ngawas



Personalien und Diagnosen

Personalien

Sichtbarer Name: ngawas
Land: Deutschland
Bundesland/Kanton:
Geburtsjahr: 1950
Alter: 68
Beruf:
Hobbys: jede Menge Sport: Wandern, Schwimmen, Trekking (auch hoch hinauf), Jogging, viele Luftsportarten
Meine Homepage:

Daten bei Erstdiagnose

Datum: 03.02.2011
Alter bei Diagnose: 60
PSA: 4.01
Biopsiert? Ja
TUR-P? Nein
Gleason Score: 3 + 4 = 7a
TNM-Diagnose: pT2c
Bemerkung:

Maximal gemessenes Prostatavolumen

Datum: 09.02.2011
PSA: 5.42
Volumen in ml oder cm³: 28 ml

Postoperative pathologische Daten

Datum: 25.03.2011
Gleason Score: 4 + 4 = 8
pTNM-Befund: pT2c pN0
Schnittränder: R0
p-L-V-P-G-Befunde: pL1/p
Siehe Bericht vom: 18.03.2011

Prostatakrebs - Behandlungen

** PSA-Wert zu Beginn der Behandlung
von bis PSA** Art Klinik Ort
02.03.11 07.03.11 5.40 Offene OP Martini-Klinik Hamburg
13.04.16 0.21 IMRT
21.12.17 21.12.17 2.67 andere Behandlung Klinikum Rechts der Isar München



Medikamente

NEM = Nahrungsergänzungsmittel
von bis Medikament + NEM Menge / Zeiteinheit
14.03.11 NEM: Granatapfel-Elixier 1 Esslöffel morgens
Menge pro T/W/M/J etc.


PSA-Verlauf    ng/ml    logarithmisch

PSA-Verlauf    ng/ml    linear

PSA-Verdoppelungszeiten in Jahren

Verdoppelungszeit ist zur Vorperiode gestiegen.
Verdoppelungszeit ist zur Vorperiode gesunken.
* Berechnet auf 1, 2, 4 und 8 Perioden rückwärts.

Grenzwert = 3 Jahre


Berechnung der Verdoppelungszeit in Tagen

Verdoppelungszeit in Jahren:
Verdoppelungszeit in Tagen:
Datum PSA 1* 2* 4* 8*
05.12.06 1.10
12.01.08 1.36 3.61
15.12.08 1.48 7.59 4.74
14.01.10 1.97 2.62 3.76
03.12.10 3.76 0.95 1.46 2.25
18.01.11 3.87 3.03 1.04 2.00
03.02.11 4.01 0.86 1.83 1.49
09.02.11 5.42 0.04 0.12 0.73
08.06.11 0.03 -- -- -- --
06.09.11 0.01 -- -- -- --
07.12.11 0.02 0.25 -- -- --
06.03.12 0.03 0.42 0.31 -- --
06.06.12 0.03 0.85 --
06.09.12 0.02 -- -- 1.00 --
05.12.12 0.00
04.03.13 0.01 -- -- --
02.09.13 0.02 0.50 -- --
03.03.14 0.04 0.50 0.50 1.49 1.25
01.09.14 0.05 1.55 0.75 2.07
05.03.15 0.06 1.93 1.72 0.77 3.00
02.06.15 0.09 0.42 0.89 0.81 1.89
02.09.15 0.10 1.66 0.67 1.14 1.29
05.10.15 0.12 0.34 0.83 0.87
13.11.15 0.13 0.93 0.52 0.62 0.73
16.12.15 0.15 0.44 0.61 0.73 0.79
Datum PSA 1* 2* 4* 8*
10.02.16 0.17 0.85 0.63 0.58 0.93
06.04.16 0.21 0.50 0.63 0.62 0.77
21.09.16 0.30 0.89 0.75 0.71 0.67
15.12.16 0.49 0.33 0.57 0.59 0.63
15.02.17 0.77 0.26 0.30 0.47 0.49
29.03.17 0.79 3.11 0.41 0.51 0.55
30.06.17 0.92 1.16 1.44 0.48 0.58
04.10.17 1.76 0.28 0.45 0.44 0.51
27.11.17 2.67 0.25 0.27 0.44 0.45
02.02.18 2.03 -- 1.61 0.62 0.56
05.03.18 2.14 1.12 -- 0.56 0.51
04.06.18 4.36 0.24 0.30 0.51 0.47
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           

Mein Bericht

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Datum Δ 

letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
05.12.2006 1.10 05.12.06
Erster Kontakt mit der Urologie im Alter von 56 Jahren. Glück gehabt durch niedrigen PSA-Wert.
       
14.01.2010 1.97 14.01.10
Bei jährlich leicht ansteigenden PSA-Werte und den urologischen Standarduntersuchungen keine Auffälligkeiten.
       
