können.
Bemerkung zum RehaSport: Auf meine Bitte hin, da starke Schmerzen im Sitzbereich (subjektiv: Bereich innerer Enddarmbereich) und zwar immer erst einen Tag nach (!!) größerer Belastung (egal, ob Treppensteigen, Ergometer usw.) wurde nach Rücksprache mit den Sportlehrern das Fahradergometer weggelassen - und auch die Belastung im Fitnessbereich minimiert (d.h. alles, was den OP-Bereich tangieren könnte).
Damit hatte ich dann und auch im späteren keine weiteren Komplikationen bei der äußeren und inneren OP-Wunden.

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September 2015: Postoperativ ein Abfall des PSA: 0,55 (d.h. 2 Monate nach OP). Eine früherer Messung wurde vom Urologen als auch vom Operateur als nicht aussagekräftig erachtet.
Kritische Rückschau: hier hätte ich (mit dem heutigen Kenntnisstand) auf einer PET CT bestehen sollen.
Notfalls auch als Selbstzahler. Möglichwerweise hätte man dann die adjuvante Logenbestrahlung aussetzen können.
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Adjuvante Bestrahlung der Prostataloge:
Oktober und November 2015 im Uniklinikum XXXX.
"Tomotherapie" mit 6 MV-Photonen in Schritten à 2 Gy. Summe im Zielbereich 70 Gy (!). Laufend täglich außer Sonntag. Vorab CT- gestützte 3-D-Planung.
Gute Beratung durch die Strahlenärzte und freundliches Personal. Auf Anfrage konnte ich beim Strahlenphysiker vorab den Bestrahlungsplan einsehen. Man versteht, daß auch bei größtmöglicher Konzentrierung auf die Prostataloge der direkt benachbarte Enddarmabschnitt (!) eine erhebliche, und auch weitere umliegende Organe eine zwar geringere, aber nicht unerhebliche Dosis abbekommen
Vom Strahlenarzt erhielt ich abschließend den (lebens)wichtigen Hinweis, bei allen unklaren Problemen im Bauchbereich dies in jedem Falle zeitnah fachärztlich abklären zu lassen.
Nebenwirkungen:
Zunächt keine, aber dann nach einer Woche leichte Bindehautentzündung beider Augen .Nach etwa 10 Bestrahlungen, wie erwartet gesteigerter Harndrang und drastische (!) Reduzierung der Urin-Haltemenge (zuletzt max. 50 ml!!).
Weiterhin wie erwartet im 2. Drittel der Bestrahlungszeit progressiv zunehmende Enddarmprobleme.
Die (medizinisch)"leichtgradige Defektionsbeschwerden") waren in meinem Fall innerhalb eines Monats abnehmend und nach einem Jahr nicht mehr auffällig (sehr selten).
Ich war heilfroh, letztlich dem Rat der Urologen zur offenen OP gefolgt zu sein.
Eine kurative Bestrahlung mit einer 1/3 höheren Enddosis hätte vermutlich wesentlich höhere "statistische" Nebenwirkungen gehabt.
(Die langfristigen Nebenwirkungen der Teilkörperbestrahlung (Zeitbereich >= 15 Jahre) klammere ich hier in diesen Betrachtungen mal ganz aus...).
Zu den nach der Bestrahlung vorhandenen Enddarmbeschwerden:
Aus meiner Erfahrung haben regelmäßige kurze Kaltwassergüsse/Dusche sehr geholfen.
(nach jedem Stuhlgang ähnlich wie bei leichten Haemorrhidenbeschwerden).

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Nach adjuvanten Bestrahlung der Prostataloge im Dezember 2015/ Januar 2016:
Zweitkur. (Anschlußheilbehandlung)
Erfreulicherweise war nach erneuter Intervention bei der zuständigen Rentenversicherung die Kur dann doch wieder im o.g. "Vogtlandklinikum" Bad Elster möglich.
Erneut aus meiner Sicht dort alles positiv, gerade auch von den Kuranwendungen her ("Beckenbodentraining" usw.) Gerade nach der Bestrahlung war es für mich wichtig, das sich das Haltevermögen des Blasenmuskels wieder normalisieren konnte.
Ich denke, das in den Lehrgängen trainierte "Beckenbodentraining" und auch das Wandern hat sich positiv ausgewirkt.
Dazu kommt die Kurkarte für die dortige Heilquelle - und natürlich deren mineralsalzhaltiges Heilwasser...
Dass sich der große Johann Wolfgang von Goethe seinerzeit sehr positiv über das "saure Heilwasser" der Elsterquelle ausgesprochen hat ( in "Herrmann und Dorothea") sei hier am Rande erwähnt.
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PSA - Verlauf vgl. Tabelle:
postoperativ (Sept 2015): PSA 0,55 ng/ml)

