Alibaba



Personalien und Diagnosen

Personalien

Sichtbarer Name: Alibaba
Land: Deutschland
Bundesland/Kanton:
Geburtsjahr: 1945
Alter: 73
Beruf: Rentner
Hobbys: Garten, schwimmen, Sauna
Meine Homepage:

Daten bei Erstdiagnose

Datum: 07.01.2013
Alter bei Diagnose: 67
PSA: 9.21
Biopsiert? Ja
TUR-P? Nein
Gleason Score:
TNM-Diagnose:
Bemerkung:

Maximal gemessenes Prostatavolumen

Datum: 07.01.2013
PSA: 9.21
Volumen in ml oder cm³:

Postoperative pathologische Daten

Datum: 04.02.2013
Gleason Score: 4 + 3 = 7b
pTNM-Befund:
Schnittränder:
p-L-V-P-G-Befunde:
Siehe Bericht vom:

Prostatakrebs - Behandlungen

** PSA-Wert zu Beginn der Behandlung
von bis PSA** Art Klinik Ort



Medikamente

NEM = Nahrungsergänzungsmittel
von bis Medikament + NEM Menge / Zeiteinheit
Menge pro T/W/M/J etc.


PSA-Verlauf    ng/ml    logarithmisch

PSA-Verlauf    ng/ml    linear

PSA-Verdoppelungszeiten in Jahren

Verdoppelungszeit ist zur Vorperiode gestiegen.
Verdoppelungszeit ist zur Vorperiode gesunken.
* Berechnet auf 1, 2, 4 und 8 Perioden rückwärts.

Grenzwert = 3 Jahre


Berechnung der Verdoppelungszeit in Tagen

Verdoppelungszeit in Jahren:
Verdoppelungszeit in Tagen:
Datum PSA 1* 2* 4* 8*
07.01.13 9.21
22.01.13 9.01 --
11.03.13 10.50 0.60 0.91
19.03.13 1.30 -- --
30.03.13 0.20 -- -- --
20.06.13 0.01 -- -- --
20.09.13 0.01 -- --
19.12.13 0.01 --
07.05.15 0.01 -- --
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
Datum PSA 1* 2* 4* 8*
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           

Mein Bericht

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Datum Δ 

letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
26.10.1998 - -
Beim Hausarzt machte ich regelmäßig die jährliche Krebsvorsorge. Er tastete aber lediglich jeweils mit dem Finger die Prostata ab. Ergebnis: Die Prostata leicht vergrößert und etwas hart. Also alles o.k. Er hat mich nie auf einen
PSA-Test hingewiesen. Ich fühlte mich somit sicher und war sonst kerngesund.
       
28.10.2012 - -
Seit längerer Zeit tröpfelt es nach dem Wasserlassen nach. Ich ging zum Hausarzt und bat um die Verschreibung von Einlagen (Windeln). Er überwies mich zum Urologen. Der würde mir Tabletten verschreiben, dann wäre alles wieder gut.
       
13.11.2012 - -
Habe mich bei einem ortsnahen Urologen angemeldet. Er machte eine Ultraschalluntersuchung auf dem Bauch und Abtasten mit dem Finger. Alles o.k. Er schreibt mir Tabletten wegen des Nachtröpfelns und empfahl mir einen PSA-Test zu machen.
       
07.01.2013 9.21 07.01.13
Oh-Schreck - PSA-Wert 9,21
Ultraschalluntersuchung durch den Darm und Abtasten mit dem Finger. Termin für neuen PSA-Test.
       
22.01.2013 9.01 22.01.13
Schreck bestätigt - PSA-Wert 9,01
Termin für Biopsie.
       
31.01.2013 9.01 22.01.13
Prostatastanzbiopsie durchgeführt. Mein Urologe hat es in außerordentlicher, schonender, mich in keiner Weise belastender Art durchgeführt. Ich habe es mir viel schlimmer vorgestellt.
       