03.12.2010 3.76 03.12.10
Es fängt an zu knallen - aber immer noch guten Mutes, da das Ergebnis doch etwas verdrängt wird.
       
18.01.2011 3.87 18.01.11
PSA-Kontrolle nach Abstinenz im GV und immer noch mit dem Gedanken "Du nicht". 1 Woche Ciprofloxacin, um eine Entzündung auszuschließen.
       
03.02.2011 4.01 03.02.11
Die Befürchtung kommt immer näher; nicht die Höhe des PSA ist "schlimm" sondern die Anstiegsgeschwindigkeit. Der Urologe lässt mir keine Bedenkzeit und Wahl bei einer sofortigen Biopsie: 3 Tage in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Verdutzt sage ich zu, obwohl mir schon bekannt ist, dass man eine Biopsie auch ambulant vornehmen lassen kann. Man will den Mann seines Vertrauens ja nicht verärgern. Aber die Antennen sind ausgefahren, dass hier etwas nicht stimmen könnte (Seilschaften!).

Die nächsten beiden Tage vergehen mit Internetrecherchen, bei denen ich am Freitag 4. 2. auf die Alta-Klinik stoße, die mir verspricht am Montag den 7. 2. eine MRT-gestützte Diagnose zu stellen. Die Aussicht auf eine 1x Biopsie verschafft mir Gewissheit, dass bei Vorhandenseins eines Tumors dieser auch in einer 2. Sitzung (der eigentlichen MRT-gestützten Biopsie) bestätigt werden kann.

An diesem Termin wird die Befürchtung langsam zur Wahrscheinlichkeit: da ist etwas im linken Lappen, 1,2 cm auf die Kapsel beschränkt. Die 6-fach Stanzung 2 Tage später wird zur zementierten Gewissheit: Gleason 3+4.
       
25.02.2011 5.42 09.02.11
Nach dem Eintreffen der hist. Befunde, weiteren Internetrecherchen, einer 2. Abklärung an einem nahe gelegenen zertifizierten Proststa-Karzinom-Zentrum in einem privatisierten Uniklinikum, die einem miserable Aussichten hinsichtlich der Kontinenz und der Potenz eröffnen, stellen wir uns in der Martini-Klinik in Hamburg vor.

In dem Vorbereitungsgespräch mit Prof. Heinzer werden gute Erfolgsaussichten eröffnet: wahrscheinlich kein Kapseldurchbruch, Schnellschnitt mit möglicherweise beidseitigem Nervenerhalt, sehr hohe Wahrscheinlichkeit von Kontinenzerhalt.

Wir entscheiden uns sofort und können bereits in der nächsten Woche einen OP-Termin erhalten.
       
02.03.2011 5.42 09.02.11
Einchecken in der Martini-Klinik; Untersuchungen werden in Trance wahr genommen; Unterschriften, Verhaltensmaßregeln, Essensabläufe: von nun ab ist "alles egal".

RRP am 3.3. verläuft wie geplant, Nerverhaltend, pelvine Lyphadenektomie, chirurg. Absetzungsrand tumorfrei: R0, pT2c, keine Metastasen in regionären Lymphknoten: pN0, Gleason 4+4, Gleason 4 Anteil 99%, Gleason 3 Anteil 1%

Der Klinikaufenthalt gestaltet sich als außerordentlich positiv. Das Pflegepersonal, die Ärzte gehen auf alles ein und man gibt sich sehr viel Mühe, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.

Am 7.3. bereits auf eigenen Wunsch entlassen, nachdem wir unsicher sind, ob wir überhaupt mit der Bahn aufgrund eines Bahnstreiks nach Hause kommen. Aber auch die Heimfahrt ist bei bester Mobilität problemlos.
       
14.03.2011 5.42 09.02.11
Zeit der Konvaleszenz gestaltet sich problemlos; Katheter wird nach 10 Tagen von einem neuem Urologen gezogen, nachdem ein Telefonat mit dem alten in katastrophalen Unmöglichkeiten endet, als dieser sich über die Nachsorgeempfehlungen der Martini-Klinik belustigt.

Auf Anschlussheilbehandlung wird verzichtet ebenso auf angeleitetes Beckenbodentraining, sondern es genügt die Anleitung der Martini-Klinik und nach ca. einer weiteren Woche wieder "dicht" zu sein.

Nach weiteren 10 Tagen werden bereits 5 km Intervall-jogging mit leichten Kontinenzproblemen beendet.

Ca. 5 Wochen nach OP wird wieder voll gearbeitet.
       
08.06.2011 0.03 08.06.11
1. PSA-Messung: 0,03 zur Kontrolle wird ein Tag vorher in einem anderen Labor gemessen: 0,04: Es läuft gut.
       