PSA Januar 2016. PSA: 0,5 ng/ml ( nach adjuvanter Bestrahlung der Prostataloge Okt- Dez 2015)

Damit leider nur geringer PSA -Verminderung: Argument für die geplante Behandlung mit Bicalutamid.
Zur Vorbereitung Januar 2016 Bestrahlung der Mammae und Umgebung handgroßer Bereich frontal mit je 4 Gy (Elektronenfeld am Beschleuniger) in 3 Sitzungen. Insgesamt 12 Gy pro Drüsenumgebung zur Vorbereitung auf die weitere Behandlung. Nebenwirkung an einzelnen Stellen (nicht flächig) leichte Hautrötung ähnlich Sonnenbrand, nach einer Woche komplett verschwunden
Kritische Rückschau: Da hätte wegen möglicher Spätschäden ganz verzichten sollen. Leider läßt sich dann nun nicht mehr ändern. Zum Glück hatte mir damals der Strahlenarzt das "Elektronenfeld" anstelle "Röntgenbestrahlung" empfohlen.
.
Januar 2016: Start der Behandlung mit 150 mg Bicalutamid/Tag.

PSA: März 2016: 0,026 ng/ml.

PSA: Herbst 2016: kleiner 0,015 ng/ml (weitere siehe Tabelle)

PSA: Oktober 2018: kleiner 0,014 ng/ml (aktueller Wert)

Nächster vom Urologen vorgegebener Kontrolltermin: I. Quartal 2019.
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Kontinienz- positiv.:
D.h. Ist erhalten. Problem: Geringe Haltemenge im Mittel von 150ml. (max. etwa 300 ml) Aus Erfahrung versuche ich regelmäßig alle 3 Stunden zur Toilette zu kommen (das war aber auch schon vor der OP so) und auf keinen Fall über die Maßen zu warten. Falls nicht, passierte es, daß der "Öffnungsmechanismus" für eine gewisse Zeit quasi unliebsam beeinträchtigt ist, d.h. Schwierigkeiten beim Öffnen. Dazu passt, das im "Beckenbodentraining" in der Kur mehrfach darauf hingewiesen wurde, daß man den Schließmuskel zwar trainieren, aber auf keinen Fall überlasten sollte. D.h. "Austesten...".
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Vermutliche Nebenwirkungen Antiandrogene Behandlung mit Bicalutamid: (Aktualisiert Mai 2018)

- Von 2016 bis 2017 quasi schleichende Zunahme der Brustgröße beidseitig: Früh beim Aufstehen, quasi leichtes "Ziehen", danach schmerzfrei. Ab 2018 selten Schmerzen, die Brust scheint konstant, Zunahme eher "in der Breite"
- Wie erwartet: Erhebliche Beeinträchtigung Potenz (d.h zusätzlich zum "altersbedingten" Abfall).
- Frühmorgens leichte/mittlere Rücken/Schulterschmerzen, werden im Tagesverlauf geringer
- Verminderung des Harnstrahls (Subjektiv: Verminderung Strahlstärke auf 2/3 nach 1 1/2 Jahren Bica)
- Gelegentlich eine gewisse "Antriebslosigkeit".

Mögliche Nachwirkung von Bestrahlung Prostataloge
Im März 2016 (d.h. vier Monate nach Bestrahlung) unvemittelt eine lt. Diagnose "schwere einfache Divertikulitis".
Behandlung mit Antibiotika. Ein Zusammenhang wurde vom anschließend dazu befragte Strahlenarzt nicht vollständig ausgeschlossen (im Darmbereich sind einige (Dutzend?) Gy angekommen). Früher tolerierbare Überlastungen im Darmbereich (z.B Essendruck, spez. blähende Speisen, mechanische Bewegung, Belastung) können jetzt also unerwartete Folgen haben. Ein Grund zu künftiger Vorsicht im Bauchbereich, beim Essen allgemein.
Maßnahme: Darmspiegelung April 2016 : Es wurde eine deutlich "verstärkte Adernzeichung" im vom Strahlenkegel erfassten Bereich diagnostiziert. Ansonsten o.B.