08.02.2013 9.01 22.01.13
Mein Urologe teilte mir telefonisch das Ergebnis mit. Er gab mir seine private Handynummer. Ich könne jederzeit wenn nötig Tag und Nacht bei ihm anrufen. Da war mir klar, es ist ernst.
Ergebnis: 6 der 12 Proben sind befallen.
Fraktion I = 30 %
Fraktion III = gesamt
Fraktion V = 80 %
Fraktion VI = 20 %
Fraktion VII = 60 %
Fraktion X = G2b
-------Das Karzinom infiltriert die Kapsel in der Fraktion V.------
Gleason-Score: 4 + 3 = 7b (high-grade Karzinom)
ICD - O 8140/3

Im Klartext: HOCHGRADIG AGGRESSIVER KREBS MIT KAPSELDURCHBRUCH.
Also ich konnte mein Testament machen (Testament, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung und Generalvollmacht hatte ich schon vor Jahren gemacht).
Zu Hause habe ich angefangen Inhalte von Ordnern zu sortieren usw.
Habe mich auf einen nicht mehr zu langen Lebensweg eingestellt.
Im Internet habe ich tagelang Artikel und Erfahrungsberichte gelesen. Außerdem habe ich mit Bekannten gesprochen, denen auch die Prostata entfernt wurde. Dies hat mir sehr geholfen.
Erstaunlicherweise habe ich das auf mich Zukommende aber relativ gefasst hingenommen.
Wohl weil ich doch nicht mehr der Jüngste bin und seither ein wunderbares Leben genießen konnte.

Reiserücktrittsversicherung für große Reise im November nach Südostasien aktiviert.
       
11.02.2013 9.01 22.01.13
Besprechung mit meinem Urologen über weiteres Vorgehen.
Überweisung an die Nuklearmedizin für Ganzkörperskelettszintigraphie zur Überprüfung ob Knochenmetastasen vorhanden sind. Überweisungen zur OP-Besprechung an zwei von mir ausgewählte Krankenhäuser.
       
12.02.2013 9.01 22.01.13
Besprechung mit dem Hausarzt. Er ist kein Freund von Operationen. Er meint es gibt auch die Möglichkeit von Bestrahlung und Hormonbehandlung.
Ich schätze meinen Hausarzt sehr. Seine Empfehlung aber war ein Schock für mich. Ich hätte niemals mit der Gewissheit einen Tumor im Bauch zu haben, in Ruhe leben können.
       
18.02.2013 9.01 22.01.13
Ganzkörperskelettszintigraphie.
Ergebnis: Keine Metastasen. -----Erste positive Nachricht----- Wieder etwas Hoffnung
       
21.02.2013 9.01 22.01.13
und 08.03.2013
Besprechungen in den Krankenhäusern.

Habe mich für das Diakonie Klinikum in Stuttgart entschieden. Hatte sehr gute Bewertungen im Internet für den Raum Stuttgart.
       
10.03.2013 9.01 22.01.13
Aufnahme im Diakonie Klinikum Stuttgart. Vorbereitung für die OP.
Habe mich nach Absprache mit meiner Frau für die radikale OP entschieden (totale Entfernung der Prostata RPE).
Nervenerhaltende OP war geplant, konnte aber nicht verwirklicht werden. Es wurde offen, also mit Bauchschnitt operiert. Mir war bewusst, dass die Gefahr von Inkontinenz und Impotenz bestand.
       
11.03.2013 10.50 11.03.13
OPERATION: Narkose PDA (Periduralanästhesie) Katheder in den Wirbelkanal im Rückenmark.
Bei der Operation mussten viele Venen entfernt werden. Ca. 1 Liter Blut verloren. Es ging gerade noch ohne Fremdblut.
Ergebnis der Pathologie: Mikroskopie: Schnittstufen aus beiden Hälften der Prostata, jeweils etwa 50 % des Prostatagewebes einnehmend, zeigen ein infiltrativ wachendes Karzinom. Kleinere Anteile des Tumors, die insgesamt 20 % einnehmen, zeigen etwas besser abgegrenzte Drüsen. Tumorverbände infiltrieren bis weit in die Prostatakapsel und entlang der Nervenscheiden. Ein Durchbruch in das periprostatische Fettgewebe ist jedoch nicht festzustellen, keine Infiltration der Samenblasen oder Samenleiter. Der tuschemarkierte chirurgische Resektionsrand ist tumorgewebsfrei. Tumorfreier Harnröhrenstumpf-PE. 10 tumorfreie Lymphknoten.
Tumorstadium: pT2c, pN0 (0/9), L0, V0, Pn1, R0,
Gleason-score: 4 (80%) plus 3 = 7.
KEIN KAPSELÜBERSCHREITENDES TUMORWACHSTUM (Sehr gute Nachricht).
Gott sei Dank, es ist keine Bestrahlung oder Sonstiges notwendig.
       