06.09.2011 0.01 06.09.11
Morgens im Labor in D gemessen: 0,05; nachmittags beim Uro: 0,01; die übrigen Nachsorgeuntersuchungen (Blase, Niere, Ultraschall, etc.) wurden komplett abgelehnt.
       
07.12.2011 0.02 07.12.11
nach längerer Diskussion mit dem Urologen über Sinn und Zweck der Nachsorgeuntersuchung, bei der er wiederum das Vorhandensein eines Rezidivs über rektalen Ultraschall bei leerer Prostataloge kontrollieren wollte, lehne ich auch dieses mal dankend ab. Man könnte ja vermuten, dass man an den Kanälen zur Niere oder der Blase etwas finden könnte. Aber mir geht's top; also was sollte dass?? PSA in einem anderen Labor eine Stunde vorher gemessen (0.04)
       
06.03.2012 0.03 06.03.12
= Laborwert in (M); PSA-Wert in einem anderen Labor am gleichen Tag = 0.05
       
06.06.2012 0.03 06.06.12
In M gemessen, in anderem Labor 0,05. Es läuft gut.
       
06.09.2012 0.02 06.09.12
in M gemessen, anderes Labor am gleichen Tag 0.04
       
05.12.2012 0.00 05.12.12
in M gemessen, anderes Labor am gleichen Tag 0.04
       
04.03.2013 0.01 04.03.13
in M Gemessen, anderes Labor am gleichen Tag 0,05
       
02.09.2013 0.02 02.09.13
in M Gemessen, anderes Labor am gleichen Tag 0,03
       
03.03.2014 0.04 03.03.14
in M gemessen, anderes Labor am gleichen Tag 0,06
       
01.09.2014 0.05 01.09.14
in M gemessen, ebenso in D
       
05.03.2015 0.06 05.03.15
in M gemessen anderes Labor 1 Tag vorher 0.06 (neues Messverfahren) bzw. 0.08 (Vergleichsmessung nach altem Verfahren LaRoche)
       
02.06.2015 0.09 02.06.15
in D gemessen, es fängt an, mich zu beunruhigen
       
02.09.2015 0.10 02.09.15
in D gemessen; Heidelberg sagte vor ein paar Wochen, ich solle mich auf ein frühzeitige Bestrahlung einstellen. Was ist zu tun??
       
05.10.2015 0.12 05.10.15
Es beunruhigt weiter, wieder leichter Anstieg; die Meinungen anderer Kompetenter: die leichten Anstiege sind weiter zu beobachten - "schleichende Anstiege sind gelassen zu sehen, viele Hundert solcher Patienten einfach GAR NICHT therapiert und NICHT EIN EINZIGER war nach 15 Jahren am Prostatakrebs verstorben!";
ein anderer: möglichst frühzeitig bestrahlen.
Bereite mich auf das Einholen weiter Meinungen vor.
       
13.11.2015 0.13 13.11.15
leider wieder um 0.01 hoch in D gemessen
       
16.12.2015 0.15 16.12.15
wieder nach 4 Wochen um 0.02 hoch
       
10.02.2016 0.17 10.02.16
Anstieg in knapp 2 Monaten um 0.02
       
06.04.2016 0.21 06.04.16
weiterer Anstieg: in 2 Monaten um 0,04; am 13.4. beginnt IMRT
       
08.06.2016 0.21 06.04.16
Ende der Bestrahlung TrueBeam VMAT mit 1,8 Gy 37 Sitzungen
       
21.09.2016 0.30 21.09.16
trotz IMRT Anstieg in 5.1/2 Monaten um 0.09; auf die Frage wie die Erfolgsaussichten seien, antwortet die Strahelnärztin: "Wir gehen davon aus, dass Sie geheilt sind". Offenbar redet man sich hier auch etwas schön.
       
15.12.2016 0.49 15.12.16
Die Bestrahlung war ein Schuss in den Ofen. Hatte man doch so viel Hoffnung hinein gesetzt. Wie geht es weiter? Ich traue den Aussagen der Mediziner nicht mehr. Nach OP wurde unter Berücksichtigung eines pT2c eine Gesundungschance von 85% angegeben. Der Strahlentherapeutin entfuhr eine ebensolche Gesundungswahrscheinlichkeit (85%) nach der Bestrahlung. Nichts war richtig.
       
15.02.2017 0.77 15.02.17
bedauerlich, die Entwicklung setzt sich fort
       
29.03.2017 0.79 29.03.17
der Anstieg hat sich verlangsamt; doch ein gutes Zeichen nach IMRT???
       