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Knochendichtemessung Juni 2017
Positive Nachricht vom Orthopäden: Der Meßwert ("BMD"-Index) liegt altersentsprechend "Gut" d.h. im "blauen Bereich". Damit kann aus wenigstens aus dieser Sicht die antiandrogene Behandlung mit Bicalutamid weitergehen....
Gemessen wurde an den Rückenwirbeln L1 bis L4 und am rechten Femur (Oberschenkelhalsknochen). Interessante Empfehlung: "....30 Min Sonnenlichtexposition an Armen und Gesicht....alternativ Supplementierung (!) von 800- 2000 IE Vitamin D3 oral täglich..."
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Skelettzintigraphie 06.03.2018
Vom Urologen aufgrund der fortdauernden bestehenden Schulterschmerzen angeordnet!

Befund: "Darstellung von Tracermehranreichnungen in beiden AC-Gelenken, beiden Humeroglenoidalgelenken, beiden Ellenbogengelenkensowie im Mittelfüßen beidseits und im Großzehengelenk links. Etwas inhomogene Traceranreicherung in der Wirbelsäuleund beiden ISG bei leicht rechtskonvexer Skoliose der LWS".
Beurteilung: "Szintigraphisch kein Hinweis auf eine ossiäre Metastasierung, insbesondere nicht im Schulterbereich. Die beschriebenen Knochenstoffwechselsteigerungen sind degenerativ bedingt".
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Darmspiegelung: August 2018 ( fast 3 Jahre nach adjuvandter Logenbestrahlung mit insgesamt 70 Gy)
Diagnose: Proktitis im Enddarmbereich. Weniger schön. Vom Internisten wurde ich auf verschiedenen "rote Punkte " (d.h. verschiedene " dunkelrote abgesetzte" Schleimhautstellen) im Spiegelungs(video)bild des Enddarnbereiches hingewiesen. Heilungsaussichten schlecht. Nach Literatur sei in manchen Fällen eine HBO Therapie (hyberbare Sauerstofftherapie in Druckkammer) erfolgversprechend -
Muß also dranbleiben.
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Nächste Vorstellung beim Urologen: März 2019

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Rückschau Mitte 2018:
-Seit etwa einem Jahr nach OP und Bestrahlung sind Kurz/mittelfristige Zielsetzungen wieder machbar (u.a. ab Wochenendkurzurlaube mit Autofahrten wieder selbst).

- Selbsthilfegruppe Prostata : Teilnahme ab Herbst 2016

- Sport: Seniorensport, Selbsthilfegruppe Prostata MD, ab Herbst 2016.
- Sport im Verein ab Mai 2017, (Schwerpunkt Koordination und Mobilisierung). Intensität: Zunächst vorsichtig mit Rücksicht auf Heilungsprozess. Dann regulär ab 2018 zweimal pro Woche.
- Subjektive Erfahrung: Sport wirkt positiv inbezug auf die allgemeine Motivation und gegen "Dämpfung" aufgrund der laufenden Bicalutamidbehandlung..

- Reisen: Mit Einschränkungen normal belastbar:
Z.B. März/ April 2017 (da kam viel Gutes zusammen), um Ostern herum erstmals wieder ein Langstreckenflug à 15 Stunden (!) via Singapore nach Indonesien. Nach Maluku, ganz im Osten, auf einer der kleinen Inseln dort... Besuch bei guten Freunden... Ein ganz besonderes Erlebnis war natürlich die Osterzeit und die Osterfeier in der Dorfkirche (Gereja Prostestan Maluku). Vier Wochen unter`m Aequator bei 30 C° und geschätzten 90 % Luftfeuchte, auf einer Insel ohne Klimaanlage (!). Alles gut vertragen. Da alles positiv und im Rahmen des möglichen, erneute Reise im Frühjahr 2018!!
(Bemerkung zu Flügen: Außenplatz zwingend. Vorab gebucht, bei SIA gegen Aufpreis möglich.- ohne das wäre es kaum möglich geworden).
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Vorausssichtliche Dauer der Therapie mit Bicalutamid:
entsprechend Leitlinie- lt. Info Urologe wenigstens 3 Jahre. d.h. ohne Unterbrechung.
So wie ich es verstanden habe, ist nach aktuellem Wissenstand bei Gleason 9 und pT3b und R1 eine erweiterte Therapie für eine bessere Zukunft unbedingt besser als eine Unterlassung.

Aktuell nächster planmäßiger Termin Urologie: I. Quartal 2019