19.03.2013 1.30 19.03.13
PSA-Wert 1,30
Blasenkatheder entfernt. Mit Kontrastmittel überprüft - alles dicht.
       
21.03.2013 1.30 19.03.13
Bei Entlassung aus dem Krankenhaus bestand eine erhebliche Belastungsinkontinenz. Tagsüber brauchte ich
3 Stück , Nachts 1 Stück Vorlagen (Windeln).
Habe immer noch Schmerzen bei bestimmten Bewegungen. Etwa an der Stelle, wo sich der Wundwasserschlauch befand.
       
25.03.2013 1.30 19.03.13
bis 30.03.2013
Schmerzen im Unterbauch werden täglich stärker. Heute Fieber bei 38,9 Grad.
Telefonat mit meinem Urologen, er schickt mich wieder ins Krankenhaus.
Jeden Tag Antibiotika-Infusionen. Eisbeutel auf den Unterbauch.
Bei Entlassung kein Fieber mehr vorhanden.
PSA-Wert 0,20
Zuhause eine Zeit lang mit Antibiotika und Eis weiterbehandeln.
       
03.04.2013 0.20 30.03.13
Durch das Antibiotika bekam ich Pilz im Mund und auf der Zunge.
Mit Medikamenten behandelt.
       
05.04.2013 0.20 30.03.13
In der Notfallambulanz des Diakonie Klinikums wurde mir eine Thrombose am After entfernt (habe so etwas noch nie gehabt).
       
09.04.2013 0.20 30.03.13
bis 07.05.2013
Ambulante Rehabilitation im ZAR - Stuttgart. Inkontinenz hat sich etwas verbessert.
       
13.05.2013 0.20 30.03.13
Vakuumerektionshilfesystem (Penispumpe) und Tabletten zur Erektion des Penis verschrieben und erhalten.
Geschlechtsverkehr ist trotzdem fast nicht möglich.
       
20.06.2013 0.01 20.06.13
PSA-Wert = 0,01 (nicht nachweisbar).
       
20.06.2013 0.01 20.06.13
PSA-Wert = 0,01 (nicht nachweisbar).
       
19.08.2013 0.01 20.06.13
Leistenbruchoperation (seither hat sich die Möglichkeit des Geschlechtsverkehrs noch verschlechtert).
       
19.12.2013 0.01 19.12.13
PSA-Wert = 0,01

Ich konnte in diesem Jahr alle meine gebuchten Reisen, auch meine große Reise nach Südostasien antreten.
       
19.12.2013 0.01 19.12.13
PSA-Wert = 0,01
       
15.02.2014 0.01 19.12.13
Ich bin jetzt 69 Jahre alt.
Die Inkontinenz hat sich soweit gebessert, dass ich in 24 Stunden nur noch 1 Einlage zur Sicherheit tragen muss.
Bei größerer körperlicher Belastung z.B. Arbeiten im Garten gibt es noch Probleme mit der Inkontinenz.
Ich kann Nachts durchschlafen und es genügt, wenn ich morgens auf die Toilette gehe.
Aber man merkt, der Schließmuskel arbeitet morgens am besten und wird schwächer, je länger der Tag dauert.
Ich mache auch alle paar Tage meine Beckenbodenübungen.

Die Impotenz hat sich verschlechtert. Geschlechtsverkehr ist trotz Vakuumpumpe und Tabletten nicht möglich.
Im nächsten Jahr sind wir 50 Jahre verheiratet und hatten immer einen guten Sex.
Für meine Frau ist das wohl sehr schwer. Vielleicht finden wir noch einen Weg um gemeinsam Spaß zu haben.

Die Zeit der Krankheit war sehr schwierig.

HURRA! ABER ICH LEBE NOCH

Vielleicht sogar noch lange.