30.06.2017 0.92 30.06.17
doch ein kleiner Erfolg? PSA-VZ erhöht sich etwas
       
04.10.2017 1.76 04.10.17
doch eine deutliche Erhöhung nach wiederum 3 Monaten mit Verringerung der PSA-VZ
       
30.10.2017 1.76 04.10.17
Ergebnis des PSMA PET/CT: Die Untersuchung wurde mit 171 MBq GA68-PSMA durchgeführt:
"Im Bereich der Prostataloge unauffällige Nuklidbelegung. Es findet sich jedoch links im Bereich
der A. iliaca interna eine fokal deutlich erhöhte Galliumspeicherung in einem Lymphknoten,
der SUV hier bei 11,1 im ersten Bild und bei 17,1 im zweiten Bild. Im Bereich der A. iliaca
externa findet sich ein weiterer Lymphknoten mit hoher Galiumspeicherung, der SUV hier
bei 6,5 im ersten Bild und bei 8,5 im zweiten Bild."

Und im "Fazit" steht:
"Z.n. Prostatektomie. Auffälliger kugeliger Lymphknoten links pararektal Srs3, Img142 etwa 8mm messend
(PSMA pos). Der weitere PSMA-pos. Lymphknoten in der A. iliaca exteran links Srs3,
lmgl29 ist etwa 5mm messend."

Zu dumm: Bei der Operation wurden nur 2 Lymphknoten links entnommen, rechts 8. Auch wurden die Lymphknoten nicht mitbestrahlt. Das Ergebnis sieht man nun.
       
27.11.2017 2.67 27.11.17
Nach dem PSMA-PET und der Beschleunigung des Anstiegs erwog ich die Möglichkeiten der PSMA gesteuerten Tumorlokalisation bzw. eine Cyberknife Bestrahlung der befallenen Bereiche. Bei der PSMA gesteuerten Tumorlokalisation erfolgt zunächst eine Injektion von radioaktiv markiertem 99m Tc-PSMA-Liganden. Während der Operation kann nun über eine Gammasonde befallene Lymphknoten genauer lokalisiert und entfernt werden. Favorit für diese OP-methode war von vorne herein die Klinik Rechts der Isar in München, die diese Methode unter Dr. Maurer entwickelt und erprobt hat. Die Cyberknife Bestrahlung wurde von Prof Muacevic sofort abgelehnt - zu nahe am Darm mit evtl. Beeinträchtigung in der Umgebung; Cyberknife in Frankfurt empfahl eine großflächigere Bestrahlung in 20-25 Sitzungen.
       
21.12.2017 2.67 27.11.17
Die Entscheidung fiel ziemlich eindeutig zugunsten der Radiosonden gestützten OP mit HIlfe des 99m Technetium Radionuklid im Klinikum Rechts des Isar in München durch Dr. Maurer. Dummerweise muss man dieses Trägermaterial selber bezahlen (ca. 1100 €). Die OP verlief ohne Probs, neben den 2 im PSMA-PET/CT sichtbaren Lymphknotenmetastasen wurde 6 weitere metastierte Lymphknoten entfernt - insgesamt waren es 20 Lymphknoten, die entfernt wurden.

Bereits diese hohe Zahl metastierter Lymphknoten weist darauf hin, dass durchaus mehrere vorhanden sein könnten, die nur nicht getroffen oder lokalisiert wurden. Die OP-Methode zeigt jedoch, dass die Wahrscheinlichkeit größer ist, befallenen Lymphknoten zu finden und zu entfernen.
       
02.02.2018 2.03 02.02.18
Der oben erwähnte Verdacht bestätigt sich mit der ersten PSA-Mesung nach der OP. Statt auf Null zurück zu fallen, sind offenbar noch PCa-zellen vorhanden und exprimieren munter PSA. Der PSA-Wert ist nur wenig gefallen. Es wird sich zeigen, in welche Richtung er sich bewegt - wahrscheinlich wieder nach oben.
       
05.03.2018 2.14 05.03.18
es geht wieder aufwärts mit dem PSA; ich habe es geahnt. Zwar nur langsam (PSA-VZ von 409 Tagen) wird aber bestimmt wieder schneller.

Wie geht's nun weiter: möglichst keine Hormontherapie!!! Ich erwäge ein erneutes PSMA-PET/CT mit einer evtl. lokalen Bestrahlung? Mal sehen, was wird, in 4 Wochen weiß man mehr.
       
04.06.2018 4.36 04.06.18
wie zu erwarten, es geht rasant aufwärts (PSA-VC 88 Tage). Die Strahlentherapeutin verspricht, die große verbliebene Metastase nahe des Darmes sowie 2 kleinere weiter entfernt liegende Herde zu treffen. Beginn der erneuten IMRT mit dem gleichen Gerät wie vorher am 5.6.18